SHAMAN´S HARVEST – Red Hands, Black Deeds (VÖ: 28.07.2017)

SHAMAN´S HARVEST

Für völlige Verwirrung beim Autor dieser Zeilen sorgte das 1. (Rein-)Hören in die neue CD von SHAMAN´S HARVEST. Handelt es sich bei der Scheibe „Red Hands, Black Deeds“ etwa um einen Sampler? Oder warum hört man in den ersten vier Songs offensichtlich vier verschiedene Stimmen? Die Antwort ist einfach: weil Sänger Nathan Hunt es versteht, Bauch-und Kopfstimme derart zu variieren. Richtig wäre auch die Antwort, dass die Band derart vielseitig daherkommt und daher mit jedem Song neu zu überraschen vermag. Dabei sind SHAMAN´S HARVEST keine Unbekannten. Die Band ist für guten Rock und lange Schallplattennamen seit ihrer Gründung in 1996 bekannt. Die letzte CD aus 2014 hieß dementsprechend auch „Smokin´Hearts & Broken Guns.“ Aber dies nur am Rande

SHAMAN´S HARVEST überraschen

Mit 12 neuen Songs kommen neben Sänger Nathan (vermutlich nicht der Bruder von Tom Cruises´ Mission-Impossible-Alterego Ethan Hunt) die beiden Bandgründungsmitglieder und Zweitstimmen Josh Hamler (Gitarre) und Matt Fisher (Bass) – komplettiert durch gleich 2 Drummer, nämlich Scott Heiner und John Pessoni, den Keyboarder Eric Radloff sowie Gitarrist Derrick Shipp – daher. Nach Dudesack-Klängen im gleichnamigen Opener wie der Albumtitel, die einen gedanklich sofort in die Highlands zu Christopher Lambert versetzen, starten SHAMAN´S HARVEST mit dem Folge-Track „Broken Ones“ direkt durch. Ein cooler Basslauf, gefolgt von einer musikalischen Mischung aus den Bands STAIND, TANTRIC und den SISTERS OF MERCY. Dumpf, lässig, dunkel, schnell, hart und laut. So muss das. Gleich mit dem 3. Song („The Come Up“) wechselt der Gesang in die Kopfstimme und die Drums treiben mächtig an. Es folgt eine Piano-Ballade („A long view“ ), bevor es dann mit „Soul Crusher“ bluesrockig weiter geht. Doch damit nicht der Abwechslung genug. „Off The Tracks“ startet mit einer Banjo und man möchte seinen Cowboy-Hut in den staubigen Sand seiner Texas-Ranch werfen. Dazu passt das Blues-Guitar-Picking im Folge-Lied „Long Way Home“ wunderbar, bevor danach ein sphärischer Beginn Dampf aus dem Kessel nimmt. Doch auch dieser Song nimmt sowas von Fahrt aus, dass die musikalische Konkurrenz von den Sons Of Texas beim Song „The Devil In Our Wake“ glatt neidisch werden könnte. Wer hat da von wem abgehört, ist man geneigt zu fragen.

Ein Song für den nächsten James-Bond-Film?

Für ein weiteres Highlight und unseres Erachtens sogar einen möglichen Kinohit sorgen SHAMAN`S HARVEST jedoch mit „Blood Trophies.“ Wer in der Intro nicht das 007-Theme heraushört, hat was an den Ohren, finden wir. Weiter geht´s auf dem hammermäßiges Album mit einer soliden Hardrocknummer („So Long„), bevor zuletzt auch noch die Akustik-Klampfe zu „Tusk And Bone“ ausgepackt wird. Ed Sheran lässt grüßen. Den Schlussakkord in Moll gibt es dann im Flüsterton dank Flüstertüte („Scanvengers“ ) und schon sind 12 Songs viel zu schnell vorüber.

Fazit

Für den geneigten Heavy sind drei lautere Tracks bei 12 Nummern sicherlich zu wenig. Für den richtigen Musikfan bieten SHAMAN´S HARVEST jedoch ein äußerst abwechslungsreiches, für jede Hintergrundbeschallung absolut durchgehend taugliches Album. Einmal mehr stellt die Combo aus Jefferson City, Missouri, eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Hört einfach mal rein. Hier noch der Link zum sofortigen Amazon-Kauf für Euch:

 

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Bildquellen

  • SHAMAN´S HARVEST: www.amazon.de
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL…

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