Soulbound sind Addicted To Hell

Soulbound 2020

Soulbound stammen aus Bielefeld und beweisen mit ihrem gestern am 18. September 2020 bei Metalville / Rough Trade erschienenen drittem Album „Addicted To Hell“, das ebendiese Stadt doch existiert. Entstanden ist „Addicted To Hell“ unter der Leitung von Chris Harms (Lord Of The Lost) und das hört man dem Album deutlich an. Die Produktion ist schon richtig fett geworden. Davon könnt ihr euch auch gerne im Video zum Titelsong selber ein Bild machen und dann stelle ich euch das Album in Einzelnen vor. Viel Spaß!

Soulbound mit brachialem Beginn

Das Eröffnungsriff im Titelsong ist schon mal brachial. Der Industrial Metal im Stile Marilyn Mansons wird mit Klargesang im Refrain aber gekonnt aufgebrochen. „March March“ lässt rhythmisch den Titel Programm werden. Dazu treffen Samples auf Klargesang. Das ist eingängig und gut arrangiert. „Toxic“ geht in eine ähnliche Richtung, ist aber noch einen Ticken melodischer. Eine gute Portion NDH schimmert in „Fuck You“ durch. Nicht neu, nicht originell, aber gut gemacht. Danach gibt es mit „Undone“ erst einmal ein wenig Erholung. Eine ruhige Nummer mit einer guten Dynamik. Aber der Teufel holt uns schnell auf den Boden der Tatsachen oder der desillusionierten Realität zurück. „Devil“ ist wieder Industrial, wobei der Gesang mir persönlich hier stellenweise etwas zu eintönig ist. Ein krasser Gegensatz ist dann „The Beast“. Die ersten Sekunden lassen mich noch an Mittelalter denken und dann wird es zu einem Alternative Song.

Soulbound

„Crash And Burn“ macht dann aber wieder wie gewohnt weiter, ist aber der Song der bisher am wenigsten gefällt. Ohne, dass ich das an einem besonderen Punkt festmachen könnte. Das ist bei „Tic Toc“ wieder anders. Das geht deutlich in Richtung Oomph! und das ist wahrlich keine schlechte Referenz. „Alive“ das ihr unten im Video sehen könnt, kombiniert einen stampfenden Beat mit kontrastierenden, optimistisch klingenden Gesangsparts. Dann folgt mit „Sucker’s Place“ ein balladesker Song mit einem beunruhigendem Unterton. „Fire It Up“ ist ein Standard Melodic Instustrial Stück, das mir jetzt nicht so im Ohr hängenbleibt. Der Song zum Abschluss nennt sich „Unleashed Aporia“ und nimmt nach einem kurzen Intro ordentlich Fahrt auf und macht nochmal richtig Spaß.

Soulbound können süchtig machen

Bevor ich zu einer abschließenden Bewertung von „Addicted To Hell“ komme, möchte ich noch darauf hinweisen dass die Erstauflage als Doppel-CD kommt. Da wären dann noch Akustikversionen, Remixes und Coversongs dabei. Aber das braucht es nicht um für mich eine Kaufempfehlung auszusprechen. Soulbound überzeugen mich auf ganzer Linie mit zwei kleinen Ausnahmen („Crash And Burn“ und „Fire It UP“). Was die Bielefelder auf dem Album abliefern ist aller Ehren wert. Zwar weder neu noch originell, aber dafür fett produziert und einfach gut. Wer sich selber in der Schnittmenge Industrial, Gothic, Dark Metal oder Neuer Deutscher Härte verordnet liegt mit „Addicted To Hell“ goldrichtig und hat neuen Stoff für seine musikalische Sucht.

Soulbound Addicted To Hell Cover

Soulbound – Line-Up und Kontakt

Johnny Stecker – Gesang
Felix Klemisch – Gitarre
Johnny Ramirez – Gitarre
Patrick Winzler – Synthies
Jonas Langer – Bass
Mario Krause – Schlagzeug

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Bildquellen

  • Soulbound Addicted To Hell Cover 3000×3000: Flying Dolphin Entertainment
  • Soulbound 2020 720×340: Flying Dolphin Entertainment
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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