SUBSIGNAL – „A song for the homeless – Live in Rüsselsheim 2019“ (VÖ: 22.05.2020)

SUBSIGNAL Cover Livealbum - Beitragsbild

SUBSIGNAL – „A song for the homeless – Live in Rüsselsheim 2019“ (VÖ: 22.05.2020)

Wow. Ich verfolge das Schaffen von SUBSIGNAL ja bereits vom Debüt im Jahr 2009 an. Das hätte sich die Truppe aus Süddeutschland vermutlich damals nicht vorgestellt. Also ich meine, dass man auch anno 2020 noch in der Szene unterwegs ist. Und das nicht nur mit Studio-Releases. Nein! Ende Mai soll auch die neue Live-Scheibe in den Regalen der Händler stehen. Nach 5 Alben aus dem Studio kann man das durchaus mal machen. Als Location für die Aufnahmen wählte man den Club „Das Rind“ in Rüsselsheim. Dort zelebrierte man mit seinen Fans eine Vielfalt des Materials aus dem bandeigenen Backkatalog.

Reale Eindrücke vom Konzert in Rüsselsheim

Live-Aufnahmen sollen nicht wie aus der Konserve klingen, sondern im besten Fall das Gefühl vermitteln, man wäre selber vor Ort dabei gewesen. Dieses Unterfangen gelingt dem Fünfer mit diesem Live-Release. Man präsentiert ein abwechslungsreiches Set und liefert vielseitige Musik mit dem Dutzend ausgewählten Stücken. Dabei wurde natürlich das aktuelle Studiorelease „La muerta“ aus dem Jahr 2018 mit ein paar Songs wie dem Titeltrack oder dem doch recht komplex aufgebauten „The passage“ berücksichtigt. Ansonsten gab es aber auch Material aus den verschiedenen Stadien der Bandgeschichte. Als Opener gab es den gleichnamigen Track vom „Touchstones“-Album. Damit fing es erst einmal recht bedächtig an.

SUBSIGNAL Livefoto von Andre Wilms 2

Was wird uns live geboten von SUBSIGNAL?

So ein eher zurückhaltender Anfang…ist ja vermutlich auch gut so. Die Leute erst einmal „ankommen“ lassen. Getragen geht es also los mit der 8-Minuten-Nummer. Schwer und dunkel ist die Stimmung. Der zweite Song ist eher eingängig und die Stimme von Arno Menses steht hier in bisschen im Mittelpunkt. Aber auch die Gitarre – im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten – hat ihre Bedeutung. „The bells of Lyonesse“ ist einer meiner SUBSIGNAL-Lieblingssongs. Und ich finde, er wird hier richtig geil performed. Das freut mich persönlich!

Weiter geht es mit „The sea“ und „Walking with ghosts“. Beim letztgenannten werden teils sphärische Klangteppiche erschaffen. Dazu der Gesang des sympathischen SUBSIGNAL-Frontmanns. Das kommt gut. Manchmal kommt der Song etwas langatmig rüber, vielleicht wäre da weniger mehr gewesen. Ein deutlich kürzerer Track, der durch mehr Eingängigkeit besticht folgt mit „Even though the stars don’t shine“. Damit kommt es zu einem guten Brückenschlag zum großartigen Musikstück „The passage“. Emotional transportiert die Stimme des Sängers im Zusammenspiel z.B. mit akzentuiertem Schlagzeugeinsatz eine ergreifende Stimmung. Großartig. Es wurde dann auch gleich noch ein Drumsolo mit eingearbeitet. Ob man sich daran erfreuen kann, ist halt immer Geschmackssache.

Starke Songs nach hinten raus…

Mit dem starken „La muerta“ vom gleichnamigen Album geht es weiter, bevor es mit einem Song vom 2011er Release eher nachdenklich wird. Im Jahr 2013 erschien die Studioscheibe mit dem Titel „Paraiso“. Daraus gibt es nun den knapp 5-minütigen Titeltrack. Auch einer der herausragenden Nummern der bisherigen Schaffensphase der deutschen Truppe. Dann kommen wir zu „Paradigm“, einem würdigen Abschluss für diesen tollen Konzertabend. Das signalisieren auch die Zuschauer mit ihrer Reaktion: begeistertes Mitklatschen.

Live will man ja gerade eine besondere Atmosphäre einfangen und auch das Publikum abbilden. Es geht ja nicht darum, stumpf das Material aus dem Studio herunterzuspielen. Livehaftigkeit geht vor Perfektion. Wobei das qualitativ schon große Kunst ist, was SUBSIGNAL da abliefern. Nur eben nicht emotionslos, sondern mit der richtigen Portion an Passion und Hingabe.

SUBSIGNAL Cover Livealbum

Das metal-heads.de-Fazit zum SUBSIGNAL Live-Release

Das metal-heads.de-Fazit zur neuen Live-Scheibe von SUBSIGNAL: SUBSIGNAL können live überzeugen. Das habe ich selber erlebt. Hier findet ihr den entsprechenden Konzertbericht. Gerade in der jetzigen Zeit, wo der Musikfan die Live-Auftritte schmerzlich vermisst, kommt dieses Live-Album gerade richtig, um an die guten alten Zeiten in der Zeitrechnung vor Corona zu erinnern. Satte 74 Minuten Footage vom Konzertabend in Rüsselsheim im vergangenen Jahr hat man für die Fans konserviert. Das ist großartig. Das macht Bock auf mehr…SUBSIGNAL…und Live-Konzerte. Nicht nur den Anhängern der Band, sondern auf dem vielseitig interessierten Musikbegeisterten, der variantenreiche Kompositionen zu schätzen weiß und die Vereinigung der unterschiedlichen Schubladen bei dieser Formation anerkennen kann, ist dieses Release ans Herz zu legen.

SUBSIGNAL Livefoto von Andre Wilms 1

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Bildquellen

  • SUBSIGNAL Livefoto von Andre Wilms 2: CMM online - Fotograf: Andre Wilms
  • SUBSIGNAL Cover Livealbum: CMM online
  • SUBSIGNAL Livefoto von Andre Wilms 1: CMM online - Fotograf: Andre Wilms
  • SUBSIGNAL Cover Livealbum – Beitragsbild: CMM online

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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