TRIVIUM – The Sin And The Sentence

TRIVIUM 2017

Mit ihrem 2015’er Album „Silence In The Snow“ hatten TRIVIUM einen Großteil ihrer Fans mächtig verschreckt. Nicht nur die Tatsache, dass Sänger und Gitarrist Matt Heafy aufgrund von Stimmbandproblemen auf den aggressiven Teil seines Stimmpotentials verzichten musste, führte zu Unmut. Vielen war das Album insgesamt einfach zu glattgebügelt und kommerziell ausgerichtet. Ob es TRIVIUM mit „The Sin And The Sentence“ gelungen ist, wieder die Kurve zu kriegen, erfahrt ihr hier bei uns.

TRIVIUM sind mit (alter) neuer Härte zurück

Bereits mit dem Titelstück machen TRIVIUM klar, dass sie wieder angreifen wollen. Ein Track, der nicht nur mit komplexer Songstruktur sondern auch mit aggressiven Shouts, fetten Riffs und treibendem Drumsound durch Neuschlagzeuger Alex Bent punkten kann. „Beyond Oblivion“ setzt dies nahtlos fort. Ein ganz starker Song mit einem Refrain der melodiös startet und dann gewaltig abgeht. „Other Worlds“ ist etwas ruhiger aber extrem eingängig. Der Song „The Heart From Your Hate“ ist mehr Richtung Mainstream und nahezu radiotauglich. Mir gefällt er trotzdem. Hier könnt ihr euch selber ein Bild machen:

 

The Sin And The Sentence CoverDafür gibt es dann mit „Betrayer“ (unten findet ihr das Video zum Song) wieder richtig was auf die Fresse! Ein brachialer und richtig geiler Track! „The Wretchedness Inside“ ist noch eine Spur brutaler und tendiert in Richtung Slipknot, gefällt mir persönlich aber nicht ganz so gut.

Weiter mit Power und Tempo

Nach dem kurzen und knackigen „Endless Night“ folgt mit „Server The Hand“ ein Song, der sehr viel Power, Tempo, Growls und fette Riffs bietet und mich an harte METALLICA Nummern erinnert. „Beauty In The Sorrow“ ist ebenfalls sehr hart und leicht proggressiv ausgefallen, kann zudem mit einer schönen Grundmelodie aufwarten. Das über 7-minütige „The Revanchist“ ist noch komplexer ausgefallen und weiß mit der starken Gitarrenarbeit und dem variantenreichen Gesang zu gefallen. Bei „Thrown Into The Fire“ geht es wieder direkter und zudem mit sehr viel Tempo zur Sache.

Schritt zurück nach vorne

TRIVIUM haben mit „The Sin And The Sentence“ eine „positiven“ Schritt zurück gemacht. Fans, die sich nach „Silence In The Snow“ enttäuscht abgewendet haben, sollten der Band unbedingt eine neue Chance geben und in das Album reinhören. Auch denjenigen, denen das Vorgängeralbum gefallen hat (ja, auch die soll es geben 😉 ), werden nicht enttäuscht. TRIVIUM haben sich nicht gänzlich vom Stil des Vorgängers abgewendet, sondern die Stärken des Albums mit den „alten“ Qualitäten verknüpft und damit ein modernes Werk geschaffen, dass nahezu alle Fans für sich gewinnen sollte. Ein starkes und modernes Album mit viel Anspruch!!!

Hier noch für euch das Video zu „Betrayer“:

 

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Bildquellen

  • The Sin And The Sentence Cover: Oktober Promotion
  • TRIVIUM 2017: Oktober Promotion
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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