Walls of Blood – Imperium (bereits VÖ)

Walls of Blood - Imperium

Uiuiui, Glen Drover!

Da klingeln aber bei vielen Leuten die Ohren, das ist doch der Typ, der bei Megadeth, Testament und King Diamond Gitarre gespielt hat!

Tja… sagt mir nichts. Egal. Erstmal die CD rein uuuuuuuuund: Naja.

Die Platte startet mit „Leave This World Behind“, Gitarren und Schlagzeug Sound nahezu perfekt, aber die Stimme von Nils K. Rue ist so „Power Metal“, dass sie mir schon wieder irgendwie „drüber“ ist. Dazu, na klar, Gitarrensolo eins, zwei und drei… Wer braucht das?

Rue und Drover hatten eine gemeinsame Zeit bei der Hausband der Brüder Drover, Eidolon. Gut zu wissen, dass ich mir von denen keine Platte kaufen muss. Wahrscheinlich werde ich meine Ignoranz eines Tages bedauern, aber bis dahin ist ja noch Zeit 😉 .

Genug gemault,

die Platte ist nämlich am Ende ziemlich geil und gottlob hat Glen Drover insgesamt acht Sänger gebeten ihn, Chris Myles am Bass und Scott Barrymore am Schlagzeug (geiler Job, Scott!) zu unterstützen. Todd la Torre von Queensryche ist schon angenehmer, ich konnte aber ehrlich gesagt kaum abwarten Song Drei, „Waiting To Die“ mit Chuck Billy, zu hören. Wie das dann aber so ist… haut mich auch nicht gerade um. Ist halt Chuck Billy. Die Stimme so prägnant, dass man den Song insgesamt eher ihm zuordnen würde als Walls of Blood, geschweige denn Glen Drover. Hier scheiden sich vielleicht auch die Geister insgesamt bei der Veröffentlichung. Auf der einen Seite ist es natürlich fantastisch, dass Glen Drover so viele renommierte Szenegrößen ans Mikrophon bekommen hat, auf der anderen Seite nimmt es der Band, dem Projekt „Walls of Blood“, auch ´ne Menge Markanz.

 

Henning Basse von den großartigen Firestorm lässt „Imperium“ mit gleich drei Songs dann endgültig zu einer Power Metal Veröffentlichung werden, Tim Owens (ehem. Judas Priest) glänzt bei „Tarnished Dream“… , und verdammt!

Dann passiert es!

Lied Sechs, Titel gebend für das Album, haut mich um! Walls of Blood, eingesungen von Matt Cuthbertson, dessen Bands „Untimely Demise“ und „Into Eternity“ mich leider nicht begeistern, ist ein hammergeiler Thrash Metal Song! Die Dynamik, Brutalität, sogar der Text… für mich ein rohes Stück Thrash Metal Gold, dass ich mir so auch von Kreator in den 80ern hätte vorstellen können. Ja gut, die Texte von Mille in den 80ern^^ Egal. Der Song ist geil. Und damit die Platte nach sechs von 10 Songs eigentlich schon für mich beendet… denn ich kann nicht anders als so lange den „repeat“- Knopf zu drücken, bis der Song endgültig in meine Blutbahn gesickert ist. Sogar das Solo kann ich mittlerweile weghören!

Damit sickert aber auch Erkenntnis ein,

denn vielleicht gibt es auf der LP für jeden Metal-Fan einen Song/einen Sänger der das Lied und das Projekt „Walls of Blood“ für ihn rund macht. Drover als Komponist scheint in der Lage zu sein, jedem Sänger eine Spielwiese, einen Sound zu geben, den dieser nochmals stimmlich prägen kann.

Hat was. Von mir auf jeden Fall eine Kaufempfehlung. (8,5 von 10)

Tracklist
01. Leave This World Behind [Feat. Nils K. Rue]
02. Discordia [Feat. Todd La Torre]
03. Waiting To Die [Feat. Chuck Billy]
04. Blood Sacrifice Ritual [Feat. Henning Basse]
05. Tarnished Dream [Feat. Tim Owens]
06. Walls Of Blood [Feat. Matt Cuthbertson]
07. The Fault Of Man [Feat. Henning Basse]
08. Dark Lords Of Sleep [Feat. Dan Cleary]
09. Junkhead [ALICE IN CHAINS-Cover, Feat. Lance Harvill]
10. Seven Spirits [Feat. Henning Basse]

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Walls of Blood: www.amazon.de
Yioni Rage

Yioni Rage

In der Jugend passionierter Stagediver. Musik gehört zu allen Situationen im Leben, so geht von Fredrik Vahle über Macklemore bis Satyricon eigentlich Alles!

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

17 − zehn =