Wasteland von CROWNFALL – ein starkes Debüt

CROWNFALL Band

CROWNFALL kommen aus Köln und haben im Juni 2017 ihre Debüt-EP Wasteland veröffentlicht. Die Viererformation ist zwar in dieser Form eine neue Band, aber die hier versammelten Musiker sind weder im Studio noch auf der Bühne Neulinge. Ihre musikalischen Wurzeln haben sie nicht ausschließlich im Metal, was der Dynamik der Songs gut getan hat.

Die Grundstruktur der Songs basiert auf einem groovigen Neo-Thrash-Metal mit melodischen und teilweise atmosphärischen Einflüssen. Energisch, abwechslungsreich und mit einem guten Gespür für Melodien sind auf der EP fünf Songs versammelt, deren Refrains ins Ohr gehen und die mit einigen coolen Riffs aufwarten.

CROWNFALL wasteland coverGroove von Anfang an

Schon der Opener Hallowed Be My Name groovt ordentlich los und geht direkt ins Ohr. Die angenehme und dynamische Stimme von Thomas Spindeldreher trägt ebenso dazu bei, wie die abwechslungsreiche Gitarrenarbeit und die treibende Rhythmusfraktion.

A Game Called War klingt härter und energischer. Hier gefallen mir die Wechsel im Tempo richtig gut. Im Refrain wird das Tempo zurückgenommen, wirkt fast verhalten, um dann wieder anzuziehen.  Das gemeinsame und abwechselnde Spiel der Gitarren, sowie das sich daraus entwickelnde Solo, zeigt die melodischen Qualitäten auf.

Im nächsten Song Braindead Nation werden diese Elemente noch ausgebaut, wobei die fast weinende Gitarre weitere Akzente setzt.

A Game Called War und Braindead Nation zeigen die Härte, die im Wechsel mit den vollmundig groovenden Refrains einen wunderbaren Gegenpol bildet, der die Spannung der Songs ausmacht. Die Refrains bleiben noch lange im Ohr.

Not For The Weak bietet eine pulsierende Grundstimmung mit langsamerem Tempo und stampfenden Passagen, auf die sich die restliche Instrumentalfraktion aufbaut und entfaltet. Das von den Bassläufen gut unterstützte Drumming sowie die Riffs und Licks verdichten sich zu einem fetten Sound. Da wippt man automatisch mit.

Der titelgebende Song Wasteland fasst alles noch einmal zusammen und kommt mitnehmend, packend, groovend und thrashig daher.

Doch hört und schaut selbst: hier das Video zum Opener Hallowed Be My Name

 

Eine souveräne EP, die Lust auf mehr macht

Wasteland bietet fünf kraftvolle Songs, die durchgängig grooven und Spaß machen und deren Melodien und Refrains sich festsetzen.

Thomas Spindeldreher zeigt mit den Wechseln zwischen Klargesang und Shouts, dass er die Vocals sowohl melodiös als auch aggressiv einsetzen kann. Dies trägt mit dazu bei, dass die Songs gefühlvoll und dennoch herausfordernd sind. Die Gitarren von Michael Krol und auch hier noch einmal Thomas Spindeldreher liefern sowohl in der Melodie als auch rhythmisch eine gute Arbeit ab, z.B. mit ihren zweistimmig gespielten Linien, die die Solos vorbereiten. Der Bass von Sebastian Heuckmann setzt sich immer wieder wuchtig vom Schlagzeug, mit dem Torsten Bugiel die Songs strukturiert und vorantreibt, ab. Dabei setzen CROWNFALL immer wieder unerwartete aber stimmige Akzente, so dass die Songs abwechslungsreich und dennoch rund klingen.

Da sind interessante Songs mit griffigen Refrains entstanden, in denen CROWNFALL ihr Gespür sowohl für Rhythmus als auch Melodie zeigen. Die Songs liegen von der Dynamik her in etwa auf einem Level. Für das Full-Length-Album ist da also noch Raum in alle Richtungen, den CROWNFALL sicherlich zu füllen wissen.

Wer neugierig geworden ist, kann CROWNFALL am 15. September 2018 in der Halle am Rhein in Köln erleben. Mehr zu diesem Event, das von Metal-Heads.de präsentiert wird, demnächst hier.

Wastelands – Tracks

1 Hallowed Be My Name
2 A Game Called War
3 Braindead Nation
4 Not For The Weak
5 Wasteland

CROWNFALL sind

Thomas Spindeldreher (Vocals, Gitarre)
Michael Krol (Gitarre)
Sebastian Heuckmann (Bass)
Torsten Bugiel (Drums)

Die EP könnt ihr HIER bestellen. Mehr über CROWNFALL erfahrt ihr DORT

 

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Bildquellen

  • CROWNFALL wasteland cover: Crownfall
  • CROWNFALL Band: Augusto Stahlke (AugiTropics) / Crownfall
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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