WHITE WALLS – „Grandeur“ (VÖ: 23.10.2020)

WHITE WALLS Albumcover Grandeur - Beitragsbild

WHITE WALLS – „Grandeur“ (VÖ: 23.10.2020)

Wir von metal-heads-de sind ja stets bemüht, euch die Vielfalt der Rock- und Metalszene näherzubringen. Das ist auch gut so, denn als einzelne Person hat man eigentlich keine Chance, die Vielfalt an Bands und Releases zu überblicken. Aber selbst wenn man sich praktisch täglich mit der Materie beschäftigt, gehen einem immer noch genügend Bands durch die Lappen bzw. sie dringen erst nach längerer Zeit in den eigenen Dunstkreis vor. Ein Beispiel dafür sind WHITE WALLS.

Die Progressive Metal Formation aus Rumänien gibt es schon seit 2009 und es hat bin jetzt gedauert, bis mir die Musik ans Ohr gedrungen ist. Bereits im Oktober hat man sein 11 Songs starkes Album „Grandeur“ veröffentlicht und heute habe ich die Gelegenheit, euch das Material vorzustellen.

Wir hatten euch hier bereits die erste Single vorgestellt. Ein starker und aussagekräftiger Song. Wer den bisher verpasst hat, dem zeigen wir gerne das Video jetzt noch einmal:

Die zwei Seiten der musikalischen Medaille…

Los geht das Album mit einem Track, dessen Gesang mich zunächst irgendwie an A-HA erinnert. Die Musik ist da noch recht zurückhaltend, wird dann aber im nahtlos anknüpfenden Nachfolger düsterer und legt an Tempo zu. Parallel wird die Stimme rauher. Das Video haben wir noch weiter unten in diesem Beitrag für euch eingebaut. Fette Gitarrenriffs. Das im Kontrast zu emotionalen Vocals. Eine wütende Stimme eröffnet dann die dritte Nummer auf diesem Silberling. Im Verlauf ist die mir dann irgendwie zu simpel gestrickt. Das können WHITE WALLS besser, wie sie an anderer Stelle beweisen. Auch den Bruch, mittig im Song. Da denkt man, ein neues Lied hat begonnen. Aber denkste.

„Holy worse“ geht gleich recht musikalisch kraftvoll zur Sache, die harschen Vocals gehen diesen Weg mit. Aber – und das ist ja ein Trademark von WHITE WALLS – es gibt immer wieder den Wechsel mit harmonischem Gesang und melodischem Instrumenteneinsatz. Heavy und doch auch komplex muten die Drumparts an. Wie zart klingt ein Song, der „Velvet“ heißt? Naja, wenn man die anderen Stücke auf diesem Album hört, dann hat man eine Idee davon. Wobei der Beginn ansprechend und gemäßigt imponiert. Aber auch wenn es von Seiten der Instrumente melodisch bleibt, so reißt einen spätestens der Gesang aus seinen Träumen.

Es geht dem Ende zu, mit längeren Songs

So richtig viel Neues kann ich leider nicht berichten. Auch bei „Month’s end“ geht es direkt heftig zur Sache. Schon bald aber der Switch zu Melodie, um dann wieder in die Brutalität und Heavyness zurückzufallen. Die letzten beiden Stücke sind mit 7 bzw. 9 Minuten deutlich länger geraten. Die Riffs der E-Gitarren locken einen mittlerweile nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Auch die zwei gegensätzlichen Facetten des Gesangs haben wir nun ausreichend gehört. Der letzte Track beginnt wie eine Jam-Session. Der Bass tritt hier mal intensiv zutage, wie nie zuvor. Alles in allem kommt dieser Song zurückhaltender daher, als der Rest des Materials.

Das meint der Sänger zum Album

Frontmann Eugen Brudaru äußert sich zur Entstehung des Albums: “The writing process for this album was quite different. We came up with the whole thing during several writing camps and it was a BLAST. We`ve always inspired one another so being in the same room making music together was awesome. There were A LOT of Eureka moments! I think this is our most mature record so far.”

Die Songs auf „Grandeur“ wurden übrigens von Forrester Savell (u.a. ANIMALS AS LEADERS) gemixt und gemastered. Das Albumcover geht auf die Kappe von Künstler Radu Damian.

WHITE WALLS – „Grandeur“ (VÖ: 23.10.2020)

WHITE WALLS Albumcover Grandeur

Unser Fazit zum Album von WHITE WALLS

Unser Fazit bei metal-heads.de zum Album „Grandeur“ des Quartetts vom Rande des schwarzen Meeres: das kann man jetzt sehen, wie man möchte. Ist es eine große Homogenität, die die Songs in der Gestaltung teils recht ähnlich wirken lässt? Oder eher geringe Abwechslung? Ich fürchte, ich würde mich eher für die zweite Sichtweise entscheiden. Wenn man z.B. die Singles hört, gerade „Starfish crown“, dann weiß die Mischung der Elemente (Instrumente wie auch der Gesang) durchaus zu gefallen. Aber über die Distanz der ganzen Langrille von fast einer Stunde Musik fehlt da doch ein bisschen der Kick, die Variationen, die es für den Hörer interessant machen. Sorry. Ist ja nicht schlecht gemacht, aber es könnte halt anregender, peppiger sein von der musikalischen Kreativität her.

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Bildquellen

  • WHITE WALLS Albumcover Grandeur: Cerulean Midnight
  • WHITE WALLS Albumcover Grandeur – Beitragsbild: Cerulean Midnight

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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