Interview mit Adrian Weiss zum Konzert der ADRIAN WEISS BAND feat. Niels Löffler

Adrian Weiss

Am 24.02.2018 spielt Adrian Weiss mit seiner Band im Pitcher in Düsseldorf. Dazu hat er Niels Löffler (ORDEN OGAN) als Gastmusiker eingeladen. Mehr dazu könnt ihr in Kürze auf metal-heads.de lesen!

In einem kurzen Interview hat Adrian mir erzählt, wie es zu dieser Kombination gekommen ist.

Adrian, am 24.2. 2018 spielst du – inzwischen zum dritten Mal – zusammen mit Niels Löffler, vielen bekannt als Bassist von ORDEN OGAN. Niels hat ja bereits auf deinem letzten Album „Criminal Records“ bei „Everything’s Gona Be Alright“ mitgespielt. Wie ist dieser Kontakt zustande gekommen?

Zum einen kannte man sich natürlich mehr oder weniger flüchtig aus der Band- und Festivalszene, wo ich mit meinen Bands GLORYFUL und davor FORCES AT WORK mit ORDEN OGAN spielte. Aber so richtig unterhalten haben wir uns, glaube ich, erst Ende 2015 im Pitcher nach einer Show der ADRIAN WEISS BAND mit Victor Smolski. Irgendwann hat mir dann ein gemeinsamer Freund erzählt, dass Niels super Gitarre spielen kann, was ja zunächst nicht zu vermuten war, da er ja landläufig als Bassist bekannt ist. Als ich dann Gastmusiker für mein drittes Soloalbum suchte, lag es nahe, ihn zu fragen. Und so kam das dann.

Was so alles auf dem Rage Against Racism-Festival passiert

Wer von euch beiden hatte die Idee, einmal live zusammen zu spielen? 

Ich kann mich erinnern, dass wir uns auf dem Rage Against Racism Festival 2017 länger unterhielten und Niels mir von seinem Solokram erzählte und dass er gerne mal mit mir und meinen Jungs was machen würde. Konkret wurde das aber erstmal nicht. Aber als es im letzten Spätsommer an die Planung der Herbst- und Winterkonzerte ging, dachte ich, es wäre einfach eine gute Idee, bei den längeren Shows für einen Teil des Sets einen Gastmusiker zu featuren. Da ist mir sofort Niels eingefallen, da er ja generell schon geäußert hatte, darauf Bock zu haben.

Welchen Reiz hat es für dich, deine Stücke zusammen mit einem weiteren Gitarristen zu spielen? 

Der Reiz besteht vor allem aus der neuen Farbe, die man durch einen Gastmusiker in die Musik bringt. Alles bekommt eine ganz neue Dynamik, und man kann einfach ausgiebiger und abwechslungsreicher jammen, als in der Trioformation.

Adrian Weiss hat Jam -Stücke ausgewählt und sich überraschen lassen

Wusstest du sofort, welche Songs du mit Niels gemeinsam spielen wolltest? Warum gerade diese Songs?

Ja, das war recht schnell klar. Einerseits wollte ich Songs nehmen, die keine komplizierten Abläufe haben, und die gut zum Jammen sind, damit Niels auch als Solist zur Geltung kommt, und wir mit möglichst wenig Probeaufwand auf die Bühne können. Da fand ich vor allem „Three Wishes“ und „Everything’s Gonna Be Alright“ sehr passend. Mittlerweile machen wir mit ihm neben weiteren Jam-Stücken auch „Summer Drive“ und „Instant Relief“.

Hattest du eine Vorstellung davon, wie es klingen sollte oder hast du dich überraschen lassen, was Niels dazu eingefallen ist bzw. was er aus deiner Vorgabe macht?

Da habe ich mich voll überraschen lassen. Er hat teilweise lead-Klamotten von mir gelernt und zockt die dann zweistimmig mit. An einigen Stellen hat er das Arrangement sehr cool erweitert. Und natürlich wird einfach viel improvisiert, gerade bei den Solostellen.

Rhythmus und Melodie

In welcher Weise unterscheidet ihr beide euch in der Herangehensweise und der Interpretation?

Schwierige Frage….Niels ist sehr versiert und hat eine hohe und schnelle Auffassungsgabe. Und ich glaube, er spielt rhythmisch-orientierter als ich und hat sicherlich auch mehr theoretisches Wissen. Ich spiele sehr aus dem Bauch heraus, und meist melodie- und tonorientierter, weniger rhythmisch.

Da es bereits der dritte Gig zusammen sein wird, scheint es euch ja Spaß gemacht zu haben. Welche Rückmeldungen hast du von den Zuhörern bekommen?

Ja, wir hatten bisher tierisch Spaß und die beiden Shows, die wir bisher zusammen gemacht haben, sind beim Publikum super angekommen. Besonders gefreut haben mich Rückmeldungen, die besagten, dass Niels wie Arsch auf Eimer in Band und Musik reingepasst habe, und es sehr stimmig und homogen geklungen hätte, obwohl wir ja vor jeder Show nur einmal probten.

Wird es eine weitere Show mit euch beiden geben?

Bestimmt irgendwann wieder. Ich denke, wir halten das ganz locker. Und wenn sich eine passende Gelegenheit ergibt, und Niels dafür Zeit hat, machen wir bestimmt mal wieder was zusammen!

Aber jetzt kann man euch erst einmal im hoffentlich gut gefüllten Pitcher erleben. Vielen Dank für das Gepräch!

 

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Adrian Weiss: Björn Gooßes (Killustrations)
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

7 − eins =