Deserted Fear Record Release Party

Deserted Fear - Beitrag

Deserted Fear Record Release Party

Letztens erst die Record Release Party von Gloryful im Turock gefeiert, stand jetzt schon die nächste für mich auf dem Programm. Die Death Metal Kapelle Deserted Fear aus Thüringen hatte sich angemeldet. Die Vorfreude war riesig, denn das entsprechende Album habe ich hier ziemlich abgefeiert Klick. Mit im Tross waren noch Deny the Urge aus Braunschweig und Revel in Flesh aus Schwäbisch Gmünd. Der Einlass war für 19 Uhr angekündigt, Start des Konzertes für 19.30 Uhr. Mein Kollege und ich kamen gegen 19.20 Uhr an und ich dachte eigentlich, dass ich diesmal nicht die übliche Turock Schlange vor mir hätte, wenn man schon so spät anrückt…aber gut, das geht hier ja immer erfreulich zügig von statten. Durch den verzögerten Einlass startete die Show aber ziemlich genau 30 Minuten später.

Deny the Urge


Los ging es gegen 20 Uhr mit Deny the Urge. Und eins wurde direkt und unmissverständlich klar…die kannten nur eine Richtung und die ging schnurgerade nach vorne. Die Jungs haben ordentlich Alarm veranstaltet. Brachialer Death Metal ballerte aus den Boxen und zwischenzeitlich machte ich mir Sorgen um den Trommler…oder um das Schlagzeug…oder irgendwie um beide. Ich hab selten jemanden gesehen, der die Drums so verprügelt hat. Das muss ein spezielles Verhältnis zwischen ihm und seinem Instrument sein 😉 Der Sänger war jetzt nicht der Freund großer Worte, hatte nach ein paar Songs aber den Bogen zum Publikum gespannt. Der Saal war schon erfreulich gut gefüllt und die Leistung der Band wurde dementsprechend honoriert. Hier gibt es noch eine kleine Kostprobe.

Revel in Flesh


Nach einer kurzen Umbaupause folgten gegen 21 Uhr dann Revel in Flesh. Die schickten sich auch direkt mal an, den Lautstärkerekord im Turock zu brechen. Ich empfand ziemlich schnell eine Menge Mitleid mit den Zuschauern, die keinen Gehörschutz trugen. Revel in Flesh brachten das Publikum mit ihrem etwas melodiöserem Death Metal schon gut in Wallung. Der Sänger wechselte instant von hohem Kreischen zu tiefen Growls…Wahnsinn, was der für verschiedene Tonlagen hinbekommen hat. Musikalisch waren die Jungs auf einem super Niveau, hier stach vor allem der Lead-Gitarrist raus. Erste Pogo-Aktionen fanden statt, das erste Bier flog durch die Gegend und die Party konnte los gehen. Das Publikum war jetzt so richtig auf Temperatur und bereit für den Headliner. Hier ebenfalls noch eine kurze Kostprobe.

Deserted Fear


Gegen kurz nach 22 Uhr war es dann endlich so weit. Deserted Fear enterten die Bühne und wirkten sichtlich gut gelaunt. Dazu hatten sie auch allen Grund, denn ich würde die nun folgenden anderthalb Stunden mal als eine Mischung aus Ekstase, Rausch, Pogo, Stagediving und Headbangen bezeichnen. Aber fangen wir mal vorne an. Los ging es mit 2-3 älteren Songs und die Menge machte sich schon mal vorsichtig warm. Spätestens, als der erste Song vom neuen Album gespielt wurde, brach um mich herum das Inferno aus. Die Saalmitte mutierte zur Pogo-Zone, wo es metaltypisch hart zur Sache ging, aber bei Stürzen sofort gestoppt wurde. Immer wieder ließen sich Leute auf Händen durch die Menge auf die Bühne tragen um dann per Stagedive wieder im Publikum einzutauchen. Ich dachte zwischenzeitlich, ich wäre auf einem Hardcore Konzert gelandet. Dauernd stand irgendein Fan auf der Bühne, moshte mit den Musikern mit und sprang dann wieder ins Publikum. Absolut irre.

Vollgas

Der ganze Raum wirkte wie im Rausch, niemand stand so richtig still. Die Musik kam glasklar aus den Lautsprechern, Gitarrist Fabian bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht und der Bassist könnte morgen instant bei Amon Amarth anfangen…Windmill all the time, Baby. Sänger Manuel hatte immer eine lockere Ansprache parat und Drummer Simon konnte zusätzlich einige Girls in der ersten Reihe begeistern. Die hatten anscheinend einen guten Geschmack. Eine absolut überzeugende Performance, Sound fast wie vom Album, dazu super gelaunte Musiker mit toller Bühnenpräsenz.

Fazit

Was für ein Hammer Abend. Deny the Urge gefielen meinem Kollegen gut, mir passten Revel in Flesh besser ins Konzept. Und Deserted Fear konnte man dann nur noch abfeiern…wir waren danach beide total geflasht. Was für ein extrem geiles Konzert. Die Jungs haben locker bewiesen, das man für eine geile Show nicht die Bühne anzünden, sich anmalen, in Kostüme stecken oder irgendeinen Hokuspokus machen muss. Einfach auf die Bretter gehen, geile Musik spielen, dabei total offen, ehrlich, freundlich und echt rüber kommen…fertig. Mehr braucht kein Mensch, für einen Abend, der immer im Gedächtnis bleiben wird.

 

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • RevelInFlesh1: (c) Frank Moldenhauer, metal-heads.de
  • RevelInFlesh15: (c) Frank Moldenhauer, metal-heads.de
  • DesertedFear01: (c) Frank Moldenhauer, metal-heads.de
  • Deserted Fear – Beitrag: Century Media Records EU
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

7 + 8 =