Rage Against Racism – Livebericht Tag 2 Teil 2

Rage Against Racism 2016

Rage Against Racism – Der Samstag Abend bis zum Sendeschluss

Einleitende Worte ersparen wir uns jetzt einmal, denn dieser Teil der Berichterstattung zum Rage Against Racism 2016 schließt sozusagen nahtlos an Teil 1 des 2 Tages an, den ihr (falls noch nicht geschehen) HIER nachlesen könnt.

Dawn Of Destiny

Für mich begann der Festivalsamstag mit dem Auftritt der Bochumer Dawn of Destiny gegen 16:45 Uhr. Dawn Of Destiny sind stilistisch im Power Metal Bereich einzuordnen und weben Elemente aus dem Thrash, Gothic und Death Metal in ihre Songs ein. Aktuell besteht die Band aus Jeanette Scherff (Gesang), Felix Rodermund (Gitarre), Jens Faber (Bass & Backing Vocals), Dirk Raczkiewicz (Keyboards) und Philipp Bock (Schlagzeug).

DAWN OF DESTINY - Rage Against Racism

DAWN OF DESTINY – Rage Against Racism

Die Formation legte einen richtig guten Auftritt hin, der das Publikum ordentlich in Stimmung versetzte. Obwohl ich vorher keinen einzigen Song der Band kannte, blieben die Melodien sofort im Ohr hängen. Insbesondere Jeanette gab stimmlich richtig Vollgas und konnte sowohl mit Klargesang als auch diversen Grunts überzeugen. Da auch der Rest der Truppe ordentlich lospowerte (die aufgrund der hohen Temperaturen nicht ausbleibenden roten Köpfe der Musiker gaben hiervon Zeugnis ab), stand unter dem Strich ein starker Auftritt. Den Namen Dawn Of Destiny werde ich mir definitiv merken.


Black Messiah

Mit Black Messiah folgte eine weitere Band aus dem Ruhrgebiet, denn die Truppe ist in Gelsenkirchen zu Hause. Unser Redaktionskollege Stahl hatte im Vorfeld schon ein sehr schönes und ausführliches Interview mit der Band geführt, welches ihr HIER noch mal nachlesen könnt. Black Messiah sind im sogenannten Pagan-Metal zu Hause und ihr Sound ist schnell und hart aber trotzdem melodiös. Sie arbeiten mit verschiedenen Elementen aus den Bereichen des Metal, Rock, Klassik und Folk und haben daraus ihren eigenen Stil entwickelt.

BLACK MESSIAH - Rage Against Racism

BLACK MESSIAH – Rage Against Racism

Ihre teilweise in englisch und teilweise in deutsch gefassten Texte sind überwiegend im Bereich der germanischen und griechischen Mythologie angesiedelt. War die Stimmung bei Dawn Of Destiny schon als gut zu bezeichnen, so konnten Black Messiah diese in den Bereich „überragend“ steigern. Die Songs der Band sind derart eingängig und powervoll, dass man am Mitsingen und Abfeiern gar nicht vorbei kommt. Es bildeten sich erste Moshpits und – man kann es gar nicht anders sagen – die Band räumte einfach auf ganzer Linie ab. Ein sensationeller Auftritt, der mir und sicher vielen Besuchern des Rage Against Racism noch länger im Gedächtnis bleiben wird und Black Messiah sicher einige neue Fans bescheren dürfte.


Dust Bolt

Die aus Landsberg am Lech stammende Thrash Metal Band Dust Bolt war als nächstes an der Reihe und traf auf ein mächtig aufgewärmtes Publikum. Das vor dem Rage Against Racism geführte Interview unseres Chefredakteurs Doc Rock mit Sänger und Gitarrist Lenny findet ihr HIER. Die Hitze und der energieraubende Auftritt von Black Messiah hatten zu deutlich ansteigendem Bedarf an gekühlten Getränken beim Publikum geführt.

DUST BOLT - Rage Against Racism

DUST BOLT – Rage Against Racism

Der hieraus entstehende riesige Andrang an unserem Bierwagen, führte leider dazu, dass ich dem Auftritt von Dust Bolt nicht angemessen folgen konnte. Was ich so nebenbei erhaschen durfte, konnte mich jedoch von ihren musikalischen Fähigkeiten überzeugen und ein Stimmungsabfall war auch keineswegs zu verzeichnen. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht schreiben, da es der Band wahrscheinlich nicht gerecht würde. Schade, aber ein Bierwagen beim Rage Against Racism fordert halt seine Opfer!


Carach Angren

Die niederländische Symphonic Black Metal Formation von Carach Angren war als nächstes an der Reihe. Da der Andrang am Bierstand wieder ein klein wenig nachgelassen hatte, konnte ich mich dem Auftritt der Band wieder etwas intensiver widmen. Nun ist es leider so, dass der Musikstil von Carach Angren so gar nicht meinen persönlichen Geschmack trifft. Ich kann daher hier nur konstatieren, dass der Auftritt beim

CARACH ANGREN - Rage Against Racism-20

CARACH ANGREN – Rage Against Racism-20

Publikum durchaus gut ankam. Den Fans dieses Musikstils hat es also wohl gefallen und auch das übrige Publikum bedachte die Band mit wohlwollenden Applaus und machte dem Motto des Rage Against Racism Festivals, der ja im Grunde „Toleranz“ heißt, alle Ehre. Gerade dieser Mix an verschiedenen Spielarten des Metal ist etwas, was das Rage Festival auszeichnet und neben der Tatsache, dass ja alles bei freiem Eintritt geboten wird, von anderen Festivals unterscheidet.


FREEDOM CALL

Für den Abschluss und sicher auch einen der Höhepunkte des Festivals sorgten in diesem Jahr die Happy-Metaller von Freedom Call aus dem Frankenland. Mit Chris Bay, dem Sänger,

FREEDOM CALL - Rage Against Racism-22

FREEDOM CALL – Rage Against Racism-22

Gitarristen und Frontmann der Band hatte ich das Vergnügen, vorab ein Interview zu führen, das HIER zum Nachlesen bereit steht. Wegen einiger leichter Abstimmungsprobleme mit dem Monitorsound der Band startete Freedom Call mit leichter Verzögerung in den Abend.

Nach kurzem instrumentalem Intro hatte Freedom Call die Audience vom ersten Song „Union of the Strong“ an voll im Griff.  Mehr als eine Stunde versprühte die Band, wie es ihre Art ist, gute Laune. Humorvolle Ansagen, Animation des Publikums zum Mitsingen, Mitklatschen und Mithüpfen, melodiöse Metalsongs und einfach eine geile Live-Performance sind die Trademarks von Freedom Call.

Die Moshpits häuften sich und auch wenn sicher nicht alle Festivalbesucher Fans des Freedom Call Happy Metal waren, sorgten die Festivalatmosphäre und vielleicht auch der hohe Alkoholkonsum 😉 dafür, dass die Stimmung noch mal um einiges anstieg. Dem Wunsch nach Zugaben kam die Band selbstverständlich nach und sorgte somit für einen würdigen Abschluss des Rage Against Racism 2016.


Fazit

Da ich das Festival nicht vollständig miterleben durfte, möchte ich mich mit dem Fazit hier etwas zurück halten. Soweit ich es mitbekommen habe, war das Rage Against Racism auch 2016 wieder eine rundum gelungene Veranstaltung, für die neben dem tollen Wetter (sämtlichen Unwetterwarnungen zum Trotz) und den starken Bands auch die hervorragende Organisation verantwortlich zeigte. Ein dickes Lob an die Organisatoren! Wenn man jetzt noch den guten Zweck und den „Umsonst“ Faktor mit einbezieht, kann es für 2017 nur heißen: Auf zum Rage Against Racism!!!

metal-heads.de wird auf jeden Fall wieder für euch vor Ort sein!

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Bildquellen

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Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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5 Antworten

  1. luisa sagt:

    wo kann mann noch weiter Fotos anschauen ?

  2. Vintersorg sagt:

    Wurde nicht auch ein Filmchen gedreht? Hab ich was übersehen?!

    • Hi Vintersorg,

      nein, hast du nicht 🙂
      Und jawoll, es wurde gedreht. Das „Filmchen“ ist aufgrund der zu sichtenden 41 Std Rohmaterial etwas umfangreicher 🙂
      Sollte aber in wenigen Tagen fertig sein – ich würde sagen, ich bin bei 75%.

      LG
      Toby

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