Erection und Huckleberry’s Wildest Dream Live

Wenn man in Hamburg ist, dann sollte man das Lehmitz auf der Reeperbahn besuchen. Vor allem, wenn Erection und Huckleberry’s Wildest Dream an dem Abend auftreten. Aber fangen wir mal vorne an. Ein Hamburg Trip stand auf dem Programm, daher wurde vorab mal gesichtet, wer sich im Lehmitz die Ehre gibt. Die Bude ist einfach nur kultig…die entsprechende Band steht auf der Theke und macht Musik. Der Eintritt ist frei, das Bier erschwinglich und hinterher wirft man nen Schein in den Hut, weil es sowieso immer gut war. Liebe Hamburger, ich hoffe ihr schätzt es Wert, dass ihr solche Läden habt. Erection und Huckleberry’s Wildest Dream standen auf dem Menüplan. Sagte mir natürlich beides nix. Kurz bei Youtube angecheckt, ich war davon nicht völlig verstört und handgemachte Musik macht live ja sowieso fast immer Spaß.

Huckleberry’s Wildest Dream

Los ging es wohl gegen 22Uhr mit HWD. Wir haben leider den Anfang verpasst, irgendwie hatte ich mir als Startzeit 22.45Uhr gemerkt. War aber auch nicht schlimm, die Band war schon warm gespielt und wir haben noch einen Großteil der Songs abbekommen. Der Youtube Check vorab ergab einen Mix aus Metal und Rock’n Roll und nen Schlagzeuger im Sabaton T-Shirt (was mich fast davon abgehalten hat, mir den Auftritt zu geben 😉 ) Damit ihr nicht selbst suchen müsst…

Live war das richtig gut, was die Jungs auf die Theke gebracht haben. Irgendwie ein wenig wie Volbeat, nur in feinster Underground Manier…ja und in gut eben. Der Bassist hat den Gute-Laune-Mann gemacht, während der zweite Gitarrist hinter ihm die ganze Zeit seinen Stiefel runtergespielt hat. Mit Sonnenbrille auf dem Gesicht und ohne eine Miene zu verziehen. So muss das. Der Leadgitarrist hat das Ganze mit ein paar richtig feinen Riffs garniert. Sänger Frank konnte mich überzeugen, war mir aber etwas zu leise abgemischt. Den Drummer habe ich leider verpeilt abzuchecken, ob der diesmal ein vernünftiges Shirt anhatte. Werde ich nachholen, wenn die Jungs mal im Pott sind….denn die schaue ich mir bestimmt wieder an.

Erection

Der zweite Act des Abends sollte die Punkband Erection aus Regensburg sein, mit Frontfrau Julia am Mikrofon. Auch die hatte ich mir vorher auf Youtube angesehen. Nen bissken Punk geht ja irgendwie immer, außerdem waren die Videos extrem gut gemacht, für so ne Low Budget Nummer. Und wenn die ihre Richtung selbst PPP-Punk (Pussy-Penis-Power-Punk) nennen, dann kann das nur gut werden.

Und was soll ich euch sagen? War ich von HWD schon positiv überrascht, so haben Erection da nochmal eins drauf gesetzt. Richtig geil, was da Live abging. Es gibt ja so Leute, die sind einfach für die Bühne gemacht. Frontfrau Julia gehört definitiv dazu. Nicht nur von der Stimme her super, auch die Performance war ein 1a Sahneschnittchen. Ebenfalls sind die fröhlichen Musikanten an den Geräten zu loben…es hat alles bestens gepasst, ihr hattet Spaß, ihr hattet Bock und das hat man auch gemerkt. Letztes Jahr habt ihr im Pitcher in Düsseldorf gespielt, da kannte ich euch leider noch nicht. Beim nächsten mal bin ich da, wenn ihr in der Nähe seid.

Ein Dank gebührt dem Lehmitz

Einen herzlicher Dank geht raus ans Lehmitz, weil ihr so ein geiler Laden seid. Und dafür, dass ihr solche guten Bands findet und bucht. Für die man dann nicht mal Eintritt zahlen muss (aber sehr gerne was spenden darf). Oder dafür, dass ihr so eine besondere Location habt, mit der „bespielbaren“ Theke. Dazu noch das überaus freundliche Personal hinter selbiger.

Könnt ihr bitte eine Zweigstelle im Ruhrpott eröffnen? Nähe Duisburg wäre super, echt. Ich wäre euch für alle Zeiten dankbar. Ansonsten muss ich wohl leider immer mal wieder nach Hamburg fahren. Zum Beispiel, wenn Lory & The Toyboys bei euch spielen, oder einfach eine der anderen geilen Bands.

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Bildquellen

  • Huckleberry’s Wildest Dream: Moldi@Metal-Heads.de
  • Huckleberry’s Wildest Dream: Moldi@Metal-Heads.de
  • Erection: Moldi@Metal-Heads.de
  • Erection: Moldi@Metal-Heads.de
  • Erection: Bildrechte beim Autor

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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