Lord Of The Lost – mitreißend in der Essigfabrik

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Dieser sommerliche Oktober will irgendwie so gar nicht zum düsteren Konzertprogramm heute Abend passen. Aber egal, am 12. Oktober 2018 gastierten Lord Of The Lost im Rahmen ihrer Thornstar-Tour in der Kölner Essigfabrik. Als Support hatten sie Scarlet Dorn dabei. Analog zum Wetter, konnten auch die Merchpreise erfreuen. Shirts gab es bereits ab 15 Euro und die Auswahl war auch reichhaltig. Als Chris Harms, Frontmann von Lord Of The Lost, den Arm dick in rot eingegipst die Bühne betrat, gab es schon Schlimmes zu befürchten. Aber die Sorge konnte er schnell entkräften. Ein kleiner Masturbationsunfall ;-), der ihn nicht vom Auftritt abhalten sollte. Jetzt wollte er nur den Opener Scarlet Dorn ankündigen.

Scarlet Dorn – machen Lust auf mehr

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Mir hatte bereits das Debüt „Lack Of Light“ (Review hier) sehr gut gefallen und auch live wussten Scarlet Dorn zu überzeugen. Sound und Licht waren okay. Allein der Platz war knapp bemessen und die ganze Band war nebeneinander aufgereiht. Das war aber nicht schlimm, denn so bekam man wenigstens auch mal den Schlagzeuger zu Gesicht und das war gut so. Denn Henrik war richtig drin in den Songs und ging schön mit. Das gefällt mir immer sehr gut. Ich mag es nicht so gerne, wenn der Schlagzeuger nur stoisch sein Programm abspult. Auch der Rest der Band war richtig bei der Sache. Aber im Mittelpunkt stand Namensgeberin und Frontfrau Scarlet Dorn mit ihrer tollen und kraftvollen Stimme, die mir live noch besser als auf Platte gefällt. In natura hat sie einfach noch mehr Farbe und Wärme. Einzig an der Kommunikation mit dem Publikum kann sie noch etwas arbeiten. Aber als Vorgruppe ist man natürlich auch zeitlich eingeschränkt. Ein toller Auftritt, der mit viel Applaus bedacht wurde und mit meinem persönlichen Highlight „Cinderella“ würdig beschlossen wurde. Gerne mehr davon!

 

Lord Of The Lost – definitiv mehr als 20%

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Nach einer kurzen Umbaupause legten Lord Of The Lost fulminant los. War es bei Scarlet Dorn zuvor noch vergleichsweise ruhig, geht es jetzt richtig zur Sache. Action und Posing stimmen, Sänger Chris lässt sich von seinem Handicap nicht beirren und zur Not muss Crewmitglied Bengt eben  helfend zur Seite stehen. Auch das Publikum ist von Anfang an komplett da und bester Stimmung. Bei „Full Metal Whore“ brandet lauter Jubel auf. Und Lord Of The Lost geben definitiv mehr als 20% wie Chris Harms augenzwinkernd bei einer Ansage zu verstehen gibt. Einziger Wermutstropfen für mich ist nur, dass die Backdrop lichtmäßig nicht richtig zur Geltung kommt.

Lord Of The Lost – druckvoll und voller Power

Das das Publikum textsicher ist, konnte man bei „Prison“ hören und bewundern. Überhaupt funktioniert diesmal das Wechselspiel zwischen Band und Publikum bestens. Lord Of The Lost gaben Gas und waren voller Power. Die Energie die von der Bühne kam wurde aufgenommen und ebenso wieder zurückgegeben. Besonders druckvoll wurde es, wenn Gared die Tasten links liegen ließ und zu den Stöcken griff. Auf eine Zugabe wurde verzichtet. Denn statt scheinheilig auf die die Zugabe-Rufe zu warten, gaben Lord Of The Lost lieber Vollgas und lieferten knapp zwei Stunden lang amtlich ab. Wem das noch reichte, der durfte sich am Merchstand auf Autogramme und Fotos freuen. Für mich waren Lord Of The Lost eine der bisher besten Livebands des Jahres und beim nächsten Mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

 

Lord Of The Lost – die Setlist

  1. On This Rock I Will Built My Church
  2. Loreley
  3. Morgana
  4. Full Metal Whore
  5. Sey On Legs
  6. Naxxar
  7. Black Halo
  8. Drag Me To Hell
  9. Prison
  10. Under The Sun
  11. Haythor
  12. Ruins
  13. Dry The Rain
  14. Six Feet Underground
  15. Cut Me Out
  16. Go To Hell
  17. Bad Romance
  18. Blood For Blood
  19. Doomsday Disco
  20. Die Tomorrow
  21. La Bomba
  22. Forevermore
  23. Lighthouse

Scarlet Dorn – die Setlist

  1. Hold On To Me
  2. Heavy Beauty
  3. I’m Armageddon
  4. Dream On
  5. Hell Hath No Fury Like A Woman Scorned
  6. Snow Black
  7. I Don’t Know, I Don’t Care
  8. Rain
  9. Cinderella

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soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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