One OK Rock und We Came As Romans in der ausverkauften LMH

One OK Rock

Nachdem ich Freitags schon bei WBTBWB in eine School’s Out Abriss Party geraten bin, dachte ich mir, dass der Samstag bei We Came As Romans etwas „älter“ zugeht. Als meine Begleitung und ich aber pünktlich um 18 Uhr an der Live Music Hall in Köln ankommen, werde ich eines besseren belehrt. Das Durchschnittsalter ist diesmal 15-16 und ich bin verwirrt. Kurz mal Dr. Google gefragt und dann ein Flutlicht an Erkenntnis: One OK Rock ist ein richtig dickes Ding aus Japan und macht eine Mischung aus J-Rock und Post-Hardcore und ist eine Teenie-Band – aha, jetzt bin ich neugierig. J-Rock ist normalerweise nicht so mein Ding, daher ist One OK Rock bis jetzt auch unbekannt für mich, aber hey, ich bin immer offen für Neues! Fotos wie immer unter dem Bericht.

Katastrophale Organisation

Ich muss aber erst mal los werden, was an dem Abend noch so passierte und warum mir We Came As Romans echt leid tun. Ich drehe die Uhr ein paar Stunden zurück zu meinem Interview-Termin mit We Came As Romans (Interview kann hier eingesehen werden) und im Nachhinein kann ich nur sagen, dass an dem Tag alles gemacht wurde, damit WCAR einen Shit-Tag hat. Bereits Morgens bekam ich die Info, dass sich alle Interview-Termine nach hinten verschieben werden – erst mal kein Problem. Da ich den WCAR-Tourmanager am Telefon nicht erreichen konnte, bin ich nach einer kurzen Info per WhatsApp einer Kollegin, dass ihr Interview jetzt startet, dann mal schnell nach Köln rüber gefahren. Kurz bevor ich ankam, rief mich Bryan der Tourmanager dann an und erklärte mir, dass es Probleme gibt und er schon den ganzen Morgen versucht, diese zu beheben. Es wurde WCAR nämlich nicht gestattet, ihre Interviews Backstage in der Live Music Hall durch zu führen. Das hatte nichts mit der LMH, mehr mit dem Management von One OK Rock zu tun. Nachdem ich Bryan versichern konnte, dass ich eher von der entspannten Sorte bin, bat er mich, das Interview im Tourbus durchzuführen – ist zwar eng, aber Hauptsache Interview, welches wir dann ganz gut, ordentlich gekürzt über die Bühne brachten. Kyle und Dave machten es mir auch durch ihre angenehme Art recht einfach.

Beim Verlassen des Tourbusses fiel mir dann ein Schild auf, dass der Einlass um 30 Minuten nach hinten verschoben wird. Ich dachte mir schon, dass das spannend wird, denn Abends ist in der LMH noch Rockgarden, eine Party. Ich dachte natürlich nicht daran, dass man trotz des verspäteten Einlasses trotzdem im Zeitplan blieb. Abends bemerkte ich dann, dass die Schlange am Eingang bis weit die Straße runter und um die Häuserecke ging. Etliche Kids inkl meiner nicht mehr so kiddigen Begleitung standen 20-30 Minuten an der Garderobe, um Rucksäcke, Jacken, etc abzugeben, nur um dann die Info zu bekommen, dass nichts mehr angenommen wird. Leider hat zu diesem Zeitpunkt bereits WCAR angefangen zu spielen und so spielten sich einige dramatische Tränenausbrüche am Eingang der Halle ab, da viele Jugendliche gekommen waren um die Jungs aus Detroit zu sehen. Meine Begleitung hatte dann noch die Möglichkeit, die letzten 10 Minuten der Metalcore-Show zu sehen – war aber begeistert und verärgert zugleich, da sie die Jungs um Dave und Kyle doch gerne ganz gesehen hätte.

We Came As Romans

(Website)

Die Detroiter haben sich aber nichts anmerken lassen und haben eine perfekte Show mit klasse Sound We Came As Romansdurchgezogen. Kyle und Dave waren die ganze Zeit in Bewegung und rasten von einem Ende der Bühne zum Anderen. Die Interaktion mit dem Publikum war großartig und auch die Fans, die schon in den ersten Reihen standen, waren sehr textsicher und sangen mit. Einen kleinen Kreisch-Lautstärke-Vorgeschmack bekam ich, als Dave das Publikum fragte, wer sich denn auf One OK Rock freue – ich taste in meiner Tasche nach den Ohrstöpseln…Mist nicht auffindbar.

Beim Closer Hope sang die komplette LMH „so give me an answer“ mit und so hatten die Jungs auf jeden Fall noch einen versöhnlichen Schluss – die ausverkaufte LMH inzwischen mit ca. 1.500 Menschen gefüllt. Nach 30(!) Minuten war aber auch schon alles vorbei – für mich viel zu wenig, wenn man auch den Bekanntheitsgrad von WCAR in Deutschland berücksichtigt und da taten mir die Jungs etwas leid.

In der kurzen Umbaupause noch schnell der Blick zum Merch-Stand – Shirts von WCAR um die 25€, die One OK Rock Shirts lagen bei 30€.

Setlist

Regenerate
Fade Away
Ghosts
The World I Used To Know
Tear It Down
Who Will Pray?
Hope

Line-up

David Stephens | Gesang
Kyle Pavone | Keyboard, Gesang
Joshua Moore | Gitarre
Brian „Lou“ Cotton | Gitarre
Andrew Glass | Bass
Eric Choi | Schlagzeug

One OK Rock

(Website)

Und dann flogen mir Hammer, Amboss und Steigbügel aus der Murmel, denn der Kreisch-One OK RockLautstärke-Pegel ging gen 100 und die Kids flippten schon beim Intro komplett aus. Drummer Tomoya und Bassist Ryota kamen zuerst auf die Bühne und von da an, gab es kein Halten mehr. Stimmung brutal! Die Musik der Japaner um Sänger Taka ist eingängig, zum Teil radiotauglich aufbereitet und wird durch ein paar Screams und Growls etwas aggressiver gemacht. Der Sound war top und die Zuschauer, auch ganz hinten, wie ich später sehen konnte, waren zu 100% textsicher und sangen jede Textzeile der Band mit. Zwischendurch gab es dann noch eine Akkustik-Ballade, damit die Herzen der Fans noch höher schlagen. Alles in Allem hatten One OK Rock 15 Songs dabei und somit auch eine ordentliche Spiellänge und so konnten alle Fans zufrieden nach Hause gehen. Interessant war, dass Taka statt einer Setlist eine Liste mit englischen Sätzen auf die Monitor-Box geklebt hatte, die er dem Publikum je Lied präsentierte und die Fans jedes Wort frenetisch feierten.

Bis auf den Beginn ein rundes Konzert mit einer tollen Stimmung in einer mit 1.500 Tickets ausverkauften Live Music Hall.

Setlist

35xxxv (Intro)
Take Me to the Top
Memories
Deeper Deeper
Stuck in the Middle
Clock Strikes
Instrumental with Toru, Ryo and Tomo
Last Dance
Cry Out
Heartache
Decision
Suddenly
The Beginning
Mighty Long Fall

Encore:
Drum Solo by Tomoya
The Way Back
No Scared

Line-up

Taka | Gesang
Toru | Leadgitarre
Ryota | Bass
Tomoya | Schlagzeug

Fotos

 

 

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Toby the Ogre

Früher aktiver Death-Schreihals und Sänger, heute passiver Schreihals. Lieblingsgeräusche: Konzert-Tinnitus und Motorräder. Lieblingsbands: Gojira, Meshuggah, Nile, Rivers of Nihil, Parkway Drive. Wenn der Tinnitus nachlässt höre ich auch gerne in andere Genre rein.

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