Powerwolf nehmen die Turbinenhalle im Sturm

Powerwolf Live 14

Powerwolf sind die zur Zeit wohl angesagteste deutsche Metalband. Hierfür zeugt nicht nur die Tatsache, dass sie mit ihrem aktuellen Album „The Secrament Of Sin“ (Review zum nachlesen) bereits zum zweiten Mal Platz 1 der deutschen Albumcharts erreicht haben, sondern auch der Fakt, dass für einen Großteil der Termine der laufenden Tour „ausverkauft“ gemeldet wird. Auch die Turbinenhalle in Oberhausen ist an diesem Samstag, dem 27.10.2018 restlos ausverkauft. Ob die Wölfe den Vorschusslorbeeren gerecht werden, erfahrt ihr im folgenden Bericht.

Kissin Dynamite liveKissin‘ Dynamite heizen die Stimmung an

Die Rolle des ersten Anheizers übernehmen an diesem Abend die Jungs von Kissin‘ Dynamite aus dem schönen Baden-Würtemberg. Die Jungs um Sänger Hannes Braun erfüllen ihre Aufgabe exzellent. Die Halle ist schon gut gefüllt und den Musikern gelingt es mit großer Spielfreude und eingängigen Songs das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. In gut 45 Minuten schaffen es die Süddeutschen reichlich Werbung für sich zu machen. Einige der anwesenden Zuschauer werden bestimmt auch bei der angekündigten Headliner-Tour von Kissin‘ Dynamite ab März 2019 zu sehen sein (HIER die Tourtermine). Leider waren die Lichtverhältnisse nicht die allerbesten, so dass die Fotos mit meiner Amateurkamera doch einiges zu wünschen übrig lassen. Auf den üblichen Slider habe ich daher diesmal verzichtet.

Amaranthe sehen rot

Amaranthe 2Die skandinawische Formation Amaranthe hat ihr neues Album „Helix“ mit im Gepäck (HIER unsere Review). Der Schwerpunkt des Sets besteht an diesem Abend mit gleich 5 Titeln dann auch aus Songmaterial vom neuen Werk. Musikalisch geht es live um einiges heftiger zur Sache als auf den leicht poppigen Alben der Band. Sängerin Elyze Ryd und die Sänger Nils Molin und Henrik Englund machen ihre Sache ausgesprochen gut und doch kann der Funke an diesem Abend nicht so richtig zünden. Bis auf die Ballade „Amaranthine“ sind die Songs einfach nicht eingängig genug, um das singfreudige Powerwolf-Publkum zu begeistern. Amaranthe zeigen vollen Körpereinsatz, können aber dennoch nicht viel mehr als Höflichkeitsapplaus ernten. Da der Mann am Licht offensichtlich ein großes Faible für die Farbe „Rot“ hat, fallen auch hier die Bilder eher bescheiden aus. Daher gibt es auch von Amaranthe leider keinen Slider

Powerwolf feiern eine Metalmesse erster Güte

Powerwolf 20Die Wölfe sind heute standesgemäß mit ihrem neuen Tourbus (siehe Foto) angereist. Nach dem Intro wird gleich mit dem ersten Song „Fire and Forgive“ gezeigt, was heute zu erwarten ist. Neben reichlich Pyrotechnik, einem imposanten Bühnenbild, der üblichen Kostümierung und einem fantastischen Sound ist das eine Band, die vor Spielfreude kaum zu halten ist. Powerwolf brennen heute in jeglicher Hinsicht ein Feuerwerk ab. Nachdem anfängliche Probleme mit dem Mikro behoben sind, gibt es für Sänger Attila Dorn und seine Mannen kein Halten mehr. Hit auf Hit wird auf das enthusiastische Publikum abgefeuert. Die Turbinenhalle kocht! Es wird eine Metalmesse erster Powerwolf Live 15Güte gefeiert!

OB singt und feiert

Bei meinen zahlreichen Besuchen in der Turbinenhalle habe ich es noch nicht erlebt, dass die Halle dermaßen voll ist. Ein Durchkommen ist nahezu ausgeschlossen. Die Stimmung ist bis in die letzten Reihen hervorragend. Die Fans zeigen sich ausgesprochen textsicher und neben den Bandklassikern kommen auch die Titel des neuen Album ausgesprochen gut an. „Demons Are a Girl’s Best Friend“ wird quasi geschlossen mitgesungen. Glücklicherweise verzichten Powerwolf heute auch darauf, die Gesangsduelle zwischen Frauen/Männern und den verschiedenen Seiten unnötig in die Länge zu ziehen. Dafür werden inklusive Zugaben satte 18 Songs in knapp 2 Stunden Spielzeit präsentiert. Ein Hammer Auftritt, der zeigt, dass Powerwolf nicht zu Unrecht an der Spitze des deutschen Schwermetalls stehen. Da auch der Lichtmeister endlich ein Einsehen mit den armen Fotografen hat, gibt es auch vernünftige Fotos vom Auftritt der Wölfe.


Setlist Powerwolf

Lupus Daemonis (intro)
Fire and Forgive
Army of the Night
Incense & Iron
Amen & Attack
Let There Be Night
Demons Are a Girl’s Best Friend
Killers With the Cross
Armata Strigoi
Blessed & Possessed
Where the Wild Wolves Have Gone
Resurrection by Erection
Stossgebet
All We Need Is Blood
We Drink Your Blood
Lupus Dei

Zugaben:
Agnus Dei (Intro)
Sanctified With Dynamite
Coleus Sanctus
Werewolves of Armenia
Wolves Against The World (Outro)

 

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Bildquellen

  • Kissin Dynamite live: (c) metal-heads.de - Uwe
  • Amaranthe live: (c) metal-heads.de - Uwe
  • Powerwolf Live 1: (c) metal-heads.de - Uwe
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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