Prong – Absolut Live und Laut in Köln

Prong

Prong – Absolut Live und Laut in Köln

Freitag, der 8. April 2016. Was für ein Tag! Zwei meiner Lieblingsbands (Deftones und Filter) brachten an dem Tag nach 3 Jahren ein neues Album raus und Prong spielten ein Konzert im Luxor, Köln. Dies hieß also am Vormittag in die Stadt, die 2 Platten kaufen und am Nachmittag im Auftrag von metal-heads.de nach Kölle.

 Obwohl ich seit 12 Jahren regelmäßig Konzerte besuche, war dies erst mein vierter Besuch in dem kleinen Laden auf der Luxemburger Straße. Alles, was Rang und Namen im Metal/Rock Bereich hat, hatte hier schon gespielt. Nachdem ich gefühlte Stunden damit verbrachte, einen Parkplatz in der Domstadt zu finden, ging ich Richtung Clubeingang und von dort direkt in die erste Reihe vor die Bühne. Somit hatte ich mir eine gute Ausgangsposition für die Konzertfotos gesichert.

Man.Machine.Industry legten als erstes los

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Man.Machine.Industry

Man.Machine.Industry aus Schweden legten als 1. Vorband gegen 19 Uhr los. Die Band aus Stockholm spielte einen soliden Mix aus Metal und Industrial. Der Sound erinnert an die Kollegen Mustasch und deren neues Album Testosterone, welches viele elektronische Elemente und Samples aufweist. Trotz diverser Veröffentlichungen kannte ich die Band bis dato nicht. Zuerst sprach mich die Musik nicht an, was sich aber gegen Mitte des Sets änderte. Sehr tiefe Gitarren, durchgedrehte Samples und mächtig Dampf hallte aus den Boxen. Die Band bestehend um Mastermind J. Bergman holte alles aus sich raus was ging, um das Publikum zu überzeugen. Dies ist natürlich immer schwer, als Erster von drei Acts vor paar Leuten zu spielen, die nur drauf warten, dass die Zeit umgeht. Doch nicht so bei Man.Machine.Industry! Die Zuschauer schenkten der Band ihre volle Aufmerksamkeit. Ein Fan erlebte wohl DIE Überraschung des Abends. Der Gitarrist der Band sprang auf den Wellenbrecher und übergab seine Axt an den jungen Mann. Sichtlich überrascht spielte dieser problemlos die passenden Riffs zum Outro. Nach 20 Minuten war das Set schon gespielt und die Band verließ unter tobenen Applaus die Bühne.

Steak Number Eight als Überraschung des Abends

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Steak Number Eight

Nach einer 6 Minuten Umbaupause (Ja, 6 Minuten) ging es mit den Belgiern Steak Number Eight weiter. Für mich einer der besten Supports seit Langem. Nicht ohne Grund waren die letzten 5 von 6 Clubshows in Belgien ausverkauft. Hier traf Post-Hardcore auf Metal und Sludge. Fans von At The Drive In, Pelican und Will Haven MÜSSEN diese Band auschecken. Ohne ein Lied im Vorfeld gehört zu haben, überzeugte mich die Band von Anfang an. Eine wahnsinnige Energie und Präsenz hatten die Jungs. Schlagzeuger Joris Casier verprügelte die Drums so sehr, dass ich dachte, jeden Moment geht die Snare kaputt. Oder alle Seiten von Bassist Jesse Surmont reißen. Cis Deman legte mit Frontmann und Gitarrist Brent Vanneste eine 1-A-Gitarren-Show hin. Ein sehr aggressiver und melodiöser Sound kam aus der PA-Anlage der einige Zuschauer zum pogen brachte. Selbst als kurz vor Schluss die Gitarre von Brent streikte, tat dass der Stimmung keinen Abbruch. Er nahm seine Gitarre, schmetterte diese in die Ecke, und spielte unbeeindruckt mit einer anderen Gitarre weiter. Wow, so viel Coolness muss man mit Anfang 20 haben. Spätestens nach dem Set war man perfekt für Prong eingestimmt.

Prong brachten das Luxor zum Schwitzen

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Prong

Gegen 20:32 Uhr war es schließlich so weit. Tommy Victor, der einst im legendären CBGB´s arbeitete, betrat die Bühne und eröffnete das Konzert mit Jason Christopher am Bass und Art Cruz am Schlagzeug. Der erste Track vom aktuellen Album No Absolutes„Ultimate Authority“ hagelte mächtig über das sehr gut besuchte Luxor hinweg. Das Besondere an Shows in Köln sind immer die Fans! Die meisten Konzerte sind sehr gut gefüllt oder ausverkauft, und die Stimmung ist Top! Die Zuschauer pogten, klatschten, sangen und pfiffen voller Euphorie. Der Sound war optimal und jeder hatte seinen Spaß. Müde wirkte man nach den 2 1/2 Wochen auf Tour nicht, eher motiviert. Nicht umsonst sagte Metallica Gitarrist Kirk Hammet über Prong: Sie sind die Zukunft des Metals. Hits, die dem Publikum richtig Feuer machten, waren selbstverständlich mit „Rude Awakening“, „Whose Fist Is This Anyway?“ und dem Prong Hit überhaupt „Snap Your Fingers, Snap Your Neck“ vertreten. Nach 3 Zugaben und knapp 1 1/2 Stunden Spielzeit verabschiedete sich die Band und bedanke sich sehr höflich bei Ihren Fans.

Prong spielten einen sehr guten Mix aus ihren Alben, obwohl nicht jedes an dem Abend vertreten war. Für mich als New School Kid, fehlten leider viele Hits von den Alben Power Of The Damager, Carved Into Stone und Ruining Lives. Dies ist jedoch eher ein Luxusproblem, da die Band eine 30 jährige Karriere und 12 Studioalben vorweisen kann. Es finden sich auf allen 12 Alben mindestens 3-4 Hits, die in das Set passen. Aber es müssen ja alle Fans befriedigt werden. Wer Steak Number Eight und Man.Machine.Industry als einfache Vorbands abstempelte, lag in Köln falsch. Alle 3 Bands heizten den Besuchern im Luxor ordentlich ein. Wer immer die Tour zusammengestellt hat, er hatte ein sehr feines Näschen, denn so ein Bandpackage bekommt man nicht alle Tage für kleines Geld. Nach dem Konzert liefen die Bands sowie u.a. Tommy von Prong durch den Club und erfüllten den Fans sämtliche Autogramm– und Fotowünsche. Wow, was für bodenständige Musiker. Für alle 3 Bands gilt, auf IMMER wiedersehen!

Prong – Setlist 08.04.2016, Köln Luxor

1. Ultimate Authority
2. Unconditional
3. Eternal Heat
4. Lost And Found
5. Beg To Differ
6. Rude Awakening
7. Turnover
8. Sende Of Ease
9. Cut And Dry
10. Broken Piece
11. Another Worldly Device
12. Whose Fist Is This Anyway?
13. Snap Your Fingers, Snap Your Neck
14. For Dear Life
15. Revenge (Best Served Cold)
16. Power Of The Damager

Bildergalerie von Prong, Steak Number Eight und Man.Machine.Industry

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Bildquellen

  • Prong + Steak Number Eight + Man.Machine.Industry @ Koeln, Luxour: © 2016 Kjo - metal-heads.de
Kjo

Kjo

Die Basis für den Lärm den ich heute höre, legten in meiner Kindheit Elvis und The Rolling Stones. Beide Künstler sind „always on my mind“.

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