Rock Hard Festival – Tag 2

Overkill 19.05.18 Rock Hard Festival 2018

Rock Hard Festival Tag 2

Willkommen zurück auf dem Rock Hard Festival 2018. Auch heute bestes Wetter für die metalhungrige Meute. Früh geht’s los heute. Ich bin um 12.00 Uhr bereits im Amphitheater, welches noch fast komplett leer ist. Scheint gestern ein harter Abend gewesen zu sein.

Traitor

Traitor 19.05.18 Rock Hard Festival 2018Als pünktlich um 12.30 die Teutonen-Thrasher Traitor die Bühne betreten, haben sich doch schon eine Vielzahl der Zuschauer eingefunden. Nach einem sehr humorigen Intro geht die Show dann los. Perfekter Sound für den verkaterten Morgen danach. Die Jungs geben ordentlich Gas. Ich befinde mich innerlich wieder in der achtziger Jahren. So muss Trashmetal sein. Manager Burkhard Schmitt lässt bei einem Song als Gastsänger die Matte kreisen. Traitor stellen uns ihr neues Album „Knee deep in the Dead“ vor. Schade, dass mein Lieblingssong „Reactor IV“ von Venomizer nicht gespielt wurde. Klasse Opener am zweiten Tag des Festivals. Traitor haben die Klasse, die Thrashmetalleiter noch einiges höher zu erklimmen. The teutonic storm is coming.

Nocturnal RitesNocturnal Rites 19.05.18 Rock Hard Festival 2018

Nocturnal Rites mit ihrem schwedischen Powermetal waren mir bis heute auch unbekannt. Trotzdem wissen sie mich zu begeistern. Nach wenigen Augenblicken sehe ich, dass Per Nilsson von Scar Symmetry an der Gitarre ist und mein Interesse ist geweckt. Der als absoluter Saitenhexer bekannte Per Nilsson lässt nichts anbrennen und haut ein paar Soli in die Menge, dass einem Angst und Bange wird. Erstklassig. Ich denke, ich werde mir mal den Studiokatalog der Band anhören.

The New Roses

The New Roses 19.05.18 Rock Hard Festival 2018The New Roses aus Wiesbaden bringen uns schnörkellosen Hard Rock zu Gehör. Sänger Timmy Rough spielt lässig mit Pornobrille. Sieht cool aus. Gitarrist Norman Bites rockt mit seiner Flying V richtig ab. Hier wird Stageacting noch groß geschrieben. Die Songs sind ein guter Mix aus dem Genre AC/DC, Aerosmith, Black Stone Cherry etc. und lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Rockerherz, was willst du mehr.

LeatherwolfLeatherwolf 19.05.18 Rock Hard Festival 2018

NWOBHM gespielt von einer US-Band. Gibt’s das? Klar, nämlich Leatherwolf. Die Jungs greifen sogar mitunter mit drei Gitarren an, denn neben den zwei Hauptgitarristen greift Sänger Michael Olivieri auch in die Saiten. Die Truppe hat natürlich, wie viele bereits lang existierende Bands, auch junges Blut in den Reihen. Die Mehrgenerationenband kann aber immer noch überzeugen und kommt gut beim Publikum an.

Cirith Ungol

Cirith Ungol 19.05.18 Rock Hard Festival 2018Cirith Ungol lagen seit 1991 auf Eis. Um so interessanter, diese Band mal live erleben zu dürfen. Wobei das Wort Band jetzt übertrieben ist, denn auch Sänger Tim Baker hat neue, junge Mitstreiter für sich gesucht. Den Posten an Bass und Gitarre übernehmen Jarvis und Armand, die uns aus Night Demon bereits bekannt sind. Cirith Ungol sind Kult, jedoch wie bei vielen Kultbands ist die Musik nicht jedem sofort auch gefällig. Cirith Ungol selbst haben ihre Musik als Gothic Death Rock bezeichnet. Wer auf extreme Vokalisten mit Kreischfaktor und düstere Musik steht, sollte mal reinhören. Der Auftritt war für mich jetzt kein Highlight. Aber wie gesagt, das ist bei einigen Kultbands auch nicht immer einfach.

Marduk

Die nächste Band wird durch den Rock Hard Ansager mit den Worten angekündigt, ihre MusikMarduk 19.05.18 Rock Hard Festival 2018 sei wie ein auf einen zurollender Panzer. Die Flower Power Liebhaber könnten jetzt besser ihr Bier trinken gehen. Er soll Recht behalten. Marduk spielen mit dem Image des zweiten Weltkriegs und haben selbst auch ihre Kriegsbemalung aufgelegt. In Deutschland ein zweischneidiges Schwert. Musikalisch gesehn wird derb geknüppelt und Blast Beats sind an der Tagesordnung. Ich denke, für Fans legen Marduk einen guten Auftritt hin. Für mich ist das leider kein Leckerbissen. Klingt für mich wirklich irgendwie wie Krieg. Aber jeder, wie er mag.

Axel Rudi Pell

Axel Rudi Pell 19.05.18 Rock Hard Festival 2018Und wieder folgt ein Heimspiel. Der Bochumer Ritchie Blackmore, auch als Axel Rudi Pell bekannt, liefert eine super Show im Gelsenkirchener Amphitheater ab. Sänger Johnny Geoeli hat eine Wahnsinnsstimme und Keyboarder Ferdy Doernberg schmeißt bestens gelaunt sein Keyboard von links nach rechts. Axels Gitarrenspiel ist wie immer hervorragend und ziemlich makellos. Das ist Hard Rock aller erster Güte. Ich habe jedoch das Problem, dass kein Song besonders heraussticht. Das Level ist gleichbleibend hoch, aber der richtige Kracher fehlt mir. Für mich hätte Axel Rudi Pell den mit „Call her Princess“ liefern können. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau.

Overkill

Der Headliner dieses Abends heißt Overkill. Vornweg gesagt, auch zu Recht. Die Jungs aus New York lasseOverkill 19.05.18 Rock Hard Festival 2018n absolut nichts anbrennen. Just in time haben sie ihre „Live in Overhausen“ CD veröffentlicht, auf der „Feel the Fire“ und „Horrorscope“ komplett gespielt werden. Auch heute Abend werden viele Songs der beiden Scheiben gespielt. Abgerundet wird die Sache noch mit Klassikern wie „Elimination“, „In union we stand“ und „Fuck you“. Bombensound und Lightshow in viel Grün und Rot lassen das Amphitheater Kopf stehen. Overkill setzen eine ganz spezielle Energie frei, die nochmals die letzten Reserven aktivieren. Overkill sind live halt eine Bank. Würdiger Abschluss eines gelungenen Festivaltages im schönen Ruhrpott.

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Chipsy

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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