R.I.P. Neil Peart – RUSH-Drummer verstorben

RUSH Live in Oberhausen - September 2004 - Beitragsbild

R.I.P. Neil Peart – RUSH-Drummer verstorben

Es ist irgendwie immer zu früh, wenn Jemand stirbt, der einem nahe steht oder den man bewundert. Und 67 Jahre sind ja heutzutage wirklich kein Alter. Aber – wie erst aktuell bekannt wurde – verstarb bereits am 07.01.2020 der Schlagzeuger der kanadischen Formation RUSH. Neil Peart war eine Legende, ein Kult-Schlagzeuger. Insbesondere die Schlagzeugwelt hat ihn für seine beachtenswerten Fähigkeiten an seinem Instrument geschätzt, aber auch viele andere Musiker und Fans, wie auch Musikjournalisten haben ihm Respekt entgegen gebracht und sein Können bewundert.

In der Musik lebt man weiter

Hier bekommt ihr ein ganz aktuelles Video, welches auch durch den Tod eines anderen Menschen inspiriert wurde:

Einer der besten Drummer weltweit

Auf der Liste des renommierten ROLLING STONE Magazin mit den besten 100 Schlagzeugern aller Zeiten belegt er Rang 4. Das ist ja schon einmal eine sehr respektable Leistung. Im Jahr 2013 erfuhr er gemeinsam mit seiner Band RUSH die Ehre in die Rock ´n´ Roll Hall of Fame aufgenommen zu werden. Als Drummer war er längst (dies geschah bereits im anno 1983) in die Modern Drummer Hall of Fame berufen worden.

Der Schlagzeuger ist ja in den allermeisten Bands eher eine Randfigur, die auch schon aufgrund der Position des Instrumentes auf der Bühne eher im Hintergrund bleibt. So ist es umso beachtlicher, welche mediale Verbreitung der Tod von Neil Peart erfährt. CNN, Spiegel online und viele weitere Medien, die nicht unbedingt mit (Rock) Musik zu tun haben, berichten und greifen das Thema auf. Die Musikpresse nimmt sich der Sache natürlich intensiver an.

RUSH Live in Oberhausen - September 2004 02

Weltweite Bestürzung

In den sozialen Medien tun viele Schlagzeuger ihre Bestürzung über den Tod dieses Ausnahmemusikers kund. Auch solche Leute, die sonst von sich sagen, dass sie es sonst nicht tun. Neil Peart war also offenbar etwas Besonderes. Um allen, die ihn nie live erlebt haben, einen Eindruck zu geben, habe ich hier ein absolut sehenswertes Drumsolo für euch. Da bleibt einem doch der Mund offen stehen…was da auch mit den verschiedenen Percussionelementen geschieht. Wahnsinn!

So wollte ich – selber Schlagzeuger – diesem großartigen Drummer eine letzte Ehre erweisen und ebenfalls einen Beitrag schreiben. Ich hatte das Glück, RUSH am 17.09.2004 (wenige Tage nach seinem 52. Geburtstag) live in Oberhausen zu erleben. Leider war es extrem laut (und ich habe MANOWAR und MOTÖRHEAD erlebt, da denkt man, man ist Einiges gewohnt) und das hat den Höreindruck schon getrübt. Ansonsten war es in der Gesamtheit und insbesondere im Hinblick auf die Performance des Drummers ein Event. Ich bereue nicht, damals dabei gewesen zu sein, zumal sich RUSH in der Zeit zuvor in Deutschland recht rar gemacht hatten.

Erinnerungen an eine Live-Performance

Leider hatte ich damals nie wieder die Gelegenheit, das kanadische Trio live zu erleben. Wenn man auf einem solchen Niveau ein Instrument bedient, dann hat man natürlich auch einen gewissen Anspruch an sich selber. Leider erkrankte Neil Peart vor etwa 3 Jahren an einem bösartigen Hirntumor und so besaß er irgendwann nicht mehr die körperlichen Voraussetzungen, um zu trommeln, wie es seinem Anspruch genügte und er gab das Schlagzeugspiel auf. RUSH lösten sich letztlich 2018 auf.

RUSH Live in Oberhausen - September 2004 - 01

Zum Abschluss dieses Beitrags zur Erinnerung an einen großartigen Drummer und sympathischen Menschen, der uns einige denkwürdige Momente aus musikalischer Sicht geliefert hat, möchte ich noch einen Song von DREAM THEATER anbringen. Der Track – eine schon ziemlich alte B-Seite mit dem Titel „Eve“ – transportiert für mich die traurige Stimmung, die in einem solchen Augenblick angebracht ist.

R.I.P. Neil Peart und viel Kraft und Anteilnahme an die Angehörigen und engen Freunde!!

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Bildquellen

  • RUSH Live in Oberhausen – September 2004 02: (c) Amir Djawadi
  • RUSH Live in Oberhausen – September 2004 – 01: (c) Amir Djawadi
  • RUSH Live in Oberhausen – September 2004 – Beitragsbild: (c) Amir Djawadi
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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2 Antworten

  1. Avatar Martin sagt:

    Haste sehr gut geschrieben! Danke.

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