The Electric Coast – Warming Quilt – VÖ: 22.04.17

The Electric Coast

The Electric Coast

Auch im Bergischen Land wird Musik gemacht. Und was für eine.

Mit “Warming Quilt” legen The Electric Coast im April 2017 ihr Debütalbum vor. Obwohl es paradox klingt, ist dieses Album zugleich der Abschluss und Höhepunkt einer jahrelangen künstlerischen Entwicklung im Punk- und Alternative-Bereich. Bandleader Adam Glosnicki und Bassist Andreas Krug arbeiten seit Jahren in der Szene ihrer Heimat zusammen. Mit Thorsten vom Stein haben Sie einen Drummer gefunden, der den gemeinsamen Stil genial erägnzt. Zu dritt bilden sie den Kern der Band in der klassischen Rock-Trio Besetzung, die live bei Bedarf und im Aufnahmestudio durch weitere Musiker ergänzt wird.

Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als Bar-Rock und jeder, der sie live erlebt weiß, dass dies die einzig passende Beschreibung ist.“Können wir das Set noch einmal hören?”, ist die häufigste Frage nach einem Gig von The Electric Coast. Jetzt können wir, so oft wir wollen. Mit “Warming Quilt” liegt ein Longplay Album vor, dessen zwölf Tracks musikalisch ausgereift sind.

Wie ein kühler Wind schwebt Adams unverwechselbare Gitarre über den Riffs, die ebenso wie seine Stimme Melancholie und Einsamkeit spürbar werden lässt, die jedoch auch Getriebenheit transportiert. Gemildert wird dieses raue An-Singen der Hoffnunglosigkeit durch Blueselemente, die besonders deutlich in “Open your eyes” hervortreten. Das temporeiche Stück “Dying next week” sollte man besser nich hinter dem Steuer hören, das die Dynamik des Songs jede Geschwindigkeitsbegrenzung vergessen lässt. Die besondere Spannung erhält das Stück durch das enorme Tempo, welches im krassen Kontrast zum Text steht: Seelen sterben in der Regel langsam.

Roots

Dass die Wurzeln von The Electric Coast ebenso im Punkrock wie im Blues und Rock’n’Roll liegen wird spätestens mit “Man of Steal” vollkommen deutlich. Dieses Stück ruft das gleiche Glücksgefühl hervor, wie die Entdeckung von The Clash. Trotz aller Melodik ist es so unpoliert und schräg, dass die Aufsässigkeit gegenüber einem Musikmarkt, der in den letzten Jahren nur glattgebügelten Mainstream nach oben gespült hat, klar zu erkennen ist.

Ausgewogen ist das Album auch in der Zusammenstellung der Songs. Temporeiche wechseln mit eher langsamen Tracks ab. In jedemStück gibts es immer wieder eine Überraschung. Unsere seit Jahrzehnten geprägte Wahrnehmung lässt uns häufig den Melodieverlauf vorhersagen. The Electric Coast unterläuft diese Erwartungshaltung: der letzte Akkord geht fast immer in eine andere ​Richtung als gedacht. Auch das ist im Meer des immer gleichen Musikangebots erfrischend anders.“Die Jungs sind die beste Band, die dieses Jahr bei mir gespielt hat. Sie sind unglaublich gut.” sagte im August 2016 eine Münsteraner Club-Besitzerin über The Electric Coast. Im Norden wurden sie noch vor der zweiten Hälfte des Sets aufgefordert, sich für ein Festival zu bewerben.

Mit dem erscheinen von “Warming Quilt” ist nun das Publikum nicht mehr nur auf die Liveauftritte angewiesen, um sich von der Qualität der Band zu überzeugen.

Tracklist:
01 Repression
02 Up And Down
03 Disagree
04 Fairy Tale
05 Digging Up
06 Open Your Eyes
07 Man Of Steel
08 Dream Away
09 Dying Next Week
10 Pennilessness
11 Pinhead Son
12 Warming Quilt

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Bildquellen

  • The Electric Coast: amazon.de
Chipsy

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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