ARCHITECTS-„For Those That Wish To Exist“-Review

(Review english below german text)

METALCORE

„Holy Hell“ wurde damals richtig abgefeiert. Völlig zurecht wohlgemerkt. Nun haben ARCHITECTS (Facebook ) aus England jüngst am 26.02.2021 den Nachfolger „For Those That Wish To Exist“ veröffentlicht. Scheinbar hatten die Jungs eine sehr kreative Phase, denn das Album platzt mit 15 Songs fast aus allen Nähten.

Der Postcore-Charakter

ist auf dem neuen Album erheblich ausgeprägter als auf dem Vorgänger. „Holy Hell“ war von rabiater Wut und Aggressivität geprägt. „For Those That Wish To Exist“ besitzt mehr ruhige und viele melodische Phasen, die jedoch bereits auch auf „Holy Hell“ zu hören waren, wie z.B. das Streicherensemble und die melodiösen Gesangslinien. Wer also ein puristischer Metalcore-Fan des Vorgängeralbums ist, wird allerdings vielleicht nicht so großen Gefallen daran finden, den hier bewegt sich der Sound auch mal abseits des Metalcore.

Auf die brachialen Ausbrüche im Sound und im Gesang, die dem Hörer entgegengeschmettert werden, muss aber nicht verzichtet werden und kommen zu genüge vor. So sollte man auch den Fans der ersten Stunde gerecht werden. Die erste Single „Animals“ überzeugt durch Kraft und Melodie gespickt mit ruhigeren Momenten. Ein wirklich geiler Track!

Mehr Erinnerungen

an das Vorgängeralbum kommen allerdings noch mehr bei anderen Songs auf. Da wären z.B „Libertine“ oder „Imparmenece“, bei dem Gastsänger Winston Mc Call von PARKWAY DRIVE seine dunkle Stimmgewalt einbringt. Auch beim Track „Black Lungs“ lässt man die Wut wieder heiß aufkochen. Aber auch hier kommen die Harmonien im Chorus nicht zu kurz. Fantastisch finde ich auch die schon bekannten und von den ARCHITECTS gern genutzten Konzertstreicher.

Auf eine intensive Atmosphäre

scheinen ARCHTITECTS bei diesem Album besonders Wert gelegt zu haben. Dies wird durch verschiedene Elemente erreicht. Dafür sind teils die ruhigeren Phasen verantwortlich, so wie der cleane melodiöse Gesang und die sphärischen Synthies. Ich finde dieses Konzept mehr als gelungen und bietet ein sehr interessantes Hörerlebnis, dass nicht nur gnadenlos der Aggressivität freien Lauf lässt, sondern geschickt auch schöne Ohrenschmeichler einfließen lässt.

Der Song „Demi God“ ist in dem Zusammenhang auf jeden Fall eine sehr interessante Nummer, die geradezu epische Züge aufweist. Hier wird mit Piano und orchestralen Klängen ein außergewöhnliches Klima erschaffen. Es ist ein ungewöhnlicher Song, geradezu progressiv für ARCHITECTS-Verhältnisse, den man so nicht von ihnen erwartet hätte. Mutig, aber genial!

In eine ähnliche Richtung geht beispielsweise auch „Dead Butterflies“. Der Song kommt aber noch etwas wuchtiger und massiver daher.

Fazit

ARCHITECTS leben ihr Faible für Melodien mit „For Whose That Wish To Exist“ weiter aus. Was man ARCHITECTS zu Gute halten muss, ist der Umstand, dass sie nicht versucht haben, den sicheren Weg zu gehen und das Vorgängeralbum in seiner Art zu kopieren. Man hat Dinge daraus aufgegriffen, sich weiterentwickelt ohne seinen Wurzeln zu vergessen. Das ist eine Gratwanderung, die schwer zu meistern ist. Ich persönlich bin der Meinung, dass ARCHITECTS dies famos hinbekommen haben. Ein beachtlicher Balanceakt zwischen Vehemenz und Emotionen, dass manchmal aus dem Metalcore-Korsett ausbricht. Insgesamt betrachtet haben sie ihr gesamtes Soundmaterial mit einer tollen Vielfalt aufgewertet. Da können ARCHITECTS bei Live-Auftritten aus dem vollen schöpfen.

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Review english

METALCORE

„Holy Hell“ was really celebrated back then. Quite rightly, mind you. Now ARCHITECTS (Facebook ) from England have recently released the successor „For Those That Wish To Exist“ on 26.02.2021. Apparently the guys had a very creative phase, because the album is bursting at the seams with 15 songs.

The Postcore character

is considerably more pronounced on the new album than on its predecessor. „Holy Hell“ was characterised by raving anger and aggression. „For Those That Wish To Exist“ has very calm and many melodic phases, which could also be heard in rudiments on „Holy Hell“, such as the string ensemble and the melodic vocal lines. If you are a purist metalcore fan of the previous album, you might not like it as much, because here the sound moves away from metalcore.

However, the brute outbursts in the sound and in the vocals, which are hurled at the listener, are not missing and occur sufficiently. This should also do justice to the fans of the first hour. The first single „Animals“ convinces with power and melody peppered with quieter moments. A really cool track!

More memories

However, there are even more songs that remind us of the previous album. For example „Libertine“ or „Imparmenece“, where guest singer Winston Mc Call from PARKWAY DRIVE contributes his dark vocal power. Also on the track „Black Lungs“ they let the rage boil up again. But here, too, the harmonies in the chorus are not neglected. The concert strings are fantastic, which are already well known and which the ARCHITECTS like to use.

On an intense atmosphere

ARCHTITECTS seem to have attached particular importance to this album. This is achieved through various elements. The quieter phases are partly responsible for this, as are the clean melodic vocals and the spherical synths. I think this concept is more than successful and offers a very interesting listening experience that not only gives free rein to the aggressiveness, but also cleverly incorporates beautiful ear candy.

In this context, the song „Demi God“ is definitely a very interesting number, which has almost epic features. Piano and orchestral sounds create an extraordinary atmosphere. It is an unusual song, almost progressive for the music of ARCHITECTS, which you would not have expected from them. Courageous, but ingenious!

„Dead Butterflies“, for example, goes in a similar direction. But the song is a bit more massive.

Fazit

ARCHITECTS continue to live out their penchant for melodies with „For Whose That Wish To Exist“. What you have to give ARCHITECTS credit for is the fact that they didn’t try to take the safe route and copy the previous album in its way. They have taken things from it, developed further without forgetting their roots. That’s a tightrope walk that is difficult to master. I personally think that ARCHITECTS have managed this brilliantly. A remarkable balancing act between vehemence and emotion that sometimes breaks out of the metalcore corset. All in all, they have upgraded their entire sound material with a great variety. ARCHITECTS will be able to draw on the full range of their live performances.

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Bildquellen

  • ARCHITECTS Cover+Infos: Cover+Infos-->Epitath Records / Background, Amboss-->Pixabay
  • Architects_Promos_IMG_0619_HiRes_Default-Titelbild: Bandfoto-->Epitath Records

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