Balinger Jungs von TRAITOR singen „Lords of Lust“ – „Venomizer“ (VÖ 13.11.2015)

Traitor bringen mit „Venomizer“ nach „Thrash Command“ (2012) an einem Freitag, den 13. ihr zweites, vollständiges Werk unter das metallische Volk. Auf dem der CD beigefügten Flyer wird damit geworben, dass man durchaus in der Lage sei, altgedienten Bands wie Kreator, Sodom, Destruction oder Tankard das Wasser zu reichen.

Keine Gefühle wie bei „Agent Orange“

Hmm, denke ich mir – da lehnt sich aber jemand ganz weit aus dem Fenster…

Gespannt lege ich den Silberling in den Player und meine Begeisterung ist nach dem Hören der ersten drei Tracks eher zurückhaltend. Das Gefühl, als man damals „Pleasure To Kill“ oder „Agent Orange“ das erste Mal hörte, stellt sich einfach nicht ein.

Zwar startet man brachial gut mit „Reactor IV“ in das 44:39 minütige auf Violent Creek Records veröffentlichte Album, aber die folgenden Songs „Torturize“ und „Toxic Death“ hauen mich nicht so vom Hocker. „Torturize“ langweilt sogar im Mittelteil.

Cover erinnert an „Re-Animator“-Filme der 80´er Jahre

Ich wende mich also zunächst dem Artwork der CD zu. Zeigte sich bei „Thrash Command“ noch Andreas Marschall für das Cover verantwortlich, so vertraut man nun Andrei Bouzikov. Dieser legt uns ein standesgemäß, splatteriges Cover vor, welches mich irgendwie an die „Re-Animator“-Filme aus den 80er Jahren erinnert.

Zwischenzeitlich richten sich meine Lauscher auf. Was ist das denn auf einmal? Aus den Boxen ertönen „Lords Of Lust“ und der Titeltrack „Venomizer“. Meine Stimmung ändert sich schlagartig. Das Gefühl aus alten Zeiten ist wieder da. Klasse, brachiale Riffs, energiegeladene Drums, ein wuchtiger Bass und aggressive, fiese Vocals.

Singender Schlagzeuger wie bei Exciter

Am Rande sei hier erwähnt, dass wir es, nach alter „Exciter-Manier“, mit einem singenden Schlagzeuger zu haben.

Mein Stimmungsbild ändert sich auch bis zum Schluss der CD nicht mehr. Mit „War, Death & Terror“, „Chemical Violator“ und dem wirklich superbem „Hell Hammer (Traitor Part II)“ folgt ein Kracher nach dem anderen. Lückenfüller gibt es auch mit den abschließenden Songs „Executioner“ und dem in deutscher Sprache verfassten „Hexenmeister“ nicht.

Besonders hervorzuheben ist hier noch der Track „Teutonic Storm“. Hier huldigt die Band ihren Vorbildern des deutschen Thrash-Metal in besonderem Maße. Es werden gar ganze LP-Titel der alten Recken im Text verarbeitet.

Stahls Fazit „about the next gerneration“

Abschließend ist festzuhalten, dass die vier Jungs aus Balingen durchaus in der Lage sind, mit eingangs genannten Bands mithalten zu können.

Das Quartett ist technisch versiert und beherrscht seine Instrumente. Neben den Einflüssen der deutschen Thrash-Metal-Bands, meine ich auch Slayer und Voivod Elemente erkannt zu haben.

Die Songs werden „old-school-mäßig“ im modernen Gewand präsentiert und wurden von Vagelis Maranis druckvoll und zeitgemäß produziert. Auch wenn mich persönlich die beiden Tracks „Torturize“ und „Toxic Death“ nicht begeistert haben, wurde hier doch ein richtig gutes Album hingelegt.

The Next Generation Is Born.

 

Traitor sind:

Gerd Hery – Guitars / Background Vocals

Matthias Koch – Guitars

Lorenz Kandolf – Bass

Andreas Mozer – Drums / Vocals

 

Tracklist:

Chernobyl (Intro)

Reactor IV

Torturize

Toxic Death

Lords Of Lust

Venomizer

Teutonic Storm

War, Death & Terror

Chemical Violator

Hell Hammer (Traitor Part II)

Executioner

Hexenmeister

 

Mehr Infos zur Band TRAITOR gibt es im Netz unter http://www.traitor-band.de/

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Traitor: www.amazon.de
STAHL

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

12 − 4 =