Black Sabbath – The End, der Abschied der Legende

Black Sabbath The End 720x340

Fast 50 Jahre waren Black Sabbath ein unverrückbarer Bestandteil der Musikwelt und haben Heerscharen von Musikern und Bands beeinflusst, haben ein ganzes Genre geprägt, ja sogar erschaffen. Die aktive Zeit von Black Sabbath ist seit dem 04. Februar 2017 und ihrem letzten Konzert in ihrer Heimatstadt Birmingham Geschichte. Zum Glück für uns und die Nachwelt haben Eagle Rock / Universal Music am 17. November 2017 dieses denkwürdige Konzert in verschiedenen Formaten von CD bis BluRay veröffentlicht und schlichtweg mit „The End“ betitelt. Wer mehr über die verschiedenen Editionen wissen will, hier haben wir sie schon einmal ausführlich vorgestellt. Bei dieser Rezension wird es ausschließlich um die Doppel-CD Variante gehen. Aber genug der Worte, hier ein letztes Mal „Paranoid“ live gespielt:

 

Black Sabbath – The End, Disc One

Glockengeläut und dann das monumentale Riff, das „Black Sabbath“ eröffnet. Kann man ein Konzert besser beginnen? Denn Jubelstürmen nach zu urteilen nicht. Als zweiter Song folgt mit „Fairies Wear Boots“ auch ein Song vom zweiten Album. Dann ist „Vol. 4“ mit „Under The Sun / Every Day Comes And Goes“ vertreten. Die Live Atmosphäre kommt wunderbar rüber. Etwas gewöhnungsbedürftig ist es, dass der nächste Song am Ende des vorherigen angesagt wird. Aber egal, mit „After Forever“ gibt es dann den nächsten Klassiker, diesmal vom dritten Album „Master Of Reality“ und dann den, mit seiner Message leider aktueller denn je, Anti-Kriegs Song „Into The Void“. Aber auch die Drogen kommen nicht zu kurz und „Snowblind“ findet den Weg ins Set. „Band Introductions“ ist kein Song, sondern Ozzy stellt wirklich einfach nur jedes Bandmitglied vor. Eine willkommene Pause, denn direkt danach geht es mit „War Pigs“ wieder richtig zur Sache. „Behind The Wall Of Sleep“ ist natürlich ein klasse Song, aber was Geezer Butler als Bass Intro zu „Bassically / N.I.B.“ abliefert, ist einfach unglaublich. Mann, was können die alten Männer rocken! Aber schaut selbst das Video dazu:

 

Black Sabbath – The End, Disc Two

Direkt zu Beginn der zweiten CD beweisen Black Sabbath warum sie die Godfather des Doom sind. Wie? Ganz einfach mit „Hand Of Doom“! Es folgt ein Riff Medley zu „Supernaut / Sabbath Bloody Sabbath / Megalomania“, da Ozzy stimmlich nicht mehr in der Lage ist, diese Songs zu performen. Auf das folgende „Rat Salad / Drum Solo“ hätte ich persönlich verzichten können. Aber Ozzy, Geezer und Tony haben die Pause genutzt und servieren eine krachende und wohl alle Zeiten überdauernde Version von „Iron Man“. Fantastisch und grandios! „Dirty Women“ ist definitv einer der schwächeren Songs der Bandgeschichte. Aber vielleicht braucht es diesen Filler, damit die letzten beiden Songs „Children Of The Grave“ und „Paranoid“ wieder richtig glänzen können. „Thank you and good night„, so unglamourös beendet Ozzy dann die aktive Karriere von Black Sabbath.

Black Sabbath – The End, ein würdiger Abschied

Black Sabbath (Homepage | Facebook) haben gerade mit ihrem Frühwerk die Musiklandschaft geprägt und maßgeblich beeinflusst. So ist es auch nicht verwunderlich, dass auf „The End“ nur Songs der ersten sieben Alben vertreten sind und auch aus dieser Phase sind noch viele Hits unter den Tisch gefallen. Aber das, was die alten Herren uns zum Ende ihrer gemeinsamen Karriere geboten haben, ist allererste Güte. „The End“ ist perfekt produziert, vermittelt aber trotzdem das Live Feeling und man meint, den Spaß und die Freude hören zu können mit denen Black Sabbath ihren Abschied zelebrierten. Ein würdiger Abschied, denn Ozzy, Tony und Geezer zeigten sich in Hochform und meiner Meinung nach gehört „The End“ in jede vernünftige Musiksammlung. Black Sabbath, die Legende tritt ab und das grandios. Das muss man zu Hause haben und ich würde das BluRay/CD Paket empfehlen, damit man dieses denkwürdige Ereignis auch in Bild und Ton nacherleben kann. Thank you for the Music Ozzy, Tony, Geezer and (in absence) Bill!

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Bildquellen

  • Black Sabbath The End 720×340: Oktober Promotion
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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