BLIND TENDRIL „α“ (VÖ: 05.11.2021)

BLIND TENDRIL - Albumcover α - Beitragsbild

BLIND TENDRIL „α“ (VÖ: 05.11.2021)

Ich kann mich gerade nicht erinnern, wann ich euch hier bei metal-heads.de zuletzt eine Band aus dem fernen Griechenland vorgestellt habe!? Heute ist es auf jeden Fall mal wieder soweit und mit BLIND TENDRIL habe ich einen Vierer parat, der mich sofort mit seiner Musik in seinen Bann gezogen hat. Eigentlich liegt der Grundstein der Formation bereits im Jahr 2006 in Thessaloniki. Vieles ist seitdem passiert und man ist mittlerweile in Großbritannien lokalisiert. Und damit ist es jetzt Zeit für das Debüt, das passenderweise den Namen „Alpha“ trägt, was im Griechischen für das erste steht und auch für den ersten Buchstaben im Alphabet. Auch numerisch ist damit die Nummer 1 gemeint. Also das perfekte Symbol für einen (Neu-)Beginn. Vor etwa einem Jahr begann die Arbeit an dem Album, welches letztlich am 05.11.2021 erschienen ist.

Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt…

Aber lasst uns mal mit der Musik befassen. Der erste Track dieses Silberlings erinnert etwas an den Sound von SYSTEM OF A DOWN und das meine ich positiv. Etwas grungig (sagt man das so?) ist das Ganze auch. Dazu orientalische Klänge. Also für Vielseitigkeit ist auf jeden Fall gesorgt. So fesselt mich schon der Opener und macht Lust auf mehr. Während „Idiotsyncracy“ direkt mit hohem Tempo einsteigt und amtlich rockt – da muss dein Fuß mitwippen (das geht gar nicht anders!) – geht es bei „Down below“ eher bedächtig zu. Man stellt sich förmlich den süßlichen Duft von Haschisch in der Raumluft vor, in einem düster beleuchteten Kellergewölbe. 9 Minuten Spielzeit…wow. Die Nummer nimmt dann doch noch etwas Fahrt auf und mutet teils vom Style her mittelalterlich an. Ganz festlegen will man sich nicht so recht.

BLIND TENDRIL - Albumcover α

BLIND TENDRIL „α“ (VÖ: 05.11.2021)

Auch der dritte Song versetzt mich in die Zeitmaschine in die ferne Grunge-Epoche zurück – spontan poppen SOUNDGARDEN in der Hörrinde meines Gehirns auf. Bei „Nostos“ hören wir Akustikgitarren, aber bald bekommt das Stück auch eine rockigere Note. Kaum Zeit zu Verschnaufen also. Für die teils recht langen Songs sind die Kompositionen angenehm kurzweilig gestaltet. Zum sechsten Titel auf dieser Langrille will ich mal gar nichts sagen und lasse die Musik für sich sprechen…bitte sehr:

Bei „Hanging by a thread“ zeigt sich eine enorme stimmliche Bandbreite. Düstere Growls, melodisch-emotionale Passagen und verzerrte „Erzählerparts“. Schon beim achten Track wird es wieder mehr psychedelisch und musikalisch dominieren die Gitarren im Zusammenspiel mit den Drums. Distortion an! Lass‘ die Verzerrer zu Hochform auflaufen. Es hätte aber vermutlich auch nicht geschadet, wenn der Song etwas kürzer ausgefallen wäre…so ist das Ganze etwas langatmig. Stilistisch in eine ähnliche Kerbe schlägt auch die nachfolgende Nummer. Und noch einmal möchte ich hiermit einen Song des Debütalbums über einen Höreindruck vorstellen – hört mal rein:

Dann kommen wir mal langsam zum Ende dieses Silberlings und damit auch der Review. Mit dem vorletzten Song wird es noch einmal deutlich gemäßigter. Eine eher melancholische Stimmung verbreitet sich. Auch hier wäre eine kompaktere Fassung des fast 9-minütigen Songs vielleicht nicht schlecht gewesen und dieser Eindruck kommt auch teils beim Rausschmeißer „The machine“ auf. Bei einer Spieldauer in der Größenordnung muss man die Sache peppiger aufziehen, sonst droht eine Durststrecke. Stilistisch driftet die Musik hier wieder tendenziell Richtung Grunge.

Das Fazit bei metal-heads.de zum Debüt von BLIND TENDRIL

Wie lautet also das Fazit zum Debüt von BLIND TENDRIL hier bei metal-heads.de? Die Truppe um Frontmann und Gitarrist Dimitris Samaras überzeugt auf jeden Fall durch stilistische Vielfalt. Jonny Menary an der Gitarre, Cameron Eadie (Drums) und Rob Ellis am Bass ergänzen den Gesang ihres Shouters prima mit ihrem Instrumenteneinsatz. Grunge, progressive Elemente und viele weitere Aspekte gilt es beim Material des griechischen Vierers zu entdecken. Sicherlich kommt so keine Langeweile auf und die Einordnung in eine Schublade scheint auch kaum möglich.

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Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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