CHAOSBAY – „Asylum“ (VÖ: 18.09.2020)

CHAOSBAY - Albumcover - Asylum - Beitragsbild

CHAOSBAY – „Asylum“ (VÖ: 18.09.2020)

CHAOSBAY sind eine deutsche Band der Progressive Metal-Szene und planen für den 18.09.2020 die Veröffentlichung ihrer zweiten Langrille mit dem kurzen und prägnanten Titel „Asylum“. Das Release des Vierers mit 9 Tracks beinhalten und wir hatten euch hier bei metal-heads.de schon entsprechende Eindrücke in Form von Videos geliefert. Wer das verpasst hat, schaut mal hier! Bei dem neuen Silberling handelt es sich um ein Konzeptalbum, das sich mit aktuellen gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzt. Rassismus und der moralische Verfall in der modernen Gesellschaft sind einige der von CHAOSBAY aufgegriffenen Aspekte.

Nach Auffassung des Sängers Jan Listing, der auch in wesentlichem Umfang für das Songwriting verantwortlich ist (und der das neue Album produziert hat), gibt es genug reale Themen rund um den Globus, mit denen man sich reflektiert auseinandersetzen kann. Da muss man gar nicht erst seine Phantasie bemühen, um sich Inhalte für Songs fiktiv auszudenken. Das Debüt „Vasilis“ erschien 2015 und so dürft ihr gespannt sein, was das neue Material für den Hörer bereithält. Bevor wir näher auf die neuen Songs eingehen, gibt es noch einmal einen weiteren Videobeitrag aus dem Studio zu „Criminals & sons“. Die Band äußert sich und dann gibt es auch noch Musik. Film ab!

Reflektierter Umgang mit kritischen Themen – CHAOSBAY

Wow, was für ein Stilmix! Einerseits heavy mit Growls und dann wieder melodisch, mit einem emotional-melancholischen Gesang. Auch das Tempo ist sehr variabel. Mal gibt es fette Doublebass-Salven, dazu massive Gitarrenriffs. Dann fehlt auch der gute progressive Drive nicht. Als Gast konnte man für ein Gitarrensolo Simon Kramer von SOULSPLITTER gewinnen. Stark!

Los geht das Album aber eigentlich mit „Enjoy the rise“. Dabei handelt es sich um einen melodisch und gemäßigt beginnenden Track, der aber auch durch rohe Vocals phasenweise eine Marke von Heavyness abbekommt. Präzise Gitarrenriffs dazu. Passt so. Ein guter Einstieg in diese Langrille.

Weiter geht es mit dem mitreißenden „Amen“. Auch wenn es heavy losgeht, so gibt es auch genügend Melodie als Gegenpol. Progressive Beats, nachdenkliche Passagen…dann nimmt die Nummer wieder Fahrt auf.  Aber auch akzentuierte Gitarrenarbeit ist zu finden. Hier gibt es das Video dazu – mach echt Bock!!

Abwechslungsreich – CHAOSBAY mit der neuen Scheibe!

Track 3 macht dich platt und überrollt dich mit seiner Power. Wuchtig…bitte festhalten. 5 Sekunden Verschnaufpause gönnen uns CHAOSBAY bei den ersten Klängen zu „D.O.A.“, dann geht es mit großer Energie weiter. Aber es werden auch hier bedächtige Töne angeschlagen. Der variable Einsatz der Stimme von Frontmann Jan Listing vermag es, unterschiedliche Stimmungen zu transportieren. „Limbus Inn“ kommt gemäßigter daher. Aber es muss ja auch nicht immer Vollgas sein. So ein eher nachdenklicheres Lied, thematisch geht es um die Flüchtlingskrise, darf auch mal sein. Einfach mal düstere und eher simple Passagen, die wirken. Mit „Soldiers“ beweisen CHAOSBAY, dass es auch mit deutlich ruhigeren Tönen geht. Das offizielle Video haben wir hier für euch:

So langsam nähern wir uns dem Ende von „Asylum“. Das melodisch beginnende „The lyin‘ king“ bringt uns hin. Von den Drums nach vorne gepeitscht gibt es aber auch Headbang-Passagen, wo bei einem Live-Auftritt sicherlich Bewegung ins Publikum kommt. Bevor es wieder ruhiger wird. Nachdenklichkeit macht sich breit. Durchzogen von Gitarrengewittern…fett! Dann die letzte Nummer. Elektronisches „Intro“ und dann…geht es insgesamt nicht so heavy weiter, wie es sich durch diese Scheibe gezogen hat. Aber man kann ja auch ruhig mal zum Ende etwas zurückhaltender werden.

CHAOSBAY – live on tour

Man weiß ja nie, was die Corona-Pandemie ermöglicht bzw. verhindert. Aber wenn Alles gut geht, dann können wir CHAOSBAY hier live erleben:

ASYLUM – Release Tour 2020:

24.09.2020 // MTC, Köln

26.09.2020 // Kulturlounge, Leipzig

02.10.2020 // Kulturbrücken, Mannheim

03.10.2020 // Kulturbahnhof, Jena

08.10.2020 // UweReeperbahn, Hamburg

09.10.2020 // Franz Ulrich, Kassel

10.10.2020 // LUX, Hannover

CHAOSBAY - Albumcover - Asylum

Das Fazit bei metal-heads.de: CHAOSBAY sollte man Anchecken!

Das Fazit bei metal-heads.de: Insgesamt machen CHAOSBAY für 4 Leute mächtig Alarm und der Sound ist fett. Heavy. Progressiv. Aber auch zur rechten Zeit mit viel Gefühl kommt das Material daher. Mal eingängiger, mal weniger leicht verdaulich. Abwechslungsreicher Gesang, variables Tempo. Ich bin erfreut, solch eine starke Truppe aus Deutschland entdeckt zu haben. Als Anspieltipp nenne ich mal „Amen“. Obwohl ich ungerne einzelne Songs hervorheben möchte. Unterstützt die lokale Szene…KAUFT DIESES ALBUM!!

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Bildquellen

  • CHAOSBAY – Albumcover – Asylum: CMM Online
  • CHAOSBAY – Albumcover – Asylum – Beitragsbild: CMM Online
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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