Crobot – Welcome To Fat City

Crobot

Crobot – Welcome To Fat City – VÖ 23.09.2016

Crobot sind DIE Newcomer aus den USA. Pottsville; Pennsylvania um genau zu sein. Erst 2011 von Brandon Yeagley und Chris Bishop gegründet und nach einigen Besetzungswechseln an Bass und Drums haben sie mit den Brüdern Jake und Paul Figueroa ihr aktuelles Line Up gefunden.

Wenn die Jungs zum Tanz bitten, kann man sich auf eine mächtige Portion 70’s Riff-Rock, aber auch viele massive Sounds der Neuzeit à la Audioslave und Rage Against the Machine gefasst machen. On Top gibt’s noch Brandon Yeagley, der auf jedem Fall extra erwähnt werden muss. Er ist seines Zeichens Leadsänger und hat eine unfassbar große Range. Brandon braucht sich hinter nichts und niemanden zu verstecken. Hier werden die Stimmbänder mit größtmöglicher Urgewalt in allen Höhen und Tiefen strapaziert.

Zu allem Überfluss gibts noch eine völlig aberwitzige Bühnenshow, die jeder Beschreibung spottet. Muss man gesehen haben, glaubt man sonst nicht…

Welcome To Fat City

So wurde der Silberling getauft und erscheint auf Wind-up Records. Es ist der Nachfolger von „Something Supernatural“ aus dem Jahre 2014, auf dem die vier Riffrocker bereits mächtigst einen rausgehauen haben.

Produziert und gemischt wurde das gute Stück von Machine (u.a. Clutch, Lamb of God, Every Time I Die) und Alan Moulder (u.a. Foo Fighters, Nine Inch Nails, Them Crooked Vultures, Led Zeppelin)

Mit dem Titelsong Welcome To Fat City machen wir uns im harten Uptempo auf den Weg in die Stadt der Fetten und Reichen.

Aber hört es euch einfach selbst an

 

„Cool“ geht es weiter

Play It Cool –  wie der Titel verspricht – geht’s mit extrem lässigen und coolen Drums in den Song. Getreu dem Motto: Cowbell hat noch keinem weh getan und geht eigentlich immer. Die Nummer fetzt, aber richtig. Brandon lässt seine Genialität hier zum ersten Mal so richtig raushängen…schön so.
Easy Money sexy 60s Beat Intro geht direkt in 90er Rage against the Machine Groove über. Nach einigen Stops im Refrain geht’s anschließend in den Halftime mit fetter Mundharmonika. Krasser Stilmix. Gerne mehr davon.
Not For Sale – Mit 2:53 Minuten der kürzeste Song des Albums. Eine absolut Crobot typische Nummer. Großartige Soundeffekte, starker Refrain und eine unglaubliche Stimmgewalt, die uns durch Not for Sale zerrt.

https://soundcloud.com/crobotband/not-for-sale

Ab in die Riff-Unterwelt

Ein psychodelischer Anfang begleitet uns in Hold On For Dear Life, ein schwerer Stampfer wie ein selbstzerstörerischer Trip durch die Riff- Unterwelt.

Temple In The Sky – Wir starten im gemäßigten Mid-Tempo um dann im Refrain ungebremst gegen eine massive Riffwand gedonnert zu werden. Dieser Stilmix von 70s Psychodelic Rock über feinste Bluessoli bis hin zum Funkgefrickel innerhalb von 25 Sekunden. Und dann das Ganze nochmal im Rückwärtsgang gegen die Riffwand. Abartig.
Right Between The Eyes ist ein simpler aber dafür umso mächtiger Dampfhammer Song. Gefolgt von Nummer Acht Blood On The Snow. Das monströse Audioslave Riff arbeitet sich großartig bis zur Bridge und mündet in einen fantastischen Refrain, der nur so zum Mitsingen gemacht ist. Absolut was fürs Live Programm um richtig gute Laune zu verbreiten.

Steal The Show – Die Nummer lebt von den herrlichen Zweitstimmen von Brandon Yeagley und überzeugt nicht zu letzt durch fette Mundharmonikaparts die direkt aus den Südstaaten zu sein scheinen.

Augenblick der Wahrheit

Moment Of Truth –  Crobot zeigen sich von Ihrer „ruhigen“ Seite mit dieser „Ballade“. Song der 1000 Stimmen hätte man ihn auch nennen können. Randvoll gepackt mit Jazz, Swing und Blues Einflüssen. Ab der Hälfte schwingen wir dann durch ein leichtes Double Bass Gewitter zum Solo.
Schon sind wir bei der letzten Nummer des Albums angekommen: Plague Of The Mammoth oder auch Welcome to Guitar Effect City. Vollgespickt mit Gitarren und Bass Effekten verabschieden wir uns leider auch schon aus Fat City.

Crobot Album

Fazit

Crobot haben sich selbst die Messlatte enorm hochgelegt, da der Vorgänger Something Supernatural schon außergewöhnlich geil war. Welcome Fat City reicht meiner Meinung nach definitiv an die Platte von 2014 heran. Sie wirkt soundtechnisch etwas moderner und ausgereifter. Man hat das Gefühlt, die Songs sind noch etwas besser und genauer ausgearbeitet. Der Soundteppich ist so dicht und voller Effekte, da ist es kaum zu glauben, dass die Band nur einen Gitarristen hat. Die Ähnlichkeit zu Bands wie Audioslave ist auch nicht mehr ganz so stark gegeben, wie man es vom Vorgänger her kannte. Crobot verstehen es wie kein Zweiter zwischen verschiedensten Stilrichtungen innerhalb eines Songs zu springen und sind definitiv auf dem richtigen Weg in eine goldene Zukunft zu starten.

Tracklist

Welcome To Fat City

Play It Cool

Easy Money

Not For Sale

Hold On For Dear Life

Temple In The Sky

Right Between The Eyes

Blood On The Snow

Steal The Show

Moment Of Truth

Plague Of The Mammoth

 

Crobot sind:

Brandon Yeagley – Gesang

Chris Bishop – Gitarre

Jake Figueroa – Bass

Paul Figueroa – Schlagzeug

 

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Bildquellen

  • Crobot Album: Golightly Media
  • Crobot: GOLIGHTLY MEDIA
Reverend Wrinkle

Reverend Wrinkle

Ich höre von AC/DC, Rolling Stones und Led Zeppelin bis in die Neuzeit zu Black Stone Cherry und The Answer so ziemlich alles was hart ist, groovt und Krach macht. Habe aber ebenso eine Vorliebe für den Blues und reise gerne für Konzerte um die ganze Welt.

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