Damage – „Do The Damage“ – VÖ: 26.08.2016

Wer übernimmt die Reinigungskosten?

Das war die Frage, die mir bei Damage aus Frankfurt sofort in den Kopf kam! Kosten für was bitte…? Für die Reinigung! Das 2012 gegründete Quartett spielt auf seinem Album „Do The Damage“ so dermaßen schmutzigem Rock ’n Roll, dass bei jeder der 10 Songperlen der Staub und Dreck nur so aufgewirbelt werden! Wer „Do The Damage“ ganz laut hört, läuft Gefahr, dass auch noch der Putz von den Wänden fällt.

Damage Cover

Auf die 12 mit Kontinentalverschiebung

Auf den Punkt, in die Fresse, auf die Nase – man könnte hier endlos weitermachen, denn all diese netten Attribute passen zu Damage wie besagte Faust aufs Auge. Ganz ohne Schnickschnack haben es Danny Damage (v,g), Dr. B (g), Chuck Belly (b) und Lil‘ Val (dr) unter der Regie von Produzent Marc Bugnard geschafft, ein klein wenig Australien nach Deutschland zu holen – okay ein bisschen Schweden und England sind dann auch dabei! Im Ernst, es klingt eigenständig, die AC/DC -Einflüsse muss die Band nicht leugnen, stehen sie ihr doch gut zu Gesicht. Eine punkige Attitüde schimmert hier und da auch durch, dezent allerdings.

Lets Roll

Down And Out“ rollt wie ein 40-Tonner aus den Lautsprechern. Die oben genannten punkigen Anflüge sind gut verpackt, man verkauft nicht Haus und Hof um den RNR oder Punk zu propagieren, sondern fährt eine nachvollziehbare und vor allem sehr hörenswerte eigene Linie!

Schlangenbändiger mit Dampf auf den Kesseln
„Cobra City“ besticht mit exzellentem Schlagzeugsound. Der Track wird durch ein fettes Drum-Intro eingeleitet. Dem steht der erdige Gitarrensound in Nichts nach. Der Songaufbau ist lupenrein und hätte auch von größeren und bekannteren Acts nicht besser kommen können.

Hintergründige Feinheiten

Bei „Shoot It Out“ glänzen die oktavierten Background-Vocals, die man bei genauem Hinhören wahrnimmt. Die Main-Vocals könnten etwas variabler kommen und klingen stellenweise noch zu „deutsch“, überzeugen aber dennoch. Das Solo in dieser Nummer ist Extraklasse. Cremig, flüssig, so wie es sein muss! Der obligatorische Mitgröhlpart fehlt auch nicht. Alles richtig gemacht. Läuft!

Konstantes Level

Das gesamte Album zeichnet sich durch eine sehr hohe Qualität aus. Die Ideen für gute Riffs gehen den Mannen aus Mainhatten nicht aus.  Hörspaß garantiert, nicht nur bei strikt rockbegeisterten Fans.

Hisst die schwarze Flagge
Auf „Black Flag“ zelebrieren die Jungs einen rhythmisch sehr interessanten Mittelteil. Das rockt die Hütte nochmal kräftig zur Halbzeit und beweist, dass man sehr variabel spielen kann.

Runter vom Gaspedal

Im letzten Song „Never See Straight“ bringt man das Tempo nochmal ganz runter. Eine angenehme Abwechslung, die auch wieder gut konzipiert und komponiert wurde.

Nicht verpassen

Damage werden im September noch Dates spielen (siehe unten), diese sollte man keinesfalls verpassen. Haltet ein Auge auf diese Band, es lohnt sich wirklich. Die Musiker sind Routiniers und verfügen über ausgiebige Erfahrung, auch durch zahlreiche Support-Shows und Gigs. Wer am 26.08.16 den Weg zum Händler des Vertrauens wagt und „Do The Damage“ eintütet, wird keinesfalls enttäuscht werden. Daumen hoch – tolle Band.

Damage Tourdates:

04.09. – Hanau (Bürgerfest)
09.09. – Aschaffenburg (Colos-Saal)

https://www.facebook.com/damagerocks/
http://www.bellaphon.de/

 

Newsletter bestellen für wöchentliches Update!

Bildquellen

  • Damage Cover: bacillus/bellaphone records

Blues Mike

Als ich 12 war, gab mir ein Freund die Nummer des Teufels. Unter dieser Nummer meldete sich sein Assistent, der Meister der Puppen. Er sagte mir, dass es Rost im Frieden gibt und ich fortan mit meiner Gitarre um Gerechtigkeit für Alle kämpfen sollte!

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

siebzehn + 12 =