ERRA – „Erra“ (VÖ: 19.03.2021)

ERRA - Albumcover Erra - Beitragsbild

ERRA – „Erra“ (VÖ: 19.03.2021)

Ich finde es immer interessant, wenn eine Band „plötzlich“ ihr fünftes Album nach sich selbst benennt. So haben ERRA seit dem Debüt namens „Impulse“ (2012) bereits mehrere Releases mit kurzen prägnanten Titeln rausgehauen – jetzt eben selbst betitelt. Wir stellen euch die am 19.03.2021 veröffentlichte Scheibe mit einem Dutzend Songs hier bei metal-heads.de vor. Lasst uns also gemeinsam auf das Werk des Fünfers blicken.

Wie eine Maschinengewehrsalve…

ERRA nehmen keine Gefangenen – direkt der erste Track geht mit Wumms ins Gebein. Drumming im Stil von Progressive Metal – wenn man die Gitarrenriffs (die zusammen mit dem Schlagzeug die Durchschlagskraft von Maschinengewehrsalven haben) im Zusammenhang mit den Vocals – dieses Pendeln von Growls zu klarem, melodischen Gesang – hört, findet man sich jedoch eher im Metalcore-Sektor wieder. Beim 3. Stück geht es instrumentell melodischer los, aber die nötige Portion Härte kommt sogleich. Auch wenn die Kompositionen auf „Erra“ inhaltlich sehr unterschiedlichen Themen zuzuordnen sind, so ist die Grundstimmung eher gedrückt. Sänger und Gitarrist Jesse Cash befand sich gerade in einer schweren Lebensphase nach einer Trennung.

Ist das die Quelle für die rohe Energie und die Aggressivität der Songs!? Stakkatoriffs, Schlagzeugsalven – das volle Brett eben! Um noch einmal kurz auf den Albumtitel zu kommen. Diese Wahl passt ganz zu einer von Selbstreflexion geprägten Haltung, die sich durch das Material zieht. Die Band selbst sieht mit dem aktuellen Album eine Weiterentwicklung und doch bleibe die Eingängigkeit bei einer guten Portion Frische. „Shadow autonomous“ zeigt einen etwas melodischeren Einschlag und beim sechsten Song nimmt man teils deutlich den Fuß vom Gas. Die musikalischen Einflüsse geben ERRA mit einer Bandbreite von TOOL über die NINE INCH NAILS bis hin zu den DEFTONES an.

So finden sich auch Songs mit teils elektronisch spacigem Sound, dann wieder eher gradlinige Kracher mit gehörig Power. Oftmals wird die Balance zwischen hartem Einschlag und Melodieanteilen erreicht.

Das Fazit bei metal-heads.de zum Album von ERRA

Das Fazit bei metal-heads.de: kommen wir also zur abschließenden Beurteilung. Die amerikanische Combo ERRA bringt als 5. Release ein selbst betiteltes Album auf den Markt. Der angekündigte Stempel Progressive Metal ist für mich recht irreführend. Ich würde den Fünfer eher im Metalcore einsortieren. Das Schlagzeugspiel ist schon ansatzweise progressiv. Mir persönlich gefallen die melodischen Anteile besser, als die Stellen, wo der wütende Touch mehr dominiert. Insgesamt hätte ich mir musikalisch mehr Abwechslung gewünscht. Aber qualitativ ist das Material auf jeden Fall ansprechend.

ERRA – „Erra“ (VÖ: 19.03.2021)

ERRA - Albumcover Erra

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Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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