WITCHBOUND-„End Of Paradise“ Review

(English review down below)

Heavy Metal

mit seiner ganz klassischen Ader hexen uns WITCHBOUND (Facebook ) in die Ohren. Den tragischen Hintergrund möchte ich jetzt nicht in aller epischen Breite ausführen, aber es erscheint mir schon wichtig zu erwähnen, dass zwei tragische Verluste die Entstehung dieses Albums begleitet haben. WITCHBOUND fanden sich im Jahre 2014, nachdem der Songwriter Harald Sprengler alias Lee Tarot der Band STORMWITCH verstorben war. Nachdem Martin Winkler und Stefan Kauffmann (Gitarre) unter der neuen Band WITCHBOUND die ursprüngliche Band weiterleben lassen wollten, holte das Schicksal zum nächsten herben Schlag aus und man musste auch noch den Verlust von Martin Winkler ertragen.

Ein Neuanfang

Das hinterlässt deutliche Spuren und die übrig gebliebenen Musiker Stefan Kauffmann (Gitarre) und Peter Langer (Schlagzeug) mussten sich verständlicherweise einige Gedanken machen. Songs waren geschrieben und was nun? Man traf die Entscheidung, dass man das von Martin Winkler geschriebene Material zum Ende führen würde, um ihm die Ehre zu erweisen. Man gewann für dieses Projekt Tobias Schwenk und Natalie Pereira Dos Santos, welche als Gesangsduo agieren. Dazu gesellten sich noch Bassist Frank Bittermann und Gitarrist Julian Steiner. Damit war 2019 das neue Line Up komplett und WITCHBOUND arbeitete an dem neuen Album „End Of Paradise“, welches am 30.04. zur Walpurgisnacht veröffentlicht wird. Eine Herzensangelegenheit!

Traditionell

ist das Synonym, worunter man das Album fassen kann. Der Einstieg in das Album nach dem Intro mit „Battle Of Kadesh“ gelingt sehr eindrucksvoll. Ein flotter Song, der schon in Richtung Power Metal geht. Harte Riffs gepaart mit einem galoppienden Schlagzeug und aufpeitschendem Gesang von Sängerin Natalie. Und hier offenbart sich direkt eine Besonderheit von WITCHBOUND: Der duale Gesang! „Battle Of Kadesh“ gefällt durch schöne Hooklines und viel Power.

Mit eingängigen tollen melodischen Hooklines fliegt „Interstellar Odyssey“ durch das All. Hierbei übernimmt Tobias hauptsächlich den Vocalpart. Ein peppiger Song, der mit einem hochkarätigen Gitarrensolo Sterne explodieren lässt. Diese grandiose Gitarrenkunst zieht sich durch das gesamte Album und gibt dem Sound noch mal einen energischen Extraschub. Wahnsinnig präzise gespielt und mitreißend.

Hexenkessel

Die Songs huldigen dem klassischen melodischen Heavy Metal und vermitteln das Thema in Reinkultur. Tolle Riffs und tolle Melodien. Dabei hat die Hexengilde den Pfeffersack stets in der Hinterhand und würzt damit so manchen Trank im Hexenkessel. Bei „Torquemada“ ist dann zusätzlich noch ne Chilischote mit in den Topf reingefallen. Ein heißer Hexenritt, bei dem sogar wilde aufpeitschende Hexenschreie ertönen. Ist natürlich Geschmackssache, aber mit gefällt es.

„Nevermore“

gehört für mich mit zu den stärksten Songs auf dem Album. Kurze Synthieeinleitung und dann geht´s rund. Hier hat auch mal der Drummer etwas mehr zu tun. Fette Drums mit wummerndem Bass und jaulende Gitarren gepaart mit scharfem Riffing. Mit fiesen düsteren heiseren Growls leitet Natalie den Song ein, wechselt dann in krafvollen cleanen Gesang. Tobias steigt später ebenfalls ein. Insgesamt ein etwas vertrackter Song, der düstere Power und Melodie in sich vereint und ein epische Ausstrahlung innehat. Geiles Ding!

Nicht ganz so düster und geradliniger gibt sich der Titeltrack „End Of Paradise“. Hier sticht vor allem der schöne Chorus hervor.

Hexensause

Und wie es sich für eine vernünftige unterhaltsame Reise gehört, kehrt man gerne mal im nächsten Wirtshaus ein. Für die richtige Stimmung sorgt dann so ein Song wie „“Foreign Shores“. Ein wundervoll klassischer Folklore-Abfeier-Song! Warum nicht! Dem Charme kann man sich kaum entziehen und er macht einfach gute Laune. Also hoch die Humpen!

Die klassische schön vorgetragene Ballade „Our Hope“ darf natürlich nicht fehlen und sie bildet den versöhnlichen Abschluss einer langen Reise.

Fazit

WITCHBOUND haben ein schweres emotionales Erbe angetreten, aber es würdevoll mit Bravour gemeistert. Es sind liebevoll komponierte und interpretierte Songs, die eine Stunde lang eine lebendige wundervolle Geschichte erzählen. Dabei lassen sie eine gesunde Portion Power mit einfließen, so dass eine Vermischung von packendem Heavy Metal und knackigem Power-Metal entsteht. Es ist ein schönes vielseitiges Album geworden, dass den Spirit der alten Zeit vortrefflich einfängt und aufleben lässt.

Review English

Heavy Metal

with its quite classical vein WITCHBOUND (Facebook ) witch us in the ears. The tragic background I do not want to explain now in all epic breadth, but it seems important to me to mention that two tragic losses have accompanied the emergence of the album „End Of Paradise“. WITCHBOUND found each other in 2014 after the songwriter Harald Sprengler aka Lee Tarot of the band STORMWITCH passed away. After Martin Winkler and Stefan Kauffmann (guitar) wanted the original band to live on under the new bandname WITCHBOUND, fate took the next bitter blow and they also had to endure the loss of Martin Winkler.

A new beginning

This leaves scars in the heart of the remaining musicians Stefan Kauffmann (guitar) and Peter Langer (drums) understandably had to think about some things. Songs were written and what now? They made the decision that they would finish the material written by Martin Winkler to pay tribute to him. For this project Tobias Schwenk and Natalie Pereira Dos Santos were won, who act as a vocal duo. They were joined by bassist Frank Bittermann and guitarist Julian Steiner. With this, the new line up was complete in 2019 and WITCHBOUND worked on the new album „End Of Paradise“, which will be released on 30.04. in the so called „Walpurgisnacht“. An affair of the heart!

Tradition

is the synonym under which you can summarize the album. The entry into the album with „Battle Of Kadesh“ succeeds very impressively. A brisk song that already goes in the direction of power metal. Hard riffs paired with galloping drums and upbeat vocals of singer Natalie. And here directly reveals a special feature of WITCHBOUND: The dual vocals! „Battle Of Kadesh“ pleases with beautiful hooklines and a lot of power.

With catchy great melodic hooklines „Interstellar Odyssey“ flies through space. Here Tobias mainly takes over the vocal part. An upbeat song that lets stars explode with a top-class guitar solo. This grandiose guitar art runs through the entire album and gives the sound once again an energetic extra push. Very rousing!

Witch’s cauldron

All songs are a tribute to the classic melodic heavy metal and transport the theme magnificently. Great riffs and great melodies. The witch’s guild always has the pepper sack up their sleeve and spice up the potion in the witch’s cauldron with it.

With „Torquemada“ there is also a chili pepper in the pot. A hot witch ride, in which even wild whipping up witch screams sound. Is of course a matter of taste, but I like it.

„Nevermore“

is one of the strongest songs on the album for me. Short synth introduction and then it goes round. Here even the drummer has something more to do. Fat drums with booming bass and howling guitars paired with sharp riffing. With nasty gloomy hoarse growls Natalie introduces the song, then switches to powerful clean vocals. Tobias joins in later as well. Overall, a somewhat tricky song that combines gritty power and melody and has an epic feel to it. Wicked thing!

Not quite as dark and straightforward is the title track „End Of Paradise“. Here, especially the beautiful chorus stands out.

Witches‘ bash

And as it should be for a reasonable entertaining journey, you like to stop at the next pub. A song like „Foreign Shores“ then provides the right feeling. A wonderfully classic folklore party song! Why not! You can hardly resist its charm and it simply puts you in a good mood. So raise the tankards! Cheers!

Of course, the classic beautifully performed ballad „Our Hope“ must not be missing and it forms the conciliatory conclusion of a long journey.

Result

WITCHBOUND have taken on a heavy emotional legacy, but have mastered it gracefully with bravura. They are lovingly composed and interpreted songs on „Ende Of Paradise“ that tell a vivid wonderful story. At the same time, they allow a healthy dose of power to flow in, creating an amalgamation of gripping heavy metal and crunchy power metal. It has become a beautiful versatile album that captures the spirit of the old days excellently and brings it to life.

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Bildquellen

  • cover_final_1440x1440: El Puerto Records
  • WITCHBOUND End Of Paradise–Cover+Infos: Cover+Infos-->El Puerto Records / Background etc.-->Pixabay
  • WITCHBOUND Titel: El Puerto Records

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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