VREID: Wild North West (VÖ: 30. April 2021)

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„Wild North West“ ist neunte Album der norwegischen Band VREID. Es wird am 30. April 2021 via Season of Mist veröffentlicht.

VREID haben sich mit jedem Album weiterentwickelt und es immer wieder geschafft, mich zu überraschen. Zuletzt mit dem Album „Lifehunger“ (2018). Und so ist es auch diesmal. Unerwartet melancholisch, intensiv und differenziert bringen VREID warme Farben in den Black Metal.

Das „Wild North West“ – Projekt: Album und Film

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Dies wurde das kreativste Abenteuer, an dem ich je gearbeitet habe.

sagt Songwriter und Basser Jarle Hváll Kvåle über „Wild North West“.

Denn mit diesem Album verbinden VREID nicht nur aggressive mit doomigen und groovenden Elementen, sondern die Musik auch mit Visionen und Abenteuern.

Das Album ist Teil eines umfassenderen Projektes. Denn parallel dazu gibt es einen Film, in dem die acht Songs des Albums zu Kapiteln werden. Album und Film wollen uns an einen Ort mitnehmen, an dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. In der Geschichte geht es um das Leben selbst und den Tod als seinen ewigen Schatten.

Album und Film von VREID am 29. April 2021 als Livestream

Der Film wurde am 23. April 2021 im Kulturhaus in Sogn in einer Vorschau gezeigt.

Am 29.April 2021 stellen VREID ihr Album und den Film per Livestream vor. Den Livestream könnt ihr euch ab 21.00 Uhr bei YouTube ansehen. Der Stream ist kostenlos. Aber es ist auch möglich, via Paypal einen Betrag an die Band zu überweisen.

Wild North West – das kreative Abenteuer

Der Opener und Titelsong „Wild North West“ beginnt mit den fast schon unheimlichen Orgelklängen. Daran knüpft ein gradliniger Beat an, bis der vreid-typische Groove hereinbricht. Danach werden psychedelische Elemente eingestreut, mit flirrenden Tönen ein rockendes Solo vorbereitet. Dieser Song schafft mit warmen Klängen ein dunkles Ambiente, in das man sich fallen lassen kann, ohne zu versinken.

„Wolves At Sea“ ist ein fettes Black Metal Stück. Rasend mit melodischen Abschnitten gestaltet von Gitarre und Keys, die das Tempo herausnehmen. Bevor der Song ins Doomige abdriftet, nimmt er wieder an Tempo auf.

Bei „The Morning Red“ leiten klare Gitarrenmelodien den Song ein. Das Tempo bleibt eher ruhig, die Dynamik schaffen hier Drums und vibrierende Gesang.

In „The Shadow of Aurora“ nehmen VREID den Trash Metal – Faden aus ihren Anfängen auf und fädeln eingängige Melodieperlen auf.

„Spikes of God“ gibt Sture Dingsøyr die Gelegenheit, den Gesang garstig und die Gitarren experimentell klingen zu lassen.

Ja und dann folgt das locker rockende „Dazed And Reduced“ mit fast durchgängigem Klargesang. Dieser Song ist so ganz anders. Mit einer sanften Klaviermelodie im Mittelteil und melodieführender Basslinie bis er weiterrockt. Auch wenn dieser Song anders ist: im Rahmen des Albums wirkt er stimmig.

Mädchenstimmen eröffnen „Into The Montains“. Der Bass von Jarle Hváll Kvåle zieht sich wie eine rote Linie durch den Song, der ansonsten von einem Wechselspiel zwischen melodiösen und experimentellen Parts geprägt ist. Der Mittelteil ist schräg: irgendetwas zwischen Videospielmusik und HipHop, bis dann der Metal wieder die Führung übernimmt.

Das abschließende „Shadowland“ sorgt mit Orgeltönen zunächst eine eher düstere Trauer-Stimmung. Wuchtig kommen Gitarren und Bass hinzu. Das Drumming ist komplex und sorgt durch Verzögerungen für Spannung, die über die gesamten 10 Minuten dieses Tracks nicht nachlässt. Akustische Gitarrenmelodien lösen das Unheimliche zunächst auf, um es dann wieder gemeinsam mit den Keys zu verstärken. Die Melodien werden von wuchtigen Riffs aufgenommen und vom Bass gespiegelt. Mit dramatisch-traurigem Klavierspiel werden wir aus Song und Album entlassen.

Genreübergreifendes Konzept

VREID bleiben spannend. Mit „Wild North West“ haben sie wieder einmal gezeigt, wie gut sie Spannung aufbauen und dies nicht über einen Song, sondern über ein ganzes Album aufrechterhalten können. Es geht von düster-gruseligen Klängen bis hin zu melodischen Elementen, die eingängig rocken. VREID haben ein Album produziert, das Genregrenzen geschmeidig und energisch zugleich überschreitet und einfach Spaß macht.

Auch die Produktion hat mir gut gefallen: klanglich differenziert mit vielen Akzenten, rhythmisch dynamisch und dabei fließend und warm. VREID haben den Songs Wendungen gegeben und dabei Überraschendes mit dem verbunden, was ihre Musik bisher ausmachte.

VREID sind:

Sture Dingsøyr (Vocals, Gitarre)
Jarle Hváll Kvåle (Bass, Keyboard)
Stian Bakketeig (Gitarre)
Jørn Holen (Drums)

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Bildquellen

  • vreid wild north west cover: Season of Mist
  • vreid wild north west cover season of mist: Season of Mist
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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