DEVILDRIVER – Trust No One

DevilDriver – Im August auf Tour

DevilDriver trauen niemandem

Ach ja, war das ein Orkan, den Frontmann Dez Fafara im Jahr 2003 entfachte. Nach dem Niedergang von Coal Chamber trommelte der jetzt 49 jährige die Musiker Jeff Kendrick, Jon Miller, John Boecklin und Evan Pitts, welcher kurze Zeit später durch Mike Spreitzer ersetzt wurde, zusammen, um eine neue Vision der Musik unter dem Namen DevilDriver festzuhalten.

Es folgte ein großartiger Start mit dem Debüt „DevilDriver“, der die Leadsingle „I Could Care Less“ hervorbrachte. Nur zwei Jahre später legten DevilDriver den Soundtrack für jeden Pit hin. „The Fury of Our Maker’s Hand“ erblickte das Licht der Welt und etablierte DevilDriver als Speed Groove Metal Band Nummer 1. Die Single „End Of The Line“ animierte die Konzertbesucher zu riesigen Circle Pits auf deren Live Gigs. Selbst mit Album Nummer Drei „The Last Kind Words“ schaffte man das hohe Niveau zu halten und jede Menge Hits wie „Not All Who Wander Are Lost“ oder den Klassiker „Clouds Over California“ zu fabrizieren. Die Band aus Santa Barbara befand sich 2007 auf dem absoluten Höhepunkt ihres kreativen Schaffens.

Aufgrund der musikalischen Neuausrichtung der letzten Alben „Pray for Villains“, „Beast“ und „Winter Kills“ verlor man nicht nur einige Fans, sondern auch die komplette Originalbesetzung der Band. 2016 ist nur noch Gründungsmitglied Dez Fafara übrig (neben Mike Spreitzer, der seit 2004 in der Band spielt). Ergänzt wird die Metal-Truppe durch Neal Tiemann (Gitarre), Austin D’Amond (Schlagzeug) und Diego „Ashes“ Ibarra (Bass). metal-heads.de macht für euch den Soundcheck, wie sich DevilDriver 2016 anhören.

Teufelsritt im CD Player

Der Opener „Testimony Of Truth“ startet und baut sich sehr langsam auf. Plötzlich knallt es, und der gute Dez erklingt. Sehr wütend und aggressiv shoutet er mir die Hook: The truth is I never liked you this testimony is one of truth you’re just a means to an end in meine Ohren. Schön, dass sich gewisse Elemente bei DevilDriver nicht ändern. Genau wie Lied Nummer Zwei „Bad Deeds“, welches von seinen Double-Bass Attacken lebt. „My Night Sky“ und „This Deception“ wirken von der Songstruktur sehr ähnlich und erinnern an Lieder aus der „Beast“ Ära. Beide Lieder sind zwar laut und gehen nach vorne, jedoch gibt es stärkere Tracks im DevilDriver-Universum.

 

„Above It All“ gehört zu den eher starken Liedern des Albums. Hier sind Ansätze zu hören, die an ältere Veröffentlichungen erinnern. Der nächste Song „Daybreak“ gehört zu meinen Favoriten und ruft alles ab, was DevilDriver sind, waren und es hoffentlich immer sein werden: Ein richtiges Groove Monster. Der nachfolgende Track „Trust No One“ reiht sich 1 zu 1 zum Vorgänger Song ein und peppt das Album auf. Hier treffen schöne und saubere Melodien auf brutale Grindcore-artige Rhythmen. Die neuen Bandmitglieder beweisen echt ihr ganzes Können. „Feeling Ungodly“ beginnt mit einem derben Double-Bass Angriff von Austin auf die Ohren, bevor es für wenige Sekunden ruhig wird, und der Track Fahrt aufnimmt. Dez holt hier alles aus seiner Stimme raus. Ehe das Album endet, wird mit „Retribution“ die Speed Metal Schraube angezogen. Die harten Riffs von Neal und Mike laden zum Headbanging ein bevor DevilDriver den Hörer mit „For What it’s Worth“ im Gitarrenhagel loslassen.

metalheads.de-Fazit zu „Trust No One“

DevilDriver 2016 sind musikalisch eine ganz andere Band als von 2003 bis 2007. Dies ist auch auf den neuen Bandvibe durch die neuen Mitglieder zurückzuführen. Wer auf Hits wie „Devil’s Son“, „Hold Back the Day“ oder „Horn of Betrayal“ hofft, wird leider enttäuscht werden. Dez und seine Jungs setzen da an, wo „Winter Kills“ aufgehört hat und bauen sogar etwas mehr Thrash Metal Elemente ein. Technisch und musikalisch ist es eine glatte, saubere und moderne Platte. Diesen Weg kann man natürlich gehen, jedoch das was DevilDriver einst ausgemacht hat, das Besondere, schwindet von Album zu Album. Die Lieder wirken bis auf wenige Ausnahmen seit „Beast“ austauschbar. Sehr schade. Dem Album sollte man definitiv eine Chance geben und es als Neuanfang sehen. Als Anspieltipps kann ich „Above It All“, „Daybreak“ und „Trust No One“ sehr empfehlen.

Cover und Tracklist

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1. Testimony Of Truth
2. Bad Deeds
3. My Night Sky
4. This Deception
5. Above It All
6. Daybreak
7. Trust No One
8. Feeling Ungodly
9. Retribution
10.For What it’s Worth

Limited Edition Version:
11. House Devided (Bonus Track)
12. Evil Of Swift Wings (Bonus Track)

DevilDriver auf Europatour im Sommer 2016

29.07.16 DE – Saarbrücken / Saarmageddon
30.07.16 DE – Essen / Nord Open Air
02.08.16 DE – Jena / F-Haus
04.08.16 DE – München / Backstage
05.08.16 DE – Porta Westfalica / Festivalkult
06.08.16 DE – Wacken / Wacken Open Air
07.08.16 DE – Köln / RheinRiot
09.08.16 DE – Berlin / BiNuu
12.08.16 AT – Graz / Metal On The Hill Festival
13.08.16 DE – Frankfurt / Zoom

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Bildquellen

  • devil_driver_trust_no_one_cover: amazon.de
  • DevilDriver – Im August auf Tour: Ben Hoffman / Napalm Records
Kjo

Kjo

Die Basis für den Lärm den ich heute höre, legten in meiner Kindheit Elvis und The Rolling Stones. Beide Künstler sind „always on my mind“.

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