Dritter Streich von Jill Janus und HUNTRESS – „Static“ (VÖ: 25.09.2015)

3. Album der US-Metaler

Nach dem genialen Debütalbum „Spell Eater“ (2012) und dem etwas sperrigen Zweitwerk „Starbound Beast“ (2013), legen Huntress anno 2015 nun ihren dritten Longplayer „Static“ mit einer Spielzeit von knapp 47 Minuten vor.

Als Fan der ersten Stunde freut es mich daher sehr, dass der stellvertretende Chefredakteur mir die Aufgabe übertragen hat, das Werk rezensieren zu dürfen.

Das Quartett aus Los Angeles um Fronthexe Jill Janus legt auch gleich mit dem energiegeladenen Opener „Sorrow“ und der Up-Temponummer „Flesh“ beeindruckend los.

Es folgt das komplexe, leicht progressive „Brian“ und das mit einem sehr schönen Refrain versetzte „I Want To Wanna Wake Up“.

Bei „Maniac“ – der längsten und schleppensten Nummer des Albums – spielt Jill Janus besonders mit ihrer Stimme und erinnert mich phasenweise an die viel zu früh verstorbene Dawn Crosby (Détente).

Mit „Four Blood Moon“ und dem Titeltrack „Static“ bewegt die Band sich soundmäßig im Mid-Tempobereich. Fetzige Gitarren und geile Gitarrensoli zeichnen die Songs aus.

Zum Abschluss des Albums kommt mit „Hard Times On Planet Stoked“, „Noble Savage“ und „Fire In My Heart“ ein Dreier, der es in sich hat. Die Songs haben allesamt Hymnen-Charakter und bestechen durch schöne Refrains.

Noble Savage“ erinnert mich gar ein wenig an alte Priest-Nummern.

Zum Bonustrack „Black Tongue“ kann keine Aussage getroffen werden, da dieser zum Review nicht zur Verfügung stand.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Static“ wieder in die richtige Richtung geht. Die Songs setzen sich nicht unbedingt beim ersten Hördurchgang fest, knallen dafür beim zweiten oder dritten Durchgang umso mehr und zeigen den Facettenreichtum.

Exzellente und technisch sehr versierte Gitarren sowie der 4-Oktaven-Stimmumfang von Frau Janus bieten dem Fan von straightem Heavy Metal alles, was benötigt wird. Die moderne und druckvolle Produktion fügt Bass und Drums gut ins Werk ein und rundet das gute Gesamtbild ab.

Napalm Records haben mit Huntress eine Band am Start, deren Potenzial noch lange nicht erschöpft ist.

Die für mich überraschende, negative Kritik von einem renomierten, deutschen Magazin, welches die Band im unteren Drittel der Gesamtwertung verschwinden lässt, kann ich nicht nachvollziehen. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

 

Line-Up:

Jill Janus – Vocals

Blake Meahl – Gitarre

Eli Santana – Gitarre

Tyler Meahl – Drums

 

Tracklist:

Sorrow

Flesh

Brian

I Want To Wanna Wake Up

Mania

Four Blood Moon

Static

Harsh Times On Planet Stoked

Noble Savage

Fire In My Heart

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Bildquellen

STAHL

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs „Hells Bells“ hat 1980 alles angefangen und es gab kein zurück mehr…long live the loud…

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