EX DEO – „The Thirteen Years Of Nero“ Review

(English Review down below)

Melodic-Death-Metal

von der kanadischen Band EX DEO (Facebook) hat einen guten Wiedererkennungswert, was hauptsächlich ihrem typischen symphonischen bombastischen Erscheinungsbild zu verdanken ist, welches mit der markanten Stimme von Sänger Maurizio Iacono gekrönt wird.

EX DEO haben immer gut bis sehr gut abgeliefert. „Caligvla“ aus dem Jahr 2012 war für mich der Höhepunkt ihrer Diskografie…bisher. Allerdings ähnelte sich das Songmaterial für meinen Geschmack manchmal zu sehr und ich hätte mir etwas frischen Wind im Sound gewünscht. Nun steigt das neue Album „The Thirteen Years Of Nero“ (VÖ 27.08.2021) aus den brennenden Ruinen Roms empor. Bin ich mal gespannt, auf welchem Level sich das neue Album bewegt.

Bombastisch

brechen EX DEO wie gewohnt hervor. Der Opener „The Fall Of Claudius“ ist einer der geilsten Songs, die ich bisher von EX DEO gehört habe. Ein Windzug von düsterem Black Metal hält Einzug, wenn Sänger Maurizio mit seinen fiesen hohen Screams loslegt. Zudem gesellen sich schräge Gitarrenriffs dazu, die geradezu verstörend zerstörend wirken und dem Song eine ganz besondere Aura des Wahnsinns verpassen. In Verbindung mit dem grundlegend gewohnt massiven Riffing, dem fundamentalen Drumming und dem einnehmenden Bass entsteht ein unheimliche und zermalmende Soundwalze, die es in sich hat. Ein beeindruckendes Opening!

Lasset den Imperator sprechen!

Kommen wir zu der ersten Video-Single des neuen Albums. „Imperator“. Der setzt die Geschichte nicht weniger eindrucksvoll wie der Opener fort. Ein gewaltiges Erdbeben, was nicht nur die Boxen erschüttern lässt. Das ist kolossaler Metal, der Eure Leiber zum Beben bringt. Die orchestralen Elemente verstärken diesen Effekt sehr gekonnt und sind perfekt vom niederländischen Keyborder Clemens Wijers (CARACH ANGREN, LINDEMANN) eingesetzt. Ja, ich muss zugeben. Das Album gefällt mir immer besser. Gönnen wir uns eine Lesepause und schauen uns das recht schonungslose Video an, welches tatsächlich nicht mir rotem Saft geizt. Guten Appetit!

Machtvoll und majestätisch

geht es weiter voran. „The Head Of The Snake“ zeigt noch mal mehr, dass EX DEO mit diesem Album etwas weitergehen. Das macht richtig Bock! “ The Head Of The Snake“ schaltet in imponierenden Vollgaspassagen auf Frontalangriff. Die Tempiwechsel und die im Hintergrund erklingenden sakralen Chöre erzeugen eine mystische Atmosphäre. Beeindruckend auch hier wieder die famosen orchestralen Elemente.

Man merkt den Songs auch an, dass man insgesamt mehr Wert auf Abwechslung gelegt hat. Und genau das wertet die Songs unheimlich auf. So ist auch der stimmungsvolle weibliche Gastgesang beim Song „Boudicca (Queen Of The Iceni)“ von Brittney Slayes (UNLEASH THE ARCHERS) sehr willkommen und sorgt für spezielle Momente. Ich erinnere mich auch gerne zurück an den genialen Song „Divede Et Impera“ vom Album „Caligvla“.

In dem epischen rein akustischen Intermezzo „Trial Of The Gods“ zeigt Keyborder Clemens Wijers eindrucksvoll, was es heißt atmosphärische orchestrale Soundlandschaften zu erschaffen. Der ultimative Einstieg in dem unheilvollen Midtempo-Brecher „The Fiddler & The Fire“, der es mir auch besonders angetan hat. Dies liegt vor allem an dem traumhaften Refrain, der von einem Streicherensemble getragen und von einem Trommelgewitter durch Jeramie Kling (Venom Inc.) befeuert wird. Über allem thront dann die Stimme von Maurizio. Gänsehaut! Zudem bedient man sich der exotischen Töne einer Harfe. Solche kleinen Besonderheiten gefallen mir immer ganz gut.

Fazit

EX DEO haben mit “ The Thirteen Years Of Nero“ ein mächtig imposantes Album hervorgebracht. Die fette druckvolle Produktion ist für den EX DEO-Sound wie geschaffen und steigert den ohnehin schon kolossalen Charakter der Songs zu einem brutalen Erdbeben. Die Atmosphäre ist noch dichter geworden und die Abwechslung bzw. der Mut im Songwriting ist deutlich spürbar, könnte meiner Meinung nach aber noch ein wenig mutiger und ausgefallener ( wie z.B. im ersten Song „The Fall Of Claudius“) ausfallen. Die imposanten Songkohorten des Albums kämpfen sich unerschrocken in die Oberliga des Melodic-Death-Metal. So viel ist sicher! Eine imponierende Geschichtsstunde, die man so schnell nicht vergessen wird und bleienden Eindruck hinterlässt. So kann es weitergehen!

English Review

Melodic-Death-Metal

by the Canadian band EX DEO (Facebook) has a certain recognition value, which is mainly due to their typical symphonic bombastic appearance, topped with the distinctive voice of singer Maurizio Iacono.

EX DEO have always delivered good to very good. „Caligvla“ from 2012 was for me the highlight of their discography…so far. However, the song material was sometimes too similar for my taste and I would have liked some fresh wind in the sound. Now the new album „Thirteen Years Of Nero“ (VÖ 27.08.2021) rises from the burning ruins of Rome. I’m curious to see on what level the new album moves.

Bombastic

EX DEO burst out as usual. The opener „The Fall Of Claudius“ is one of the most awesome songs I’ve heard from EX DEO so far. A breeze of gloomy Black Metal takes hold when singer Maurizio starts with his nasty high screams. In addition, weird guitar riffs join in, which are almost disturbingly destructive and give the song a very special aura of madness. In conjunction with the fundamentally usual massive riffing, the massive drumming and the engaging bass creates an eerie and crushing sound wall. An impressive opening!

Let the Imperator speak!

Let’s move on to the first video single of the new album. „Imperator“ continues the story no less impressively than the opener. A huge earthquake, which not only makes the boxes shake. This is colossal metal that will make your bodies shake. The orchestral elements enhance this effect very skillfully and are perfectly used by Dutch keyboarder Clemens Wijers (CARACH ANGREN, LINDEMANN). Yes, I have to admit. I like the album more and more. Let’s take a break from reading and have a look at the quite ruthless video, which indeed does not stingy with red „color“. Bon appetite!

Powerful and majestic

it goes further ahead. „The Head Of The Snake“ shows once again that EX DEO develope a step further. That´s really impressive! “ The Head Of The Snake“ switches to frontal attack in impressive full throttle passages. The tempo changes and the sacral choirs sounding in the background create a mystical atmosphere. Impressive here again the awesome orchestral elements.

You can also tell that the songs have been given more emphasis on variety. And exactly this enhances the songs enormously. So the atmospheric female guest vocals on the song „Boudicca (Queen Of The Iceni)“ by Brittney Slayes (UNLEASH THE ARCHERS) is very welcome and provides special moments. I also fondly remember the brilliant song „Divede Et Impera“ from the album „Caligvla“.

In the epic purely acoustic intermezzo „Trial Of The Gods“ keyboarder Clemens Wijers impressively shows what it means to create atmospheric orchestral soundscapes. The ultimate introduction in the ominous midtempo-breaker „The Fiddler & The Fire“, which I also like very much. This is mainly due to the dreamlike chorus, which is carried by a string ensemble and fueled by a drum storm of Jeramie Kling (Venom Inc.). Maurizio’s voice then towers over everything. Goosebumps! In addition, the exotic sounds of a harp are used. Such small peculiarities always please me quite well.

Result

EX DEO have produced a mighty imposing album with „Thirteen Years Of Nero“. This fat powerful production is perfectly made for the EX DEO sound and increases the already colossal character of the songs to a brutal earthquake. The atmosphere has become even denser and the variety or courage in the songwriting is clearly noticeable, but in my opinion could still be a little bolder and more unusual ( such as in the first song „The Fall Of Claudius“). The imposing song cohorts of the album fight their way fearlessly into the upper league of Melodic-Death-Metal. That is for sure! An impressive history lesson that will not be forgotten so quickly and leaves a lasting impression. It can go on like this!

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Bildquellen

  • EX DEO Nero Cover+Infos: Napalm Records
  • EX DEO Nero Titelbild: Napalm Records

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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