FEUERSCHWANZ – „Memento Mori“ Review

Deutscher Folk Metal

Silvester gibt es für viele einen Grund zu feiern, denn FEUERSCHWANZ (Facebook) zünden ein Feuerwerk mit ihrem neuen Album „Memento Mori“. Das Album ist seit heute erhältlich und hier werdet Ihr erfahren, was sich FEUERSCHWANZ so haben einfallen lassen. Sie haben jüngst mit einem Cover auf sich aufmerksam gemacht.

Es ist eine Cover-Version des MANOWAR-Klassikers „Warriors Of The World United“. Diese wurde allerdings sehr zwiespältig aufgenommen. Bei MANOWAR scheiden sich ohnehin die Geister. Aber ich fand die alten Scheiben von den Poser-Metallern echt gut. Da gibt es echte Klassiker. „Warriors Of The World United“ gehört zweifelsfrei dazu. FEUERSCHWANZ haben auf jeden Fall ihr eigenes Ding daraus gemacht und dem Song ihren Stempel aufgedrückt. Ist kein schlechtes Cover, aber ich persönlich kann mit der Originalstimme von Eric Adams mehr anfangen. Neben den männlichen Vocals gibt Melissa Bonny hier ein Gastspiel. Und auch wenn ich Melissa Bonny sehr schätze, so hätte es ihre Stimme hier (zumindest in der melodisch zarten Version) nicht gebraucht. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

Sehr viel besser hat mir das Cover von dem Song „Jenny Of Oldstones“ aus der Serie Games Of Thrones gefallen. Dort hat Hans Platz von FEUERSCHWANZ mit Melissa Bonny ebenfalls zusammengearbeitet. Der Song hat mich echt abgeholt. (siehe Bericht hier)

Aber nun zum neuen Album „Memento Mori“

Der Titelsong ist gleichzeitig der Opener des Albums und macht erst gar nicht den Versuch langsam in das Album einzusteigen. Es geht gleich flott los und man hat wie gewohnt keine Mühe dem Text zu folgen. Der Rhythmus ist einfach gehalten und die Gesangslinien laden umgehend zum Mitsingen ein. So bleibt ein eingängiger Song, der gute Laune verbreitet. Irgendwie wird man auch immer durstig und das Verlangen nach einem hopfenhaltigen Erfrischungsgetränk wird groß, wenn man FEUERSCHWANZ hört. Was allerdings auch sofort auffällt ist die Tatsache, dass FEUERSCHWANZ mehr Metal in ihren Sound haben einfließen lassen. Im Gegensatz zu früher geht es deutlich gitarrenlastiger zur Sache.

Hm… das kommt mir bekannt vor

Bei den Songs „Ultima Nocte“ und „Krampus“ hatte sich bei mir umgehend der Gedanke an POWERWOLF aufgedrängt. Dafür sorgen nicht nur die Riffs, sondern auch die Chöre, die ähnlich dahingeschmettert werden.

Man kann das Rad nicht immer neu erfinden und von daher kann man ihnen das nicht zum Vorwurf machen, denn letztlich bleiben sich FEUERSCHWANZ treu und liefern ihren bekannten Sound ab, eben nur ein paar Takte härter. Dabei werden die Songs wirklich nicht schlecht geschmettert, reißen Euch mit und sind tatsächlich hervorragend geeignet, um geradewegs auszurasten.

Dabei sei der Song „Im Rausch der Barbarei“ genannt, der mir besonders gut gefallen hat. Der Song ist ein massiver mit Stahl verstärkter Rammbock, der Burgtore splittern lässt und einreißt. Der Song trifft mit seinem wuchtigen Metalsound in Verbindung mit den Folkelementen genau ins Schwarze. Das macht mächtig was her und dürfte die Fans live völlig zum ausrasten bringen.

Zum runterkommen

gibt es auch was. Die Ballade „Das Herz eines Drachen“ umschifft gekonnt das gefährliche Riff der Kitschigkeit und ich habe mich dabei ertappt dieses Lied gut zu finden. Das liegt daran, dass sich die anfänglich ruhige Ausstrahlung zu einer imposanten Powerballade entwickelt.

„Skaldenmet“ als letzter Song des Albums haut noch mal richtig auf die Pauke und ist ein richtiger Schunkelgenerator. Hoch die Humpen!

Der Song mit dem geilsten Titel ist für mich auf jeden Fall „Untot Im Drachenboot“. Der ist so behämmert, dass er schon wieder geil ist. Der Song selber setzt die Segel auf „Volle Fahrt voraus“ und reitet im flotten Tempo über die Wellen. Das steigt man gerne mit ins Drachenboot und wird Teil der wilden Fahrt.

Fazit

FEUERSCHWANZ haben mit „Memento Mori“ rasant Fahrt aufgenommen. Die Segel des Drachenbootes stehen voll im Wind. Sehr zu meiner Freude geht es in die richtige Richtung, und zwar ins deutlich härtere Fahrwasser. Steht der Band meiner Meinung außerordentlich gut zu Gesicht. Eingängigkeit und der Gute-Laune-Folk-Faktor sind nach wie vor präsent. Jetzt sollten sie nur aufpassen, dass es sie es nicht in Gewässer verschlägt, wo sich schon viele andere Kriegerschiffe aufhalten. FEUERSCHWANZ sollten sich also ihre Eigenständigkeit bewahren. Mit „Memento Mori“ werden FEUERSCHWANZ auf jeden Fall mächtig in den Charts einschlagen. Da bin ich mir sicher! Mit diesem Album kann man jedenfalls wunderbar ins neue Jahr 2022 rocken.

Ihr könnt auch zusammen mit der Band feiern, wenn Ihr mögt. FEUERSCHWANZ laden Euch herzlich zu ihrem Live-Streaming-Event am 31.12.2021 ein, welches von 15:30 h bis 21:00 h dauern wird. Ich bin sehr gespannt darauf und werde mal reinschauen und reinhören. (Link zum Event auf Facebook)

English review

German Folk Metal

New Year’s Eve there is an additional reason for many to celebrate. Because FEUERSCHWANZ (Facebook) ignite fireworks with their new album „Memento Mori“.

A short time ago they offered the cover version of the MANOWAR classic „Warriors Of The World United“. However, this cover was received very ambivalent. With MANOWAR the opinions are divided anyway. But I found the old songs of the poser-metallers really good. There are real classics on it. „Warriors Of The World United“ is one of them without a doubt. FEUERSCHWANZ definitely did their own thing with it and put their stamp on the song. It’s not a bad cover, but I personally can do more with the original voice of Eric Adams. In addition to the male vocals, Melissa Bonny makes a guest appearance here. And even though I really appreciate Melissa Bonny, her voice would not have been needed here (at least in the melodically tender version). But that’s just my humble opinion.

I liked much better the cover of the song „Jenny Of Oldstones“ from the series Games Of Thrones. There Hans Platz from FEUERSCHWANZ worked together with Melissa Bonny. (see report here)

But now to the new album „Memento Mori“

The title track is also the album’s opener and doesn’t even try to enter the album slowly. It goes briskly forward a at once and as usual you have no trouble to follow the lyrics. The rhythm is kept simple and the vocal lines immediately invite you to sing along. So it remains a catchy song that spreads good mood. Somehow you always get thirsty when you listen to FEUERSCHWANZ. So get a beer and let’s go further! However, what is also immediately noticeable is the fact that FEUERSCHWANZ have let more metal flow into their sound. In contrast to the past, it is clearly more guitar-heavy to the point.

Hm… that sounds familiar

With the songs „Ultima Nocte“ and „Krampus“ the thought of POWERWOLF had forced itself on me instantly. This is not only due to the riffs, but also the choruses, which are blaring along in a similar way.

You can’t always reinvent the music and therefore you can’t blame them for that so much, because in the end FEUERSCHWANZ stay true to themselves and deliver their well-known sound, just a few bars harder. The songs are really not badly belted out. They sweep you along and are actually excellent for freaking out and partying all night long.

Here, the song „Im Rausch der Barbarei“ should be mentioned, which I particularly liked very much. This song is a massive steel-reinforced battering ram that splinters and tears down castle gates. Great song! The massive Metal sound in conjunction with the folk sound makes a mighty thing and should bring the fans live completely to freak out.

A powerful ballad

is also on board. The ballad „The Heart of a Dragon“ skillfully skirts the dangerous riff of cheesiness and I found myself liking this song. That’s because the initially calm vibe develops into a massive power ballad.

„Skaldenmet“ is just as powerful. The last song of the album is a real cracker.The tankards are up!

The song with the craziest title for me is definitely „Untot Im Drachenboot“ („Undead In The Dragonboat“). It’s so crazy and cool at same time. The song itself sets the sails on „full speed ahead“ and rides at a brisk pace over the waves. You like to get into the dragon boat and become part of the wild ride..

Conclusion

FEUERSCHWANZ have picked up speed with „Memento Mori“. The sails of the dragon boat are fully in the wind. Much to my delight, it goes in the right direction, namely in the significantly harder waters. In my opinion, it suits the band extraordinarily well. Catchiness and the good mood folk factor are still present. Now they just have to be careful that they get into waters where many other bandships are sailing. So FEUERSCHWANZ should keep their independence. With „Memento Mori“ they will hit the charts in any case. I am sure of that! With this album you can rock wonderfully into the new year 2022.

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Bildquellen

  • FEUERSCHWANZ Cover+Infos: Cover-->Napalm Records / Rest-->Pixabay
  • Feuerschwanz Titelbild Photo Credit_Nikolaj Georgiew: Napalm Records

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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