For Today – Wake – Album Review

For Today - Wake - Artwork

„Auch wenn es „unmöglich“ erscheint, so gibt es doch immer wieder einen Weg, genügend Stärke zu finden, um weiterzumarschieren und die Ziellinie siegreich zu überqueren. Dies trifft auf alles im Leben zu. Wenn man die Nein-Sager und Zweifler vergisst und sich den Widrigkeiten entgegenstellt, kann man alles erreichen.“

Mit diesen Worten stellen For Today aus Sioux City, Iowa ihr heute am 2.10.2015 erscheinendes Album vor. Der Titel des Silberlings der nun vor mir liegt, lautet Wake, was soviel wie Totenwache bedeutet. Dies merkt man der düsteren Stimmung des Langspielers auch sehr deutlich an.

Im März diesen Jahres hatte man sich noch unter recht unklaren Umständen von Gitarrist Samuel Penner getrennt. Das aktuelle Line-up der 4 verbleibenden Mitglieder, die noch vor Kurzem bei Nuclear Blast unterzeichnet haben, besteht also aus Mattie Montgomery (Gesang), den Brüdern Ryan (Gitarre/Gesang) und Brandon (Bass) Leitru und Drummer David Pucket. Der Weggang von Samuel bringt der Scheibe aber keinen Nachteil – vorab sei gesagt: der Shit groovt gewaltig und ist auch für weniger christliche Metalcore-Fans geeignet!

Sänger Mattie meint dazu: “This is definitely the start of a new season for us. The new album shows how far we’ve come. At the same time, it’s a good introduction to the band. You don’t have to be a Christian to enjoy a For Today show or buy an album. This is open to everyone. We’re all part of something very big together.“

Mit 10 Titeln und einer Gesamtspielzeit von 36:55 ist Wake ein recht kurzer Langspieler, aber nicht weniger druckvoll geworden.

Das mittlerweile 5. Album Band ist gut abgemischt und man kann definitiv sagen, dass For Today hier eine ordentliches Metalcore-Scheibe vorstellt, die alles bietet, was man als Band dieses Genres benötigt. Wir finden schnellere Sequenzen (No Truth For Sacrifice oder Broken Lens) gefolgt von zum Teil sehr krassen Breakdowns (Flooded Earth oder Time And Tide) und ruhigeren, aber nicht weniger kraftvollen Stücken (Deserter oder Bitter Roots).

Gerade Broken Lens liefert sehr viel Druck und animiert zu Moshpit-Besuchen erster Klasse. Forced Into Fire zeigt sehr gute Kopfnicker-Qualität und macht ebenfalls Lust auf die nächsten Live-Auftritte der Band. Ein Highlight auf Wake ist für mich auch der Track Deserter, der neben dem sehr düsteren Text ebenfalls sehr druckvoll aus ruhigeren Stellen heraus kommt. Die Gesangsparts können auf ganzer Länge überzeugen wobei hier bei allen Songs die Stimme wesentlich sauberer klingt als bei No Truth For Sacrifice – irgendwie waren bei dem Song die Stimmbänder noch nicht warm.

Fazit:
Für mich ein ganz ordentliches Album. Es bringt – wie voran erwähnt – alles mit, was man für eine ordentliche Metalcore Scheibe braucht. Es sind keine großen Überraschungen auf Wake, wobei ich bei Bitter Roots die Übergänge der aggressiven Breaks mit den ruhigen Parts schon echt gut fand.

Von mir eine Kaufempfehlung und die Hoffnung auf eine baldige Tour. 2014 haben For Today bereits auf der MainStage der Van´s Warped Tour gespielt; vielleicht sieht man sie ja nach ihrer heute startenden US Tour im kommenden Jahr auch in Deutschland wieder.

Mehr von For Today oder zum Album Wake findet ihr unter der Nuclear Blast Artist Seite oder auf ihrer Facebook Seite

 

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Bildquellen

  • For Today – Wake – Artwork: Label Nuclear Blast
Toby the Ogre

Toby the Ogre

Früher aktiver Death-Schreihals und Sänger, heute passiver Schreihals. Lieblingsgeräusche: Konzert-Tinnitus und Motorräder. Lieblingsbands: Gojira, Meshuggah, Nile, Rivers of Nihil, Parkway Drive. Wenn der Tinnitus nachlässt höre ich auch gerne in andere Genre rein.

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