Galliard Syndrome „Velvet Rings“ (VÖ: 05.02.2016)

Galliard Syndrome Velvet Rings

Galliard Syndrome nennt sich eine junge Rocktruppe aus dem Land von Gyros, Ouzo und Staatsschulden (Pfui!). Als ich las, dass die Band Deep Purple, Johann Sebastian Bach, Blackmore´s Night, Blind Guardian und Queen als Vorbilder nennt und irischen und griechischen Folk als weitere Einflüsse bezeichnet, stellte ich mir sogleich die Frage, wie man das unter einen Hut bekommt.

Wilder Stilmix zwischen Folk, Rock und Metal

Um es vorweg zu nehmen, auf dem Album „Velvet Rings“ gelingt es tatsächlich irgendwie. Mit „Velvet Rings“ und „Your love is a game“ startet das Album eher poppig-rockig. Dabei fällt gleich die angenehme Stimme von Sänger Dimitris Barbas auf (auch wenn ab und an der griechische Akzent durchschimmert). Im weiteren Verlauf des Albums gleicht dann aber kaum ein Lied dem anderen. Mal geht es nahezu klassisch, mal hardrockig, mal folkloristisch und mal beinahe schwermetallisch zur Sache. Hier sind Synthies, da Klavier, dort Orgel und dann wieder fette Gitarrenriffs zu hören. Auch die Songtexte behandeln völlig unterschiedliche Themen (mein Lieblingstitel ist „Ode to Beer“). Kritisch betrachtet könnte man sagen, dass die Band ihren eigenen Stil noch nicht gefunden hat. Positiv betrachtet, bietet das Album Abwechslung, wie ich es selten erlebt habe. Manchmal erscheint es fast etwas des Guten zu viel, aber insgesamt ist es ein sehr entspanntes und atmosphärisch dichtes Album. Macht euch einfach selbst ein Bild. Als Anspieltipps würde ich „Velvet Rings“, das lässig soul-rockige „Pissing against the Wind“ und das einen Hauch Blind Guardian versprühende 2 Tracks umfassende Epos „Fantastica is in Danger – Neverending Story Part 1 and 2“ nennen. Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung sich Galliard Syndrome weiter entwickeln werden. Einen kleinen Eindruck vom Album könnt ihr euch mit dem folgenden Teaser verschaffen:

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Bildquellen

  • GALLIARD_SYNDROME-VelvetRings-Cover: The Leaders Group
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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