GRAI – Ashes (VÖ: 01.12.2017)

Grai - Ashes - Cover/Ausschnitt

Liebe Metalheads-Gemeinde! Ich muss zugeben, dass ich über die aus Russland stämmigen Grai, was auf deutsch soviel wie Rabenschrei heißt, mehr oder weniger zufällig gestolpert bin. Und darüber kann ich ganz ehrlich nur froh sein, denn sonst hätte ich eine der interessantesten und innovativsten Folk-Metal Bands nie kennengelernt. Für mich, dass kann ich hier an dieser Stelle schon vorab verraten, ist „Ashes“ definitiv eine der besten Veröffentlichungen des Jahres 2017.

Grai liefern mit „Ashes“ innovativen Folk-Metal

Irina - Grai Das düstere, mehrstimmige Intro „Haze“ ebnet den Weg für „Song Of Dead Water“, das erste Highlight des Albums. Der flötenbetonte Track bezaubert durch glasklare, weibliche Stimmen die sich mit kräftigen Growls messen müssen. Einfach Faszinierend! Im Anschluss folgt „A Water Well“. Dem Hörer wird eine gelungene Melange aus Maultrommel, Dudelsack und Double-Bass geliefert. Orientalische Anleihen und elfenhafter Gesang runden den Song ab. Rhythmisch und gitarrenbetont geht es mit „Darkness With Me“ weiter.

Zielführende Vokale Wechselspiele

Das Lied „Donya“ stellt für mich das zweite große Highlight der Platte dar. Das flotte Drumming wird tatkräftig durch mehrstimmigen Gesang unterstützt und mit einem gefühlvollen Gitarrenpart zum Ende hin veredelt. Einfach Gänsehaut pur. Mit „Tread Of Water“ serverien uns Grai einen growldominierten Headbanger, der durch die Sängerinnen Irina und Aliya perfekt vervollständigt wird. Bevor uns das russische Sextett dann mit dem semi-akkustischen Titelsong „Ashes“ in den Bann zieht, präsentiert die Band mit „Shade“ einen progressiven Nackenbrecher erster Kajüte.

„Fortress“ – Das Maß aller Dinge

Aliya - GraiDas letzte Drittel von „Ashes“ wird vom Track „Fortress“, dem für mich besten Lied der CD, angeführt. Beeindruckend ist hier das Wechselspiel der Vokalisten sowie die instrumentelle Interpretation. Einfach genial! Ruhig, akkustikbetont und von weiblicher Stimme dominiert geht es mit „Farewell“ weiter. Abschließend legen Grai mit der Rotting Christ Coverversion „…Pir Threontai“ noch mal ein ordendliches Stück Holz in Feuer. Der Song wurde demontiert und wieder neu zusammengesetzt. Erste Klasse!

Mein Fazit

Bei Grai gehen mir die Superlative einfach nicht aus. Es ist einfach hervorragend was die sechs Musiker aus der Republik Tatarstan im Osten Russlands da abliefern. Grai sind vielschichtig, abwechslungsreich, rasant, gefühlvoll, aufgeschlossen, heavy und verfügen über eine sehr sensible Gabe Folklore mit Heavy Metal zu mischen. Das die Songs ausschließlich in russischer Sprache verfasst sind stört nicht im Geringsten. Ganz im Gegenteil, der Aspekt verschafft der Band eine ganz bestimmte Individualität die seinesgleichen sucht. Ich kann „Ashes“ jedem Folk-Metal Fan mit ruhigem Gewissen ans Herz legen. Die Platte ist einfach Klasse. Freut euch auf den 01.12.2017 und besorgt euch das Ding. Ich selber werde mir auf jeden Fall noch die ersten drei Scheiben von Grai zulegen.

Cover und Tracklist von „Ashes“:

Grai - Ashes - Cover

01. Haze
02. Song Of Dead
03. A Water Well
04. Darkness With Me
05. Donya
06. Tread Of Winter
07. Shade
08. Ashes
09. Fortress
10. Farewell
11. … Pir Threontai (Rotting Christ Coverversion)

Band Line-Up:

Irina Zybina – Gesang
Aliya „Leta“ – Flöte, Dudelsaack. Gesang)
Vitold Buznaev – Gitarre, akkusitikgitarre, Growls)
Ruzel „Ruzveld“ – (Gitarre)
Yuri „Sadist“ – Bass, Growls, Kaljuka, Maultrommel)
Ilnur – Schlagzeug

Wer mehr über Grai erfahren möchte, ist auf der Facebook-Seite der Band gut aufgehoben.

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Bildquellen

  • Irina – Grai: Noizgate Records - Electronic Press Kit
  • Aliya – Grai: Noizgate Records - Electronic Press Kit
  • Grai – Ashes – Cover: Noizgate Records
  • Grai – Ashes – Cover/Ausschnitt: Noizgate Records
STAHL

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

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