Greydon Fields – Warbird (VÖ:02.05.2020)

Greydon Fields - Warbird Cover
Greydon Fields - Warbird

Das vierte Album von Greydon Fields heißt „Warbird“ und erscheint am 02.05.2020.

Greydon Fields releasen Warbird

Am 02. Mai 2020 erscheint das vierte Album der Essener Power-Thrash Metal Band Greydon Fields. Die Scheibe wird den martialischen Namen „Warbird“ tragen und natürlich via Roll-The-Bones Records veröffentlicht. Zum Veröffentlichungstag wird „Warbird“ als hübsches 6-Panel-Digipack verfügbar sein. Für Plattensammler wird es Anfang Juni zudem noch eine nummerierte, auf insgesamt 300 Einheiten limitierte, Vinyl Auflage geben. Die notwendigen Links werdet ihr am Ende unserer Review finden.

Die Warbird – Fakten

Greydon Fields - Warbird - Cover
Greydon Fields – Warbird – Cover – 2020

Werfen wir einen Blick auf den Artikel. Hierbei handelt es sich um ein wertiges 6-Panel-Digipack mit zweifarbigem, mattem Druck. Für das komplette „Warbird“ Artwork zeichnet sich wiederholt der Ruhrpott Illustrator Björn Goosses (killustrations.com) verantwortlich. Die Bandfotos im CD-Booklet stammen von Ina Schulz. Aufgenommen und editiert wurden die Tracks von Michael Streckbein und KickAce Productions. Gemixt und gemastert wurde das feine Stück von Michael Streckbein und Dennis Koehne.

10 Tracks

Insgesamt gibt es auf „Warbird“ 9 brandneue Tracks und mit „Cathedrals“ einen neu eingespielten Bonus-Song. Der „Tunguska“ Nachfolger (Review) bringt es auf über 53 Minuten Spielzeit und zu allen Titeln gibt es im Booklet neben Songtexten auch Liner-Notes. In Sachen Aufmachung gibt es bis hierhin rein gar nichts zu meckern! Volle Punktzahl für die hervorragende Qualität!

Die Songs

Den musikalischen Anfang macht „Death From Within„. Der Tod von innen kann ja in Zeiten von Covid-19 gar nicht aktueller sein. Auch wenn im Text mit der Apoptose ein anderes biologisches Phänomen verarbeitet wird. Der Track startet mit einem ikonischen KISS Gitarrenlauf, bevor die komplette Instrumenten-Fraktion in den Song einsteigt. Greydon Fields sind zurück! Zwei Jahre nach „Tunguska“, dem bis dahin, größten Wurf der Essener Metal Band. „D.F.W.“ erweist sich vom Start an, als kompletter Ohrwurm, der den Hörer direkt fesselt. Druckvolles, stampfendes Drumming im Mid-Tempo und sägende, melodiöse Gitarrenläufe gibt es genauso wie filigrane Lead-Solis. Dazu der sehr einfallsreich formulierte Text aus einem Themenbereich der alles andere als alltäglich ist. Ganz starker Opener!

Empire Of The Fools

Mit Lead-Solo und Dynamik geht im Anschluss in das Reich der Narren. Greydon Fields entblößen ihr kritisches und nachdenkliches Gesicht. Als Ideengeber dient hier die US-Präsidentschaftswahl aus dem Jahre 2016. Klasse formuliert, mahnend, aber nicht unter der Gürtellinie. Die leicht gedoppelten Gesangsspuren im Refrain lassen die Stimme von Frontmann und Texter Volker Mostert richtig gut zur Geltung kommen. Toller Low-Speed Nackenbrecher der auch von einer Band wie Saxon stammen könnte!

Usurpation

Von der Gegenwart geht es in „Usurpation“ in den Science-Fiction Bereich. Inspiriert durch den John Carpenter Horror-Thriller „Sie leben“. Greydon Fields beziehen ihre Inspirationen also auch gerne mal aus Blockbustern und Büchern. Das spricht für Intellekt, Auffassungsvermögen und Fantasie. So generieren die Ruhrpott-Metaller gleich in drei Titeln (Usurpation, Breakdown, Memento) lyrischen Stoff aus genannten Quellen. „Usurpation“ tendiert zwischen Stakkato-Riffing, Power-Thrash-Elementen und ganz ruhigen Momenten, in denen sogar Platz für eine Violine ist. Stilistisch könnte die Zombie-Invasion durchaus von „Tunguska“ stammen. Klasse!

Keyboard Warrior

Mit thrashigem Tempo und Geshredder geht es sozialkritisch weiter. Der Titel „Keyboard Warrior“ offenbart eigentlich schon alles. Hier geht es um Hass und um das Schüren von Angst durch unsichtbare Internet Krieger. Unser Alltag. Hier ist die Message eindeutig: glaube nicht alles was du liest und füttere diese virale Lügen-Maschinerie nicht! Der Song punktet mit einem Refrain, der direkt im Gehör hängen bleibt. Technisch einwandfrei und knackig.

Rise Of The Underground

In Track Nummer 5 bleibt es weiter kernig. „Rise Of The Underground“ war die erste Vorveröffentlichung von „Warbird“ . Das Video könnt ihr Euch in unserer News ansehen. Ein getragener Power-Rocker aus dem Underground für den Underground. Ganz einfach ein Song für die Fans von ehrlicher, geradliniger Rockmusik, die gerne mal die Pommesgabeln (oder die Fäuste) gen Himmel strecken. Hier gibt es keine Experimente, hier steht ganz einfach der Metal im Vordergrund. Neben der grandiosen Gitarrenarbeit kommt auch das schön wechselhafte Schlagzeugspiel von Drummer Marco Vanga prima zur Geltung! Nackenbrecher mit Hit-Potential!

Breakdown

Nach der Halbzeit gibt es mit „Breakdown“ einen Sci-Fi-Track, der zuerst ganz selbstbewusst als Rock-Song daher kommt. Etwas überraschend und anders. Hier zeigen die Instrumentalisten, was sie handwerklich so zu bieten haben. Die Doppelfußmaschine wird genauso hart malträtiert wie die Gitarrensaiten von Griffbrettmeister Gregor Vogt. Ein wirklich gut formulierter Text rundet das ganze Stück ab.

Memento

Wenn es bis jetzt auf „Warbird“ irgendetwas zu bemängeln gibt, dann vielleicht die Tatsache, dass der Gute Patrick Sondermann am Bass hier und da ein wenig zu blass bleibt. „Memento“ ist der erste Song, wo die Basslinien gut hörbar sind. Was sich natürlich sehr positiv auf den Song auswirkt. Manchmal muss es auch knarzig sein! Ansonsten ist „Memento“ kompositorisch professionell umgesetzt worden. Die Leadgitarre, inklusive zweistimmiger Harmonien, zum Ende hin, hätten auch die ganz großen Bands nicht besser hinbekommen! Top!

Orphan

Lied 8 greift eine reale Geschichte auf, in der ein eingefrorener Embryo durch einen Autounfall seine Eltern verliert. Durch moderne Medizin und Fremdentscheidung wird er aber trotzdem ausgetragen und kommt am Tag seiner Geburt als Waise zur Welt. Geboren durch eine Leihmutter. Was für eine Geschichte! Verpackt in einen soliden Rocker der die Nackenmuskeln beanspruchen möchte.

The Eagle Has Landed

Kommen wir zum Titeltrack „Warbird“ . Die Musik wurde von Patrick Sondermann geschrieben, der hier auch an der Gitarre zu hören ist. Am Bass gibt sich Gregor Vogt die Ehre, der auch direkt einige Bassläufe abfeuert. Über unseren Köpfen donnert schweres Kriegsgerät hinweg. Eine Melange aus Metallicas „One“ und Manowars „Violence And Bloodshed“. Aber glücklicherweise nur im Intro. Danach ist es Greydon Fields, wie es besser nicht sein könnte! Mit einer bombastischen Doublebass-Wand geht der Song erbarmungslos nach vorne und ballert alles weg! Zurecht der Titeltrack und auch der heftigste Song des Albums, in dem es um automatisierte Flugkampfsysteme geht. Wer auf energischen Heavy Metal steht, der ordentlich die Ärmel hochkrempelt, der wird „Warbird“ lieben! Perfekte Punktlandung!

Cathedrals

Der letzte Song auf „Warbird“ trägt den Namen „Cathedrals“ und ist ein Bonus-Track, der bereits auf dem ersten Greydon Fields Album „Room With A View“ (2014) zu finden war. Da dieser Track ein Lieblingssong der Band ist, wurde er für „Warbird“ in der aktuellen Bandbesetzung neu eingespielt. Die Lyrics von „Cathedrals“, die damals von Patrick Donath (heute Wicked Disciple) geschrieben wurden, werden im neuem Gewand von Volker Mostert übernommen. Wow, was für ein geiler Track! Nach einem kurzen Bassintro von Patrick Sondermann, geht es in die letzten 7:30 Minuten des Albums. Noch einmal wird den Nackenmuskeln alles abverlangt. Der Track entpuppt sich als beinharter Rocker der keine Wünsche übrig lässt! Volker Mostert passt in den Song, wie die Faust aufs Auge!

Das MH-DE-Fazit

Greydon Fields neues Prachtwerk ist gebündelte Energie verteilt auf 10 Songs mit über 53 Minuten Spielzeit! Jeder einzelne Track ist ausgestattet mit erstklassig formulierten Texten aus verschiedensten Themenbereichen, die zum Nachdenken anregen. „Warbird“ ist textlich definitiv kein Party-Metal Album. Dafür sind die Musiker zu gestanden, zu belesen und zu kultiviert. Das Album soll ein wenig aufrütteln. Und das macht es! Mit einer exzellenten, druckvollen Produktion und einer technisch-professionellen Gesamtleistung.

Zwei Tacken stärker als Tunguska

Im ganzen ist „Warbird“ noch stärker als sein Vorgänger „Tunguska“ ausgefallen. Schwer möglich, aber geschafft! Der größte Pluspunkt der Ruhrpott-Metaller ist und bleibt, neben den Kompositionen, ganz klar der Wiedererkennungswert! Daran trägt Frontmann Volker Mostert einen ganz großen Anteil. Würde man unserer Redaktion Greydon Fields als Megaseller unterjubeln, wir würden es glauben! „Warbird“ ist ein klasse Album geworden, das garantiert nicht altern wird! Metal-Heads.de denkt, dass ist das Beste was (Metal-) Musik überhaupt passieren kann! Glückwunsch zum stärksten Metal-Album des Jahres!

Hier könnt ihr Warbird bestellen!

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Bildquellen

  • Greydon-Fields-Warbird-Björn-Gooßes-Killustrations.com: ©2020 by Björn Gooßes / www.killustrations.com /
  • Gregor Vogt: ©2020 by Ina Schulz for Greydon Fields/Roll The Bones Records
  • Volker Mostert: ©2020 by Ina Schulz for Greydon Fields/Roll The Bones Records
  • Marco Vanga: ©2020 by Ina Schulz for Greydon Fields/Roll The Bones Records
  • Patrick Sondermann: ©2020 by Ina Schulz for Greydon Fields/Roll The Bones Records
  • rtb: Roll The Bones Records
  • Titelbild: ©2020 by Björn Gooßes / www.killustrations.com for Greydon Fields
Treasureman

Treasureman

Seit 1987 mit dem Metal- Virus infiziert. Der Einstieg erfolgte mit Twisted Sister, Iron Maiden und den Onkelz. Meine Themenschwerpunkte liegen seit langem im Hardcore- und Crossover/Punkrock Bereich. Ihr findet mich da, wo das Herz auf der Bühne steht!

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