GRIMMREAPER-„The Tragedy Of Being“-Review

(English review below German text)

Der junge Künstler

Logan Grimm mit seinem Soloprojekt GRIMMREAPER (Facebook ) aus Texas ist sehr ambitioniert und hatte es sich zur Aufgabe gemacht ein vollständiges Album in Eigenregie fertigzustellen. Am 30.03.2021 wird sein Album „The Tragedy Of Being“ auf Bandcamp erscheinen. Ich verfolge sein Schaffen seit der Single „Resent“, die ich seinerzeit im November 2020 auf `metal-heads.de´ vorgestellt hatte. Seitdem hat er weitere Songs veröffentlicht, die zeigen, dass GRIMMREAPER ein breiteres Spektrum offenbart. Das Album umfasst 9 Tracks mit einer Spielzeit von einer Stunde! Hören wir also mal rein und lassen uns überraschen, was GRIMMREAPER so alles für den Metal-Fan bereit hält.

Mit Ehrgeiz & Beharrlichkeit

kann man viel erreichen. „Ohne Fleiß, kein Preis!“ ist die althergebrachte Erkenntnis, die immer ihre Berechtigung haben wird. GRIMMREAPER nutzte all seine Möglichkeiten und seinen Ehrgeiz, um letztlich sein eigenes Album zu erschaffen und es mit hochwertigen Tracks auszustatten. Bei der Single RESENT ist ihm das eindrucksvoll gelungen. Das dazugehörige Self-Made-Video hat bei mir zunächst für einige Schmunzler gesorgt, aber es zeigt, dass GRIMMREAPER die Sache anpackt und etwas auf die Beine stellt. Und ich finde, dass er das sehr gut gemacht hat. So ein Video schaut man sich in drei Jahren noch mal an und lacht sich kaputt. Der Song ist aber ganz und gar nicht zum Schmunzeln, sondern geht richtig hart zur Sache. Hört selbst…

Eine thrashige Heavy-Metal-Salve

feuert GRIMMREAPER hier ab. Mit rasenden Riffs geht es flott nach vorne. Die Hooks sind fantastisch und gerade der melodische Chorus setzt gute Kontraste zu dem sonst aggressiven Core-Shouting und den Blastbeat-Attacken. Dazu gibt es coole Tempi- und Stimmungswechsel. Der Song fetzt mit Leidenschaft und Energie und reißt einen voll mit. Dazu noch ein verrücktes Gitarrensolo obendrauf und man hat einen Song, dem es an nichts fehlt. Ein Megabrett!

Ungewöhnlich

finde ich, dass sich ein so junger Künstler direkt an Songs herantraut, die mit einer sehr langen Spielzeit daherkommen. Zwischen knapp unter fünf Minuten bis zu einem 10-Minuten-Track ist alles dabei. Allerdings macht GRIMMREAPER dabei einen guten Job. Hier und da hätten manche Parts kürzer sein können, aber die Songs sind insgesamt doch sehr unterhaltsam. Das liegt unter anderem daran, dass das Material vielfältig und progressiv geprägt ist. Grundsätzlich geht es knallhart zur Sache und GRIMMREAPER vermischt locker flockig die härten Metalspielarten.

Düster und aggressiv

gibt sich auch gleich der Opener „Mind´s Mirrors Meshing Together“, der aggressive Core-Vibes innehat. Ein atmosphärischer Song mit tollen Gitarrenleads. Manche Phasen hätte ich vielleicht kürzer gehalten, so dass der Song etwas knackiger geklungen hätte.

„The Land I Will Show You“ lässt es wieder ordentlich krachen und tritt zu Beginn das Gaspedal voll durch. Allerdings spielt der Song mit Gegensätzen und kontrastiert in den über acht Minuten mit extrem ruhigen melodischen Parts in der zweiten Hälfte.

„North Star“

klingt da schon wieder gefälliger in meinen Ohren, ist gesanglich bis auf eine paar Ausbrüche cleaner gehalten und vor allem der Refrain geht mit seinen schönen Hooks gut ins Ohr. Die Gitarrenleads fetzen und das Gitarrensolo ist ausgiebig und gut gelungen.

Ziemlich imposant

ist das Cover von „Road of Resistance“, einem Song der japanischen Band BABYMETAL. Logan hat die Lyrics in englisch umgeschrieben und losgelegt. Dazu sollte man wissen, dass BABYMETAL bei diesem Song mit dem Gitarristen der sehr bekannten Speed-Metal-Band DRAGONFORCE zusammengarbeitet haben. Wer DRAGONFORCE kennt, der weiß, dass diese eine sehr anspruchsvolle Gitarrenarbeit abliefern. GRIMMREAPER hat diese Hürde mit Bravour gemeistert. Es ist zwar nicht mein Lieblingssong auf der Platte, aber ich ziehe meinen Hur vor der rein technischen Umsetzung.

Ein rasender Sturm

bricht ohne Vorwarnung in Form von „Catastrophe Of The Tragic Melancholies“ über Euch hinein. Am Anfang pustet und prustet ein wahrer Blastbeat-Overkill über Euch hinweg. Echt hardcore und verstörend, aber man gewöhnt sich daran und im Verlauf bekommt der Song zwischendurch noch einen „normalen“ guten treibenden Groove. Insgesamt ein brutaler Song, der einen kaum Luft holen lässt.

Fazit

GRIMMREAPER ist mit „The Tragedy Of Human Being“ ein gelungenes Debüt gelungen, dass mit einer schönen Vielfalt glänzen kann. Insgesamt geht der gitarrenlastige Sound hart zur Sache und manchmal noch härter. An der Produktion gibt es nichts groß zu meckern. Es fällt auf, dass Logan sich noch in vielen Dingen ausprobiert und mit verschiedenen Stilrichtungen experimentiert. Handwerklich muss man ihm wirklich Respekt zollen. Für so ein Projekt muss man als junger ambitionierter Künstler erst einmal den Mut und den Willen aufbringen. Mit seinem Album braucht er sich jedenfalls nicht verstecken und kann mit Stolz auf sein Werk blicken.

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English review

The young musician

Logan Grimm with his solo project GRIMMREAPER (Facebook ) from Texas is very ambitious and had made it his mission to complete a full album on his own. On 30.03.2021 his debut album „The Tragedy Of Being“ will be released on Bandcamp. I follow his work since the single „Resent“, which I had presented at the time in November 2020 on `metal-heads.de‘. Since then he has released more songs that show that GRIMMREAPER reveals a broader spectrum. The album includes 9 tracks and has a playing time from about one hour! So let’s listen to it and be surprised what GRIMMREAPER has in store for the metal fan.

With ambition & perseverance

you can achieve a lot. „No pain, no gain!“ is the time-honored insight that will always have its justification. GRIMMREAPER used all his possibilities and ambition to ultimately create his own album and equip it with high-quality tracks. With the single „Resent“ he succeeded impressively. The accompanying self-made video made me smile a bit at first, but it shows that GRIMMREAPER tackles the matter. And I think he did it very well. It’s the kind of video you look at again in three years and laugh your head off. But the song is not at all for smiling, but goes really hard to the point. Listen for yourself…

A thrashy heavy metal burner

fires GRIMMREAPER here. With raging riffs it goes briskly forward. The hooks are fantastic and especially the melodic chorus sets good contrasts to the otherwise aggressive core shouting and the blastbeat attacks. In addition, there are cool tempo and mood changes. The song shreds with passion and energy and pulls you along. Add a crazy guitar solo on top and you have a song that lacks nothing.

Unusually courageous

is the fact that Logan Grimm as such a young artist dares to directly approach songs that come along with a very long playing time. Between just under five minutes to a 10-minute track, everything is there. However, GRIMMREAPER does a good job. Here and there some parts could have been shorter, but all in all the songs are quite entertaining. This is partly due to the fact that the material is diverse and progressive. Basically GRIMMREAPER mixes the hard metal styles easily.

Gloomy and aggressive

is also the opener „Mind’s Mirrors Meshing Together“, which has aggressive core vibes. An atmospheric song with nice guitar leads. Some phases I might have kept shorter, so that the song would have sounded a bit more to the point.

„The Land I Will Show You“ lets it rip again and puts the pedal to the metal at the beginning. However, the song plays with contrasts in the more than eight minutes with extremely quiet melodic parts in the second half.

„North Star“

sounds more catchy, is vocally cleaner except for a few outbursts and especially the chorus goes with its beautiful hooks well into the ear. The guitar leads shred and the solo is extensive and well done.

Quite impressive

is the cover of „Road of Resistance“, a song by the Japanese band BABYMETAL. Logan rewrote the lyrics in English and started the fight. You should know that BABYMETAL collaborated with the guitarist of the very famous speed metal band DRAGONFORCE on this song. Who knows DRAGONFORCE, knows that they deliver a very demanding guitar work. GRIMMREAPER has mastered this hurdle with flying colors. It is not my favorite song on the record, but i admire the technical implementation.

A raging storm

bursts upon you without warning in the form of „Catastrophe Of The Tragic Melancholies“. At the beginning a true blastbeat overkill blows and splutters over you. Really hardcore and disturbing, but you get used to it and further on the song gets in between a „normal“ good driving groove. All in all a brutal song that hardly lets you catch your breath.

Result

GRIMMREAPER has succeeded with „The Tragedy Of Human Being“ a successful debut that can shine with a nice variety. Overall, the guitar-heavy sound goes hard to the point. There is nothing big to complain about the production. It is noticeable that Logan still tries himself out in many things and experiments with different styles. In terms of craftsmanship, you really have to give him full respect. For such a project, a young ambitious artist must first muster the courage and the will. With his album, he does not need to hide and can look with pride on his work.

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Bildquellen

  • GRIMMREAPER T.T.O.B Cover+Tracklist: Grimmreaper
  • GRIMMREAPER Titel: Logo-->Grimmreaper / Background-->Pixabay Axel Schäfer

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