Heisskalt – Vom Wissen und Wollen (VÖ: 10.06.2016)

Heisskalt – Düstere Sozialpoesie aus dem Land der Dichter und Denker

Im Jahr 2013 belegten die 2010 gegründeten Stuttgarter Heisskalt mit ihrem Debüt “Vom Stehen und Fallen” Platz 29 der deutschen Albumcharts.

Was uns nun auf dem am 10. Juni erscheinenden Nachfolger “Vom Wissen und Wollen” erwartet, haben wir von metal-heads.de ausgelotet.

Der Silberling enthält folgende 12 Tracks

  1. Euphoria
  2. Absorber
  3. Nacht ein
  4. Angst hab
  5. Apnoe
  6. Trauriger Macht
  7. Von allem
  8. Doch
  9. Nichts weh
  10. Lied über nichts
  11. Tanz, Tanz
  12. Papierlunge

Diese bilden laut Sänger Mathias Bloech ein Album , „dass in seiner Verzweiflung souverän ist und hoffentlich mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet“.

Der erste Song „Euphoria“ erinnert mich zu Beginn irgendwie an Kraftklub – doch viel verzweifelter. Naja zumindest bis Heisskalt: „Es ist möglich also tun wir es!“ in das Mikrofon brüllt und ein ordentliches Gitarrenbrett aus der Tasche zieht.

 

Danach nimmt uns „Absorber“ mit auf eine düstere Reise, deren Verzweiflung durch die tänzerische Visualisierung im Video nochmal verstärkt wird:


Textpassagen wie

„Auf einem Berg aus all der weggeworfenen Zeit trinke ich nackt auf das Unterlegensein“ aus dem grunchigen „Nacht ein“,

„Ich schließe meine Augen und sehe uns von schräg links oben zu
Wir treiben unbemannt in Richtung der Ränder dieses Nirgendwos“
aus „Apnoe“

und

„Lass noch ein letztes Mal den letzten Tag in Endlosschleife spielen.
Ich will vergessen mich zu erinnern,
ich will vergessen wie das ging“
aus „Nichts weh“

lassen mich immer wieder aufhorchen.

Ja… das Album lässt viel Interpretationsspielraum und wirft für mich tatsächlich mehr Fragen auf, als es beantwortet.

Fragen zu unserer Welt in der wir leben…

Also nichts für Leute, die Ihr Glück in der vermeintlich heilen Welt suchen, was die vier Herren im „Lied über nichts“ aufgreifen:

Ich hoffe du magst es, du magst es, du magst es mein Lied für dich
ein Lied ganz frei von Systemkritik
ein Lied, das nichts will
ein Lied wie du
in dem ich allen gefalle
Ist das jetzt positiv genug?
Hier bitte dein Lied über nichts Ich hoffe du magst es, denn ich mag es nicht

FAZIT:

Ein hörenswertes Album mit Botschaft, das sich pendelnd zwischen ruhigen, rotzigen und brettigen Klängen bewegt. Das einen hin und her reißt, von Trauer nach Wut in die Verzweiflung bis hin zum Angriff.

 

Wer Heisskalt live sehen möchte, hat hier die Gelegenheit dazu:

23.09. Kaiserslautern, Kammgarn
24.09. Freiburg, Jazzhaus
25.09. Frankfurt Das Bett
28.09. Berlin, Lido
29.09. Dresden, Beatpol
30.09. Augsburg, Kantine
01.10. Münster, Sputnikhalle
02.10. Leipzig Werk 2
06.10. Rostock, MAU
07.10. Bielefeld, Forum
08.10. Essen, Weststadthalle
09.10. Hamburg, Knust
11.10. Hannover, Lux
12.10. Köln, Underground
13.10. Saarbrücken, Garage
14.10. Erlangen, E-Werk
15.10. München, Strom
22.10. Koblenz, Kuppelsaal
23.10. Lindau, Club Vaudeville

 

 

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Bildquellen

  • Heisskalt_2_by_ViktorSchanz: Department Musik Promo

Chrissi

Die ersten 15 Monate hat Chrissi die dunkle Seite unseres Projekt begleitet... "Mit Triumph and Agony von Warlock fing alles an. Heute höre ich vorzugsweise alles, was düster, gitarrenlastig und melodisch ist."

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