IMAGO IMPERII – „A Tale Of Darkness And Hope“ Review

(English review down below)

Power Metal

aus Italien ist es immer wert angehört zu werden. Das wissen wir spätestens seit Bands wie RHAPSODY OF FIRE, die uns mit ihrem epischen Power Metal die Zeit versüßen. Nun geht es aber um eine Band namens IMAGO IMPERII (Facebook), die diesen Bekanntheitsgrad noch nicht erreicht hat. Aber das heißt ja nix! Wir bei `metal-heads.de´ lieben auch den Underground und von daher lassen wir es uns natürlich nicht nehmen über Bands aus diesem Sektor zu berichten.

Eine ganze Stunde wollen uns die Italiener unterhalten. Und der Opener „Look At The Stars“ nach dem Intro sorgt schon mal für einen guten Einstieg. Der Song bietet die ganze Palette des furiosen melodischen Power-Metal. Es wird losgaloppiert, was das Zeug hält. Die fünf Minuten Spieldauer gehen sehr kurzweilig vorüber, denn es wird Abwechslung geboten und dazu kommt noch eine echt cooles Solo (der Gitarrist Luke Fortini ist echt ein Könner!), dass sehr spaßig beginnt und dann in wilder Manier abfeiert. Im Anschluss darf der Bass mal dominant seine Muskeln spielen lassen. Für die Vocals sind Sänger Gwarner und Sängerin Jeyn Hope verantwortlich, was dem Ganzen noch mal ne besondere Note verleiht.

Der nächste Song „Forbidden Love“ fährt das Tempo ein wenig zurück, büßt aber nicht an Kraft ein. Vielmehr ist der Song wütender und düsterer. Geschickte Rhythmuswechsel bestimmen das Geschehen und auch hier darf ein geniales Flitzefingersolo nicht fehlen. Das macht echt schon Laune.

Geschichtenerzähler

IMAGO IMPERII sind sehr experimentierfreudig. Soll heißen, dass man die Themen der Songs in ein entsprechendes musikalisches Gewand kleidet. Dabei ufert die Spielzeit eines Tracks auch gerne mal aus und zwei Songs sprengen sogar die 07:00 Minuten-Marke. So bewegen sich IMAGO IMPERII nicht nur im eingängigen Power-Metal, sondern sind mitunter sehr progressiv unterwegs. Hierbei nehmen Songs oft überraschende Wendungen und es wird echt verrückt. Als Beispiel hierfür sei der Song „The Gate“ erwähnt, der anfangs sperrig wirkt. Mittendrin kommt ein abgedrehter Instrumentalpart, der passend mit einem irren Gitarrensolo aufwartet. Das fordert vom Hörer schon ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Auch das instrumentale Zwischenspiel „Torture 1481“ ist echt schräg und sehr speziell.

Einfach abrocken

ist aber ebenfalls angesagt. Es gibt genügend Songs, die sich sofort in die Ohren schmeicheln und mit tollen Melodien begeistern können. Neben dem Opener „Look At The Stars“ ist „Darkness And Hope“ ein epischer und sehr atmosphärischer Track, der es zwischendurch mal zurückhaltend ruhig angehen lässt und insgesamt eher als gemäßigt durchgeht. Das Prädikat wertvoll verdient hier auch die Gitarrenarbeit, die mir ebenfalls auf dem ganzen Album durchweg positiv aufgefallen ist. Der Bonustrack „Last Queen MMXXI“ gehört zweifelsohne ebenfalls in diese Kategorie und gehört mit zu meinen Favoriten auf dem Album, weil er mit geilen Ideen und einfallsreicher Instrumentierung vollgepackt ist. Doch auch „The Accusation“ punktet bei mir und überrascht dabei mit einem ungewöhnlichen sakralen Chorus.

Fazit

IMAGO IMPERII sind sehr gute Geschichtenerzähler, denn sie wandeln mit „A Tale Of Darkness And Hope“ nicht nur auf sicheren Pfaden, sondern fallen durch mutiges abwechslungsreiches Songwriting auf. Das verlangt dem Hörer manchmal schon etwas ab, aber gerade das ist auch das Besondere an dem Album. Die Songs unterscheiden sich deutlich, so dass die Geschichte spannend und faszinierend bleibt. Die Mischung zwischen eingängigen melodiösen Songs und den Tracks, die vertrackter und komplizierter auftreten, ist gut gewählt.

Ich persönlich habe mit das Album jetzt etliche Male angehört und mittlerweile wachsen mir die Songs, bei denen ich beim ersten Hören Schwierigkeiten hatte, ans Herz. Ein Extralob möchte ich dem Gitarristen Luke Fortini aussprechen, der hier wirklich eine fantastische Leistung zeigt.

Einzig die Produktion hätte für meinen Geschmack etwas moderner und druckvoller ausfallen können. Aber dieser rohe nicht bis zum Ende glattgebügelte Sound hat irgendwie auch seinen Reiz. Jeder hat da ja so seine eigenen Vorlieben. So bleibt mir abschließend zu sagen, dass ich das teils ungewöhnliche mutige Konzept mit acht Punkten honoriere.

English review

Power Metal

from Italy is always worth listening to. We know that at least since bands like RHAPSODY OF FIRE, who sweeten our time with their epic power metal. But now we are talking about the band IMAGO IMPERII (Facebook) that has not yet reached this level of fame. But that doesn’t mean anything! We at ‚metal-heads.de‘ also love the underground and therefore we don’t miss the chance to report about bands from this sector.

The Italians want to entertain us for a whole hour. And the opener „Look At The Stars“ after the intro already provides a good start. The song offers the whole range of furious melodic power metal. It fits perfectly. The five minutes of playing time pass very entertainingly, because it is offered variety and in addition there is a really cool guitar solo that starts very fun and then celebrates wildly. After that, the bass is allowed to flex its muscles in a dominant way. For the vocals are Gwarner and Jeyn Hope responsible, which gives the whole thing a special touch.

The next song „Forbidden Love“ reduces the tempo a bit, but does not lose power. Rather, the song is angrier and darker. Skillful rhythm changes determine the events and also here a brilliant flick finger guitar solo may not be missing. That´s damn crazy.

Storyteller

IMAGO IMPERII are very experimental. This means that the themes of the songs are dressed in an appropriate musical garment. There are two songs even break the 07:00 minute mark. Thus IMAGO IMPERII not only move in the catchy power metal, but are sometimes very progressive on the way. Songs often take surprising turns. As an example for this the song „The Gate“ is mentioned, which seems bulky at the beginning. In the middle comes a wacky instrumental part, which appropriately comes up with another freaky guitar solo. This demands a little more attention from the listener.

Simply rock

but is also announced. There are enough songs that immediately flatter the ears and can inspire with great melodies. Besides the opener „Look At The Stars“, „Darkness And Hope“ is an epic and very atmospheric track with a lot of changes. The predicate valuable deserves here also the guitar work, which I also noticed on the whole album consistently positive. The bonus track „Last Queen MMXXI“ undoubtedly also belongs in this category and is one of my favorites on the album, because it is packed with cool ideas and imaginative instrumentation. But also „The Accusation“ has a good style and surprises with an unusually sacral chorus.

Conclusion

IMAGO IMPERII are very good storytellers, because they walk with „A Tale Of Darkness And Hope“ not only on well-trodden paths, but stand out with courageous varied songwriting. This sometimes demands something from the listener, but that is also the special thing about the album. The songs differ clearly, so that the story remains exciting and fascinating. The mixture between catchy melodic songs and the tracks that appear more intricate and complicated is well chosen.

Personally, I’ve listened to the album several times now and in the meantime, the songs that I had difficulties with at the first listen are growing on me. An extra praise I would like to express the guitarist Luke Fortini, who really shows a fantastic performance here.

Only the production could have been a bit more modern and powerful for my taste. But this raw sound somehow also has its charm. Every listener has his own preferences. So it remains for me to say in conclusion that I honor the partly unusual courageous concept with eight points.

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Bildquellen

  • IMAGO IMPERII Cover+Infos: COVER+Infos-->IMAGO IMPERII // Background etc.-->Pixabay
  • Imago Titelbild: IMAGO IMPERII Band

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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