Inglorious mit ‚We Will Ride‘

INGLORIOUS Albumcover We will ride - Beitragsbild
Inglorious Promofoto

Bedingt durch die Virusmutation von Covid-19 und die weltweite Pandemie, bringen INGLORIOUS mit ‚We Will Ride‘ ein Hardrockalbum klassischem Ausmaßes auf den Markt. Es ist das erste gemeinsame Werk von INGLORIOUS mit der aktuellen Besetzung.

Nathan James und Phil Beaver, ersetzten die Saitenfraktion mit drei neuen Leuten. Die beiden Gitarristen Danny Dela Cruz / Dan Stevens und am Viersaiter Vinnie Colla. Nach der Veröffentlichung von ‚Ride To Nowhere‘ vor 2 Jahren, kam die aktuelle Besetzung zusammen. Sie spielten auf diversen Konzerten das vorhandene Material zur Begeisterung der Fans.

Doch neue Songs mussten her und so trafen sich alle mitten im englischen Lockdown. In einem Studio in Cardiff, wurden die 11 Tracks des neuen Albums ‚We Will Ride‘ eingespielt. Der Produzent Romesh Gogandoda (Bullet For My Valentine, Motörhead) bediente die Regler und erschuf ein druckvolles Klangbild.

Klassischer Hardrock in britischer Güte

Mit der ersten Singleauskoppelung ‚She Won’t Let You Go‘ beginnt das Album. Der Sound ist eher angelehnt an das erste INGLORIOUS-Werk. Druckvoll und kristallklar setzen die beiden Gitarristen ein und Phil Beaver‘s mächtiger Snaredrum-Sound bestimmt den Takt. Nathan James Stimme hat noch etwas an Farbe gewonnen, was sich angenehm hervorhebt. Danny Dela Cruz brilliert mit einem kurzen, aber sehr schönem Solo.

‚Messiah‘, so der Titel des nächsten Songs und gleichzeitig der aktuellen Singleauskoppelung, könnte ein Chartstürmer werden. Ruhige Gesangseinlagen wechseln sich mit der gewohnt starken Stimmpräsenz seitens James ab.

WHITESNAKE lassen grüßen beim nächsten Track. Denn ‚Slow ‚an Easy‘ könnte Pate gestanden haben für ‚Medusa‘. Auch gesanglich passt es gut zu David Coverdale’s früherer Zeit. Die Gitarrenarbeit von Dela Cruz und Stevens ist vorzüglich und songdienlich. Jedoch geht Keyboarder Rob Lindop, der meist nur im Hintergrund soundmäßig agiert, leider etwas unter. Ein klassischer Schenkelklopfersong, welcher unter Livevoraussetzung sicher punkten wird.

Inglorious mit ‚We Will Ride‘ lassen es krachen

Die obligatorische Ballade darf nicht fehlen und so werden wir mit ‚Eye Of The Storm‘ damit bedient. Hier kann Nathan James beweisen, das auch ruhig vorgetragene Gesangparts im Hardrock ihren Reiz haben. Gerade bei solchen Shoutern wie James, ist das eine gelungene Überraschung. Leider vermisse ich immer noch die instrumentalen, längeren Soloeinlagen in den meisten Tracks, wozu James mir mal in einem Interview erklärte, das er keine ausufernden Solis in den Songs haben möchte. Kommt da etwas der Egomane heraus? Das lassen wir dahingestellt. Bei einer Songstruktur bis annähernd vier Minuten, ist da auch nicht viel Spielraum und die Jungs geben alles.

‚Cruel Intentions‘ ist ein Midtempo-Hardrock-Stampfer britischer Güte. Hier darf Dela Cruz wieder kurz zeigen, das er solomäßig einiges drauf hat.

Leicht schräge Pianotöne mischen sich in die Gitarrenarbeit bei ‚My Misery‘ anfangs unter. Jedoch geht es danach druckvoll weiter.

Die neuen Gitarristen überzeugen

Mögen wir es? Natürlich und das ist keine Frage. ‚Do You Like It?‘ überrascht mit deutlich hörbarem Keyboardeinsatz. Ich wünsche mir, das es live noch mehr zum Vorschein kommt. Sicherlich würde der Livesound davon profitieren, was im Studio leider etwas untergeht.

Der ideale Opener kommt mit ‚He Will Provide‘ schon fast zum Ende hin. James erinnert mich hier teils vom Gesangsstil etwas an Ozzy Osbourne. Zudem erlebt man hier im Mittelteil des Songs beide Gitarristen in einem Duell.

Mit verzerrtem Bass darf nun auch mal Vinnie Cola bei ‚We Will Meet Again‘ eröffnen. Zu ihm gesellt sich Phil Beaver mit einem vielleicht von ‚Terminator 2‘ inspirierten Standtom-Schlägen. Grossartige Rhythmus Gitarrenarbeit, wie bei allen Tracks des Albums. Ganz zu schweigen vom Bass- und Drumsound, der allem den ordentlichen ‚Bums‘ gibt.

Die neuen Helden im Hardrock?

‚God Of War‘ und der Titelsong ‚We Will Ride‘ beschließen das Album. Beide Songs passen sich dem davor gehörten an.

Fazit: Stilistisch sicherlich angesiedelt zwischen WHITESNAKE, BAD COMPANY und LED ZEPPELIN, ziehen INGLORIOUS jedoch ihr eigenes Ding durch. Bahnbrechend neues bietet das aktuelle Album nicht, jedoch macht es Spaß zuzuhören und die derzeitige Band wird sicherlich noch einiges zu bieten haben. Ob INGLORIOUS mit ‚We Will Ride‘ zu neuen Helden der britischen Hardrockgilde werden, entscheiden die Fans. Mit dem Kauf des neues Albums macht man nichts verkehrt, denn es überzeugt fast vollständig. Etwas mehr Soloeinlagen der Gitarristen und eventuell den Keyboarder demnächst im Mix hervorheben, dann geht es sicher noch einen Sprung höher hinaus.

Hier noch die beiden Videos zu ‚She Won’t Let You Go‘ und ‚Messiah‘:

Inglorious CD-Cover We will ride

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Bildquellen

  • Inglorious Promofoto: cmm-consulting for music and media
  • Inglorious CD-Cover We will ride: cmm-consulting for music and media
  • INGLORIOUS Albumcover We will ride – Beitragsbild: CMM online
Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw. Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein. Aktiv bei metal-heads bis Dezember 2018, jetzt Fördermitglied.

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