Insomnium – Heart like a Grave

Heart like a Grave Cover

Insomnium – Heart like a Grave

3 Jahre haben die finnischen Melodic Deather von Insomnium sich Zeit gelassen, nach ihrem Konzeptalbum „Winter’s Gate“. Nun steht „Heart like a Grave“als Album Nummer 8 in den Regalen. Die letzten Werke der Band wurden, zu Recht, sehr gefeiert. Und auch die Vorzeichen für das neue Album standen gut, denn der vorab ausgekoppelte Titeltrack klang schon mal ganz typisch nach Insomnium.

Das Album

12 Songs, 70 Minuten Spielzeit (in der Bonusedition sind es 12 anstatt 10 Lieder)…das ist doch mal eine Ansage. „Wail of the North“ wird zuerst ins Rennen geschickt und baut mit stimmigem Keyboard Intro Atmosphäre auf. Die einsetzende Stimme von Sänger Niilo Sevänen tut ihr übriges, immer wieder ergänzt von den treibenden Drums. Och ja, das geht sich doch ganz gut an. Ohne Unterbrechung geht es mit „Valediction“ weiter, dass direkt ein anderes Tempo anschlägt. Mehr Fokus auf Drums und Gitarren, der einsetzende Klargesang überrascht etwas und wird dann doch recht schnell von Growls abgelöst. Ein paar nette Tempowechsel gibt es ebenfalls…mir ist nur der Klargesang etwas too much, da die Growls (zumindest in meinen Ohren) deutlich besser zum Sound passen. „Neverlast“ hat direkt zum Anfang einige Riffs zu bieten und kommt sehr klassisch daher…mehr Tempo, etwas aggressivere Growls, nicht so nachdenklich. Gefällt und bringt Abwechslung zu den beiden Lieder davor.

Ein erstes Ausrufezeichen

„Pale Morning Star“ setzt dann ein erstes Ausrufezeichen. Super catchy Refrain mit passender Melodie…jo, das kommt schon geil rüber. Dazu die richtige Mischung aus Druck und Melodien…fertig ist der Melodeath Hit. Und „And Bells They Toll“ lässt sich ebenfalls nicht lange bitten. „Heart like a Grave“ hat Fahrt aufgenommen…insgesamt natürlich ein sehr melodisches Werk, stumpfes Geballer sucht man hier vergebens. Aber wer das sucht, hört ja auch kein Insomnium. Auch hier finde ich den Klargesang eher unnötig…aber gut, so ist das halt inzwischen.

Der Kracher

Nun folgt mit „The Offering“ für mich DER Hit des Albums. Geiles Tempo, geile Riffs, geile Growls…da passt einfach alles. Der Song hat es dann auch ziemlich schnell in meine persönliche Playlist geschafft.

„Mute is my Sorrow“ ist wieder einen Tick melodischer, hat tolle Tempowechsel zu bieten und macht ebenfalls eine Menge Spaß. Und auch an „Twilight Trails“ kann ich nichts schlechtes finden…ein Song, der einfach gut aufs Album und ins Gesamtbild passt.

Finish

So langsam kommen wir zum Ende. Der Titeltrack „Heart like a Grave“ war auch direkt die erste Singleauskopplung und weiß mit seinen Riffs und dem Refrain absolut zu überzeugen. Ein total stimmiger Song, zu dem es auch ein Musikvideo gibt.

„Karelia“ rundet die Scheibe dann leider nur instrumental ab…verstehe ich auch ehrlich gesagt nicht so ganz, da hätte ich mir einen weiteren Track mit den fantastischen Growls gewünscht. Wenn man die Bonusedition erworben hat, kommt man in den Genuß von 2 weiteren instrumentalen Bonussongs, nämlich „The True Morning Star“ und „Karelia 2049“.

Fazit

Da haben die Finnen von Insomnium schon ein Brett in die CD/LP Regale gestellt. Einige Stimmen sprechen schon von einem Meisterwerk…aber das ist mir persönlich zu hoch gegriffen. Für ein Meisterwerk fehlt es mir an deiner ein oder anderen Ecke, aber ein „Gut bis Sehr Gut“ kann man ohne schlechtes Gewissen sicherlich verteilen.

Tracklist

  1. Wail of the North
  2. Valediction
  3. Neverlast
  4. Pale Morning Star
  5. And Bells They Toll
  6. The Offering
  7. Mute is my Sorrow
  8. Twilight Trails
  9. Heart like a Grave
  10. Karelia
  11. The True Morning Star (Bonus)
  12. Karelia 2049 (Bonus)

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Bildquellen

  • Insomnium: Amazon
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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