Joe Satriani – „Shapeshifting“ (VÖ: 10.04.2020)

Joe Satriani - Shapeshifting - Albumcover - Beitragsbild

Joe Satriani – „Shapeshifting“ (VÖ: 10.04.2020)

Wenn man ganz ehrlich ist, kann man sich auch als Nicht-Gitarrist kaum der Virtuosität eines Joe Satriani entziehen. Der 63-jährige Meister am Saiteninstrument begeistert seine Anhängerschaft regelmäßig alle 1-2 Jahre mit neuen Alben und den dazugehörigen Touren und zusätzlich erfreut er die Musik(er)szene immer wieder mit besonderen Packages, wenn er unter dem schlichten Label G3 (das G könnte dabei auch für genial stehen, soll aber wohl die Abkürzung für Gitarrist darstellen) mit zwei anderen herausragenden Gitarristen um den Erdball tourt. Beispielhaft seien John Petrucci (DREAM THEATER), Steve Vai und Uli Jon Roth genannt. Dazu eine entsprechende Schar an illustren Mitmusikern an Bass, Schlagzeug etc.

Nach einer starken Single nun das Album…

Jetzt ist es also wieder soweit. Die erste Single aus dem neuen Album „Shapeshifting“ (dieses ist vor wenigen Tagen am 10.04.2020 erschienen) ist seit dem 19.02.2020 online. Das Video hat Z.Z., der Sohn von Joe Satriani selber gedreht bzw. auch die Regie übernommen. Es ist recht schlicht, fokussiert aber schon auf den Gitarristen und dessen Fingerfertigkeiten. Mir persönlich gefällt er Song mit dem Titel „Nineteen eighteen“ gut, er startet direkt ohne langes Vorgeplänkel und die Geschwindigkeit der Finger ist echt beeindruckend!

Auf „Shapeshifting“ gibt es 13 Songs. Es ist bereits das 18. Studioalbum! Reeeespekt! Inhaltlich ist der Wechsel bzw. die Veränderung der zentrale Aspekt. Dabei werden die verschiedensten Emotionen vermittelt. Für die Aufnahmen und den Mix konnte man Jim Scott gewinnen, der die Musiker nach Kalifornien in sein Studio eingeladen hat. Das Material ist an mancher Stelle eine kleine Zeitreise (der Titel des oben vorgestellten Songs macht es deutlich).

Was wird musikalisch geboten?

Es geht mit dem Titeltrack funky los, mit proggigen Drums und vielleicht etwas zu verspielten Gitarrenparts. Aber sonst ein guter Einstieg. Der nächste Song kommt für meinen Geschmack etwas zu belanglos daher. Das geht sicher besser! Danach geht es zunächst etwas rockiger, aber nicht überzeugender weiter. Erst mit der oben erwähnten Single wendet sich das Blatt für mich zum Positiven. Mit „All my friends are here“ bekommen wir starke Harmonien und „Spirits, ghosts and outlaws“ ist dann ein angenehmer Rocker mit flotten Drumbeats. So macht es Bock!

Weiter geht es mit einer Stimmung im Stil eines klassischen Agentenfilms. Dann wird es in der Nummer aber fast schon zu melancholisch. Das passt gar nicht zur Frühlingsstimmung…auch wenn einem das Corona-Virus schon die Laune gehörig verderben kann. „Waiting“ dauert ca. 2 ½ Minuten. Zum Glück. Denn auch dieser Track reißt mich nicht vom Stuhl. Hat ein bisschen etwas von einer Ballade. Ich weiß gar nicht recht, wie ich den nächsten Titel einordnen soll. Aber musikalisch ist er definitiv ansprechender als ein großer Teil auf diesem Silberling. Wie der Name es andeutet bewegen wir uns in bluesigen Sphären. Aber das passt so. Dann folgt zum Abschluss ein Song im Country-Style…Hiiilfe!

Das metal-heads.de-Fazit zur neuen Satriani-Scheibe

Das Fazit bei metal-heads.de lautet also: die Vorab-Single hat mir sehr gefallen. Auch danach kommen noch ein paar Tracks, die mich durchaus ansprechen können. Aber insgesamt bin ich eher enttäuscht. Nach dem starken Vorgeschmack mit „Nineteen eighteen“ hatte ich ein durchgängig anderes, höheres Qualitätslevel erwartet. Natürlich müssen wir über die Klasse des Herrn Satriani und auch seiner musikalischen Begleiter nicht diskutieren. Aber ich kenne einige Songs des Gitarristen, die mich deutlich mehr ansprechen.

Joe Satriani - Shapeshifting - Albumcover

Joe Satriani – immer auch gerne live auf Tour…

Joe Satriani plant auch auf eine Tour zum neuen Album zu gehen (das hatten wir euch schon hier auf metal-heads.de berichtet). Allerdings können die damals noch angedachten Dates aufgrund der mittlerweile eingetretenen Covid-19-Pandemie und dem damit einhergehenden Kontakt- und Versammlungsverbot natürlich nicht eingehalten werden. Abwarten, wann die Tour letztlich stattfindet. Dabei hat Satriani wieder großartige Leute in seiner Band vereinigt. An den Drums wirbelt Kenny Aronoff, am Bass bewährt sich einmal mehr Bryan Beller. Dazu spielt Rai Thistlethwayte die Keyboards. Das sollte ein ansehnliches Live-Set geben. Zur Einstimmung einer meiner Lieblingssongs von „Satch“ live. Schaut mal hier:

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Bildquellen

  • Joe Satriani – Shapeshifting – Albumcover: www.amazon.de
  • Joe Satriani – Shapeshifting – Albumcover – Beitragsbild: www.amazon.de

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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