MOB RULES – Beast Reborn (VÖ: 24.08.18)

MOB RULES Beast Reborn

In der nächsten Zeit haben MOB RULES einiges vor: am 24. August 2018 erscheint via SPV/Steamhammer das neue Album Beast Reborn. Dazu wird es drei Release-Shows und anschließend mehrere Konzerte zusammen mit BRAINSTORM geben (Termine findet ihr weiter unten). 2019 werden MOB RULES ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Sie sind damit ein kontinuierlicher Bestandteil der Power Metal-Landschaft. Beast Reborn ist das mittlerweile neunte Album der norddeutschen Band, mit dem sie ihre Version des Power Metal noch einmal weiter entwickelt haben.

Melodien, die man nicht mehr los wird

Beast Reborn ist voll mit großartigen Melodien, die im Ohr bleiben, einem dichten und straighten Sound, mit starken Twin-Gitarren-Passagen und Soli. Mit Sönke Janssen als weiterem Gitarristen konnte das Spektrum noch ausgebaut werden.

Die Elemente, die bereits im Vorgängeralbum Tales from Beyond  zu Gradlinigkeit, Groove und starken Refrains beigetragen haben, werden hier aufgegriffen und verfeinert.  MOB RULES haben also nicht nur Bewährtes variiert, sondern auch mit neuen Elementen experimentiert. So ist ein frischer und progressiver Gesamtklang entstanden.

Beast Reborn – das ist Power Metal

Nach dem orchestralen Intro Beast Reborn, das sich allmählich aufbaut, folgt mit Ghost Of A Chance ein Opener, der es in sich hat und direkt deutlich macht, wohin die Reise gehen wird. Hier wird eine solide Basslinie mit energischem Drumming verbunden. Passagen mit wuchtigen Gitarren, die schließlich in ein episches Solo münden. Die Vocals nehmen diese Energie auf und klingen schon hier richtig gut. Ghost Of A Chance ist ein mitreißender Song, der mich direkt mitwippen läßt. Ein weiteres Merkmal ist der überraschende Tonartwechsel im Refrain. Schon bei diesem Song wird ersichtlich, dass MOB RULES auf viel Erfahrung im Songwriting zurück greifen können.
Das Video zu diesem Song wurde bereits veröffentlicht.

 

Shores Ahead beginnt mit orchestralen geigenbetonten Klängen. Das Keyboard schafft die Überleitung, aus der heraus ein solider Power Metal Song entsteht, in dem mit Gesang und Gitarren eine Geschichte erzählt wird.

Nachdenklich und langsamer kommt Sinister Light daher. Auch hier steht die Melodie im Vordergrund. Klaus Dirks leitet mit seinem Gesang die Instrumente, bis die Gitarren diese Aufgabe übernehmen.

MOB RULES BandTraveller in Time – mein erster Favorit

Traveller in Time ist der Song, in den ich mich sofort verliebt habe. Die Melodie bekomme ich auch jetzt noch nicht aus dem Ohr. Der mehrstimmige Gesang, der anfangs nur von Trommelschlägen begleitet wird, mündet in einen groovenden Refrain und lässt schon allein durch die Akkordverschiebungen bei den Gitarren eine leichte Gänsehaut entstehen. Dazu durchgängig eine gelungene Verbindung aus Riffs und orchestralen Elementen, die vom Gesang, der ein weites stimmliches Spektrum nutzt, gekrönt werden. Das ist schon richtig gut gemacht.

Mit Children’s Crusade geht es rockig mit groovendem Bass und hämmernden Riffs weiter.

War Of Currents ist mit 8:17 Minuten der längste Song des Albums. Es geht um die Auseinandersetzung zwischen Nikola Tesla und Thomas Edison, die in ihrem Stromkrieg um Gleichstrom und Wechselstrom eben auch einen Kampf im Hinblick auf Möglichkeiten und Veränderungen ausgefochten haben.

Dieser Song ist geprägt von tollen Hooklines sowohl im Gesang als auch im Gitarrenspiel, die in eine harmonische Grundstruktur eingebettet sind. Mit diesem epischen Song begibt man sich auf eine Reise, auf der man unterschiedliche Gefilde durchquert: weit angelegte Riffs, die von akustischer Gitarre und Geigenklängen vorbereitet werden, und wunderbare Twin-Passagen in den Gitarren, aus denen die Soli herausgearbeitet werden.

The Explorer ist mit energiereichen Rhythmen und gewaltigen Riffs einer der schnellen Songs des Albums.

Epische Momente, rockende Power und eine wunderschöne Ballade

Der nächste Song beginnt mit akustischer Gitarre, bis die mächtigen Riffs hinzukommen. Dann erzählt Klaus Dirks mit gefühlvoller, mal harscher, mal vibrierender Stimme die Geschichte vom Revenant Of The Sea. Großartig, wie das verhaltene Tempo, die Energie, die durch Drumms und Bass transportiert wird, die sich aufschwingenden Gitarrenmelodien zusammen mit der Stimme epische Momente schaffen.

Way Back Home rockt gleich mit energischen Harmonien los und lässt mich nicht stillsitze. Der Refrain ist eingängig und umrahmt von schönen Licks und Riffs. Ein echter Power Metal Song.

My Sobriety Mind (For Those Who Left) ist ein wunderbarer, emotionaler und wohl auch sehr persönlicher Song. Das Duett mit Ulli Perhonen (sonst Märchensängerin der Symphonic Metal Band SNOW WHITE BLOOD) gibt Klaus Dirks stimmlich noch einmal andere Möglichkeiten: er klingt hier zurückhaltender, weniger rauh, manchmal fast sanft. Zunächst will dieser Song sich nicht in den bisherigen Eindruck vom Album einfügen. Aber wenn dann nach vier Minuten die Gitarren einsetzen und von kraftvollen Rhythmen unterstützt zu einem getragenen Solo anheben, wird die Verbundenheit mit den vorangegangenen Songs spürbar.

Mit Beast Reborn haben MOB RULES alles richtig gemacht

MOB RULES Beast Reborn Album CoverOb nun Ghost Of A Chance, Children’s Crusade, War Of Currents, Traveller In Time oder My Sobriety Mind: die einzelnen Songs greifen für dieses Genre eher unerwartete Themen auf. Damit fügen MOB RULES dem Album noch eine weitere Facette hinzu, die zeigt, dass Entwicklung in verschiedene Richtungen möglich ist. An dieser Stelle hoffe ich weiterhin auf noch mehr Experimentierfreudigkeit, so wie sie an einigen Stellen bereits deutlich wurde, um Songs noch mehr voneinander abzuheben.

Gut gefallen hat mir das Zusammenwirken der Drums von Nikolas Fritz und dem Bass von Markus Brinkmann. Sie schaffen nicht nur eine die Melodien unterstützende Rhythmusbasis, sondern immer wieder auch eine groovende Struktur insbesondere in der Vorbereitung der Gitarrensolos.
Mit Sven Lüdke und Sönke Janssen verfügen MOB RULES über zwei Gitarristen, die nicht nur im dualen Spiel gut harmonieren sondern den Songs durchs abwechselnde Leads und Soli eine besondere Dynamik geben, zumal sie die Rhythmusarbeit dabei nicht vernachlässigen. Von solchen ‚Gitarren-Duellen‘ wünsche ich mir zukünftig noch mehr.
Ein weiterer beachtenswerter Aspekt des Albums ist die Leichtigkeit der Orchestrierung des von Jan Christian Halfbrodt akzentuiert gespielten Keyboards und der Chöre, die die Songs intensiver machen und sie nicht klanglich zukleistern.
Die eingängigen und dennoch nicht simplen Refrains werden sicherlich zu imposantem Gesang des Publikums führen.

Für die Chöre auf Beast Reborn ist übrigens Sebastian ‚Seeb‘ Levermann (ORDEN OGAN) verantwortlich. Das Mastering hat Jens Bogren übernommen und Markus Teske hat das Album gemixt.

Cover und Artwork stammen auch diesmal wieder von Nikolas Fritz.

Beast Reborn erscheint am 24.August 2018 via SPV/Steamhammer als CD DigiPak, 2 LP Gatefold, Download und Stream.  Außerdem wird es ein limierters Boxset (incl. CD, 2LP, Handtuch, handsignierter Photokarte, 2 Track Bonus CD u.a.m.) geben.

Tracklist

01 Beast Reborn
02 Ghost Of A Chance
03 Shores Ahead
04 Sinister Light
05 Traveller In Time
06 Children‘s Crusade
07 War Of Currents
08 The Explorer
09 Revenant Of The Sea
10 Way Back Home
11 My Sobriety Mind (For Those Who Left)

MOB RULES Live 2018

24.08.18│Weiher (Live Music Hall) Album Release Show

25.08.18│Oberhausen (Helvete Pub) Album Release Show

08.09.18│Wilhelmshaven (Pumpwerk) Album Release Show

28.09.18│Cham (L.A. Cham) *

29.09.18│Hannover (Musikzentrum)*

30.09.18│Heidenheim (Lokschuppen)*

02.10.18│Siegburg (Kubana)*

03.10.18│Rheine (Hypothalamus)*

06.10.18│Gießen  Metal Crash Festival

* mit BRAINSTORM

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • MOB RULES Band: SPV/Steamhammer Pic by Martin Huch
  • MOB RULES Beast Reborn Album Cover: SPV/Steamhammer
  • MOB RULES Beast Reborn: SPV/Steamhammer Pic by Martin Huch
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sieben − 7 =