KHIRKI-„Κτηνωδία“ Review

(German & English)

Punk-Metal-Folk-Rock´n Roll

Tja, das sind ziemlich viele Begriffe für die Beschreibung des Musikstils von der Band KHIRKI (Facebook ) aus Griechenland. Aber all das findet sich nun mal in deren Musik wieder. Davon könnt Ihr Euch am 20. Mai überzeugen, denn dann kommt ganz frisch aus dem Olymp ihr Debütalbum „Κτηνωδία“ (Übersetzung: Bestie, Tier). Ich hatte vor kurzem EWIG FROST (Facebook, Review ) aus Österreich mit einem ungewöhnlichen Album auf dem Plattenteller und nun überraschen

KHIRKI

ebenfalls mit einem nicht alltäglichen Sound. Na, schon neugierig geworden? Ich hoffe doch, denn auch KHIRKI schaffen es mit coolen Ideen langweiligen Staub hinwegzufegen. Der Sound lässt gewisse Eindrücke an die Band KVELERTAK aufkommen.

Der Bandname KHIRKI leitet sich übrigens von der Zauberin und Göttin Kirke (Tochter des Sonnengottes Helios) ab, die seinerzeit versuchte Odysseus für sich zu gewinnen, indem sie ihn mit allen Künsten der Verführung becircte. (Daher auch das allgemein gebräuchliche Wort!) Sie hatte außerdem eine eigene Insel und verwandelte fast jeden Menschen, der diese betrat, in ein Tier.

Tierisch ab geht es

ebenfalls mit dem Opener „Deadpan“ auf dem Debütalbum von KHIRKI. Man setzt auf flotten Rock´n Roll und startet mit viel göttlichem Punkfeuer im Arsch. Schon hier merkt man den Mannen ihre erfrischende Spielfreude an. Ohne an Energie zu verlieren nimmt man das Tempo nach zwei Minuten raus, um mit frickeligem Gitarrenspiel und fettem Bass-Groove ordentlich einzuheizen. Oder es ertönen mal ganz unverblümt Tribal Drums. Das rockt! Geiler Einstieg! Ich bin heiß und weiter geht´s!

„Black & Chrome“

setzt direkt mit erdigen Riffs das richtige Fundament für diese stimmungsvolle Rock´n Roll Adrenalinspritze. Die Röhre von Sänger Dimos stachelt den Sound mit viel Schmackes an. Und mir fällt immer wieder neben der geilen Gitarrenarbeit immer wieder der treibende und hervorstechende Bass auf, der so verdammt hart und geil groovt. Das passt hervorragend zum wilden energischen Drumming. KHIRKI machen echt Stimmung und rocken was das Zeug hält. Dabei verpassen sie ihren Songs immer andere Vibes ohne das Grundthema aus den Ohren zu verlieren. Man könnte es schon fast als progressiv bezeichnen. Jedenfalls werden die Songs nicht einfach so stumpf durchgebolzt.

Besinnliche ruhige Momente

gönnen uns KHIRKI hin und wieder in der wilden Göttersause. Zum Glück langweilen diese Momente nicht. Es sind allesamt sehr besondere Songs auf dem Album. Einer davon ist „Medea“! Er ist überragend! Er beginnt so schön chillig, steigt aber dann plötzlich mit Tribal Drums ein, die sich in ihrer Intensität steigern. Es gesellen sich mächtige Bassschwingungen dazu und ehe man sich versieht, entwickelt sich der Song zu einer feurigen anatolischen Folklore-Rock-Granate. Traditionelle Streichinstrumente geben dem Song den letzten Schliff. Absoluter Hammer!

Ich bin jedenfalls spätestens jetzt total becirct und die Mucke haut mich aus den Socken. Hätten die Sirenen bei Odysseus solche Mucke gespielt, wäre er mit Freude im Herzen und einem Lächeln im Gesicht schnurstracks in die Klippen geschippert. Da hätten auch die Ohrenstöpsel nix genutzt!

Ganz klassisch

mit Akustikgitarre, sanftem Gesang und melancholischen Violinen verführt mich die anfängliche balladenartige Komposition bei dem Song „Wolf´s Lament“, die mich wirklich erdet. Beeindruckend ist hier auch wieder einmal die fließende Steigerung der Intensität, wenn der Song nach und nach an Kraft gewinnt. Dabei wandelt sich der Song von einer sanftem melancholischen Ballade über eine erhabene Härte zu einem schweren Brocken. Diesen Song muss man auf sich wirken lassen.

Den krassen Gegensatz

zünden KHIRKI mit dem Song „Bukovo“, der abgeht wie Götterbote Hermes auf Düsenschlappen. (Bukovo ist nebenbei bemerkt eine Stadt in Nordmazedonien und dort gibt es ganz erlesene aromatische Paprika.) Die Musik von KHIRKI besitzt auch eine ganz besondere Würze, die mit scharfen Aromen einen außergewöhnlichen Genuss bereitet.

Fazit

KHIRKI haben mit „Κτηνωδία“ ein herausragendes Debütalbum. Das Album verbindet traditionelle Folklore mit heißem schmutzigem Rock´n Roll und diese originelle Symbiose ist verdammt mitreißend. Die Songs strotzen nur so vor frischer brennender Energie, die das musikalische Herz in Flammen setzt. Wenn die Songs live ebenso rübergebracht werden, dann brennt die Hütte.

Review English

Punk-Metal-Folk-Rock´n Roll

Well, that’s quite a lot of terms to describe the musical style of the band KHIRKI (Facebook ) from Greece. But all this can be found in their music. You can convince yourself of this on May 20, because then their debut album „Κτηνωδία“ (translation: beast, animal) comes fresh from Olympus. I recently had EWIG FROST (Facebook, Review ) from Austria with an unusual album on the turntable.

KHIRKI also surprise with a not everyday sound. Well, already curious? I hope so, because KHIRKI also succeed in sweeping away boring dust with cool ideas. The sound gives certain impressions of the band KVELERTAK.

The band name KHIRKI, by the way, is derived from the sorceress and goddess Kirke (daughter of the sun god Helios), who at the time tried to win Odysseus over by bewitching him with all the arts of seduction. She also had her own island and turned almost every person who entered it into an animal.

Beastly it goes

also with the opener „Deadpan“ on the debut album of KHIRKI. They rely on brisk rock’n roll and start with a lot of divine punk fire in the ass. Already here you can notice the men’s refreshing joy of playing. Without losing energy, they take the tempo out after two minutes to heat up with fiddly guitar playing and fat bass groove. Cool tribal drums can also be heard. That rocks! Great start! I’m hot and here we go!

„Black & Chrome“

sets directly with dirty riffs the right foundation for this atmospheric rock’n roll adrenaline injection. The tube of singer Dimos spikes the sound with a lot of smack. And I always notice, besides the awesome guitar work, the driving and prominent bass that grooves so damn hard and awesome. This fits perfectly with the wild energetic drumming. KHIRKI really set the mood and rock the hell out. They always give their songs different vibes without losing the basic theme from their ears. You could almost call it progressive. Anyway, the songs are not just bluntly bolted through.

Contemplative quiet moments

KHIRKI treat us now and then in the wild gods‘ frenzy. Fortunately, these moments do not bore. They are all very special songs on the album. One of them is „Medea!“ Outstanding song! It starts off so nice and chill, but then suddenly kicks in with tribal drums that build in intensity. It is joined by powerful bass vibrations and before you know it, the song evolves into a fiery Anatolian folk rock grenade. Traditional string instruments give the song the final touch. Absolute hammer!

In any case, I’m totally bewitched by now and the music pulls me out of my shoes. If the sirens had played such music to Odysseus, he would have sailed straight into the cliffs with joy in his heart and a smile on his face. Even the earplugs would have been of no use!

Quite classic

with acoustic guitar, soft vocals and melancholic violins seduces me the initial ballad-like composition on the song „Wolf’s Lament“, which really grounds me. Once again, the flowing increase in intensity is impressive here as the song gradually gains power. Thereby the song changes from a soft melancholic ballad to a sublime hardness to a heavy doom chunk. You have to let this song sink in.

The stark contrast

KHIRKI ignite with the song „Bukovo“, which goes off like god Hermes on jet slippers. (By the way, Bukovo is a town in northern Macedonia and it is well known for very exquisite aromatic peppers). The music of KHIRKI also has a very special taste, with spicy flavors that make it an extraordinary pleasure.

Result

KHIRKI have an outstanding debut album with „Κτηνωδία“. The album combines traditional folklore with hot dirty rock’n roll and this original symbiosis is damn rousing. The songs are bursting with fresh burning energy that sets the musical heart on fire. If the songs are played live in the same way, then the stage will burn.

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Bildquellen

  • MG 0878: All Noir Promotion
  • KHIRKI Cover+Infos: Cover+Infos-->All Noir Promotion // Background etc.-->Pixabay
  • KHIRKI Titel: ALL NOIR Promotions

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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