LANCE KING – „ReProgram“ (VÖ: 29.03.2019)

Lance King Cover ReProgram

LANCE KING – „ReProgram“ (VÖ: 29.03.2019)

Lance…ist das nicht dieser berühmte Radrennfahrer? Nein. Ich fürchte, Lance King ist einer Vielzahl von musikbegeisterten Menschen verborgen geblieben, weil er bislang eher in weniger beachteten Bands seinen Job ausgeübt hat. Das ist sehr bedauerlich, denn der Frontmann hat beispielsweise 5 Jahre bis 2007 bei der Formation PYRAMAZE gesungen. Eine leider viel zu wenig beachtete Prog Metal Truppe. Davor gab es einen deutlich längeren Einsatz ab dem Jahr 1997 bei der Prog Power Band BALANCE OF POWER (beide Bands sind mir geläufig und ich konnte absolut mit der Musik etwas anfangen und so steht z.B. das 1999er-Album „Ten more tales“ von BALANCE OF POWER in meinem CD-Regal!!).

Lance King Live photo

Auch die letztgenannte Band bekam leider nicht den Zuspruch, den sie ansprechend gestaltete und professionell servierte Musik verdient gehabt hätte. Aber lasst uns nicht zu lange in der Vergangenheit schwelgen, die wir ja ohnehin nicht mehr ändern können.

Großartige Musik – bisher leider zu wenig Beachtung

Der Blick geht nach vorne – konkret auf den 29.03.2019. Das ist das VÖ-Datum der neuen Solo-Scheibe von Lance King. „ReProgram“ heißt der Silberling, der satte 11 Tracks für den Hörer bereithält. Für die Produktion ist neben Mr. King selber kein Geringerer als Jacob Hansen (VOLBEAT, EVERGREY etc.) verantwortlich. Auch wenn der Sänger und Komponist als einige wichtige Einflüsse namhafte Acts wie z.B. DREAM THEATER, IRON MAIDEN, CRIMSON GLORY und BLIND GUARDIAN benennt, so hat er doch in den vielen Jahren der Aktivität im Business längst seinen eigenen Stil gefunden.

Inhaltlich beschäftigt sich Lance King mit verschiedenen Aspekten des gesellschaftlichen Zusammenlebens und dringt dabei tief in die Fundamente der menschlichen Psyche ein. Musikalisch geht es auf diesem Album mit dem Titeltrack gleich gut zur Sache. Melodischer Metal, voller Energie und dazu eine warme Stimme. Ein starker Einstieg in dieses Release. Treibende Drums und präzise Gitarrenarbeit. Der Opener ist schon sehr überzeugend und es geht gleich auf diesem Niveau weiter.

Mehr oder weniger Prog, Energie und Emotionen…

Lance King Cover ReProgram

Der Einsatz von Keyboard und eine mehr oder weniger proggige Ausrichtung des Materials, ohne dabei auf eine ordentliche Portion an Heavyness zu verzichten, das prägt den Stil der neuen Songs. Tracks wie „Technology“ haben dann (zumindest zu Beginn) aber auch eher einen Metal-Einschlag. Man spürt, dass Lance King sich da nicht festlegen, nicht einschränken will. Er beherrscht die verschiedenen Stile und variiert gekonnt mit der Intensität der Ausrichtung.

Aber so ein Gesamtwerk ist auch für den fähigsten Musiker und Komponisten kaum alleine zu stemmen. So hat auch in diesem Fall eine amtliche Truppe von befreundeten Musikern (u.a. Mattias IA Eklundh von FREAK KITCHEN) mit angepackt und mit ihrem Können zur Realisierung dieses Albums beigetragen.

Bei Songs wie „Wide open“ rockt es auch ganz ordentlich, wie ich finde. U.a. auch das Solo des FREAK KITCHEN-Gitarristen verleiht dem Track eine gewisse Note. Während der nächste Song – „Chaotica“ – direkt kräftig loswummert, beginnt Nummer 9 erst einmal mit der Gitarre, bevor das Stück mehr Drive bekommt. Aber die Art des Gesangs, der hier zurückhaltend wirkt, relativiert hier das Ganze etwas. Zum Abschluss des Albums geht es bei „A mind at war“ ein ganzes Stück gemäßigter ans Werk. Aber dafür nicht weniger emotional.

Fazit: starke neue Songs – musikalisch und vom Gesang her

Fazit: starkes Material mit einem hohen Qualitätslevel. Diese Songs hätten auf jeden Fall eine gute Portion an Beachtung verdient. Hört mal ´rein und kauft euch das Album. Support great music!

Einen Höreindruck des neuen Materials haben wir hier schon einmal in Form eines Lyric-Videos zum Song „Limitless“ für euch besorgt. Hört mal ´rein und lasst euch von der Klasse dieses Materials überzeugen. Dieses Lied verschafft euch auf jeden Fall einen Eindruck, es gibt euch eine Idee davon, was da noch kommt:

 

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Bildquellen

  • Lance King Live photo: GORDEON MUSIC
  • Lance King Cover ReProgram: GORDEON MUSIC
  • Lance King Cover ReProgram: GORDEON MUSIC
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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