LARRIKINS – Am Ende war der Mensch (VÖ: 26.03.2016)

Larrikins Bandfoto

Aus dem beschaulichen Goldberg in Mecklenburg-Vorpommern kommen die 4 Jungs der Band LARRIKINS, die bereits seit über 10 Jahren gemeinsam musizieren. In ihren Liedern sollen sich vielfältige Ska-, Punk-, Metal-, Rock’n’Roll- und Hardcore-Einflüsse wiederfinden. Grund genug das Album „Am Ende war der Mensch“ mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Solzialkritische Texte und tolle Songs

Mit dem flotten und rockigen „Nummer 3“ gelingt LARRIKINS ein perfekter Einstieg in das Album. Eine starke Nummer mit Tempo und hohem Mitgrölfaktor. Bereits beim folgenden „Die Schuld daran“ zeichnet sich ab, dass die Band sehr viel wert auf ihre Texte legt. Ob – wie in diesem Song – das Thema Umweltverschmutzung, Rechtsradikalismus im Song „Scheiße (War schon immer braun)“, Ideenraub („Kopie“)  oder allgemeine Sozialkritik in unterschiedlichen Formen, die Songtexte sind meist tiefgründig und intelligent. Dazu kommt, dass man der Band anhört, dass sie voll hinter dem stehen, was sie da vortragen. Insbesondere Sänger Felix Laube schafft es, die Emotionen, die in den Liedern stecken, auf eine Art rüberzubringen, dass man ihm jedes Wort abnimmt. Bei „Wut“ schreit er diese förmlich heraus und bei „Scheiße“ ist ihm der Abscheu ganz deutlich anzuhören.

Aber auch musikalisch können LARRIKINS überzeugen. Die Songs „Alles auf Anfang“ und „Aufs Leben“ sind echte Hymnen, die, würden sie beispielsweise von den Toten Hosen stammen (ein wenig Ähnlichkeit ist durchaus vorhanden), mit Sicherheit wie eine Granate einschlagen und zum Hit würden. Wie abwechslungsreich die Musik von LARRIKINS ist, zeigt sich bei Liedern wie „Wer weiß noch“ mit Bläsern und  Ska Einflüssen, den härteren Nummern wie „Sternenlos“, „Rampenlicht“ und „Wut“ (dessen Beginn an „Love Gun“ von Kiss denken lässt) oder dem ruhigen mit einer tollen Melodie versehenen „Glashaus“. Besondere Erwähnung verlangt auch der Song „So wie früher“, den Felix mit einer Gastsängerin (Name ist mir leider nicht bekannt) sehr gefühlvoll rüberbringt.

Bei den insgesamt 14 Titeln des Albums „Am Ende war der Mensch“ ist kein echter Ausfall dabei, so dass ich das Album jedem, der offen ist, für ehrliche Rockmusik mit deutschen Texten, nur wärmstens ans Herz legen kann. Hier könnt ihr euch einen Eindruck verschaffen mit dem Video zum Song „Alles auf Anfang“.

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Bildquellen

  • LarrikinsBand: carrycoal
  • Larrikins Cover: carrycoal

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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