LINKIN PARK – „Hybrid theory“ (VÖ: 24.10.2000)

LINKIN PARK Albumcover Hybrid theory - Beitragsbild

LINKIN PARK – „Hybrid theory“ (VÖ: 24.10.2000)

Klar, wir von metal-heads.de kümmern uns tagtäglich um aktuelle und anstehende Releases und suchen wir euch hörenswertes neues Material heraus. Aber manchmal sollte man auch auf Alben schauen (bzw. hineinhören), die schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel haben und sich zu waren Meilensteinen der Musikgeschichte entwickelt haben. Auch das tun wir von Zeit zu Zeit. Heute haben wir ein Geburtstagskind, das immerhin im Oktober 20 Jahre alt wird. Die Rede ist von „Hybrid theory“, dem hammerstarken Debütalbum von LINKIN PARK. Leider kann der sympathische Frontmann Chester Bennington den Rückblick nicht mehr miterleben, denn er hat im Zusammenhang mit seinen Depressionen beschlossen, sein Leben vorzeitig zu beenden. Ein herber Verlust für die Musikwelt. Wir haben hier damals einen Nachruf veröffentlicht.

Viele großartige Songs – LINKIN PARK

LINKIN PARK haben auch nach dem Erstling noch einige großartige Songs geschrieben und gute Platten herausgebracht, der erste Silberling ist aber insgesamt unerreicht und so wollen wir euch das Ding 20 Jahren nach seiner „Geburt“ noch einmal genauer vorstellen. Los geht die Zeitreise…als ersten Schritt servieren wir euch mal mit „Crawling“ einen Song aus dem Album.

Aber gehen wir mal chronologisch vor. Es beginnt – Überraschung – mit dem Opener. Der ist nach wenigen Noten schon kräftig im Antritt. „One step closer“ ist dann eine der eingängigsten Nummern des Albums. Ein absolut starker Track! Kraftvoll mit Emotionen. Rockige Gitarren. Das sitzt. Das Trademark mit den Samples reizt dann die nachfolgende Nummer voll aus. Es geht weiter mit dem etwas härteren „Points of authority“ bevor wir zum Hit „Crawling“ kommen. Ob man weiß, dass es von LINKIN PARK ist – keine Ahnung. Aber den Song kennt man definitiv! Diese Stimmung macht nachdenklich und dennoch bricht immer wieder die volle Energie hervor. Mitreißend!

Pfeifen auf eine Schublade – vielseitig und innovativ!

Wie nennt man diese Schublade, in die sich LINKIN PARK einordnet? Da gibt es verschiedene Meinungen. Egal. Es knallt rein! Die Gesangsarbeit von Chester Bennington und Mike Shinoda. Dazu rockige bis heavy Gitarrenriffs. Drumbeats, immer wieder Samples und elektronische Elemente. Die Mischung macht‘s und die treffen LINKIN PARK. Schaut bzw. hört euch die Lieder in diesem Beitrag an, die wir als Video eingebaut haben.

„Runaway“ kommt gut. Weiter im Text mit „By myself“. Das geht voll auf die 12! Bäm!! Ganz anders und doch auch wieder genial umgesetzt ist der nächste Track. Pianoklänge zu Beginn – das überrascht. Das ist „In the end“. Aber die Verschnaufpause ist eher kurz, dann kommt mehr Power dazu. Einer meiner Lieblingssongs auf „Hybrid theory“. Dann das Ende wieder ruhig mit dem Klavier…in den kommenden Stücken erleben wir immer wieder die Vielseitigkeit der amerikanischen Formation. Tempowechsel. Verschiedene Stimmungen und Gefühle werden transportiert. Das Ganze hat Wumms, kann aber auch mal eher bedächtig angegangen werden. „Cure for the itch“ ist dann ein Song, wo es sehr elektronisch wird, für meinen Geschmack zu sehr. Aber das ist eigentlich die einzige Nummer, wo man etwas das Maß verliert. Dann endet das Album mit dem starken „Pushing me away“. Auch wieder eher sentimental. Starker Abschluss für ein tolles Release!

Das Fazit bei metal-heads.de: ich finde Bands gut, die sehr eingeständig sind und zumindest in einem gewissen Rahmen ihr eigenes Ding machen. Natürlich kann man nicht ständig das Rad neu erfinden. Aber LINKIN PARK haben schon was ganz anderes gemacht und damit meinen Nerv voll getroffen. Und wenn man sich die Millionen verkauften Tonträger von dieser Scheibe (und auch einigen Nachfolgern) anschaut, hat man wohl weltweit einige Leute begeistern können. Auch live fand ich die Band stark und durfte neben einem Indoorkonzert vor fast 6 Jahren bei zwei ROCK AM RING-Auftritten 2007 und 2014 dabei sein.

LINKIN PARK Albumcover Hybrid theory

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Bildquellen

  • LINKIN PARK Albumcover Hybrid theory: www.amazon.de
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Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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