LOCH VOSTOK „Opus ferox – the great escape“ (VÖ: 30.07.2021)

LOCH VOSTOK - Albumcover Opus ferox - the great escape - Beitragsbild

LOCH VOSTOK „Opus ferox – the great escape“ (VÖ: 30.07.2021)

Jedes Mal bin ich wieder auf’s Neue beeindruckt. Ich bewege mich seit ca. 35 Jahren in der Metalszene und auch die progressive Schublade ist seit vielen Jahren – auch hier bei metal-heads.de – mein Schwerpunkt. Da ist es doch schwer nachvollziehbar, wie es eine Formation wie LOCH VOSTOK schafft, sich 20 Jahre vor mir zu „verstecken“. Sei dem Jahr 2000 sind die Progressive Metaller aus dem europäischen Norden aktiv und haben dabei bislang seit 2003 sieben Alben unter die Fans gebracht. Jetzt soll also in wenigen Tagen – genauer gesagt am 30.07.2021 – die achte Langrille mit dem Titel „Opus ferox – the great escape“ erscheinen. Dann lasst uns das Werk mal in den Blick nehmen, damit wir eine Idee davon bekommen, ob das Material etwas taugt. Einen Vorgeschmack für eure Ohren hatte ich euch ja bereits hier geliefert.

Das 8. Album von LOCH VOSTOK – was bekommen wir geboten?

Aber jetzt wollen wir uns näher mit dem Album beschäftigen. Los geht es mit dem Opener und einer energetischen Vollbedienung. Melodisch aber auch mit ordentlichem Drive. Doublebass-Salven, heavy Gitarrenriffs. Progressive Beats und dazu die ergreifende Stimme von Jonas Radehorn. Das nenne ich mal einen gelungenen Start in ein Studiorelease. Aber kann man diesen Level halten? Wir schauen weiter…mit melodischen E-Gitarren und dem progressiven Schlagzeugspiel in amtlichem Tempo geht es zur Sache. Aber im zweiten Song gelingt es auch immer mal wieder einmal kurzzeitig, das Tempo etwas herauszunehmen und nachdenklicher zu wirken. „The glorious clusterfuck“ beginnt mit etwas mysteriösen Sounds, dann powern die Drums los und paaren sich mit harten Gitarrenriffs. Es dauert eine knappe Minute, bis der Gesang einsetzt. Dieser Track hat im weiteren Verlauf eine eher melodische Note, gerade auch bei den Vocals. Gefällt mir gut.

Die Gitarren kommen melodisch daher, das Schlagzeug eher mit wummerndem Sound. Die vierte Nummer des Silberlings haben wir euch ja mit dem Video bereits komplett vorgestellt (siehe oben), darum gleich weiter mit „Galacticide“. Treibende Drums, melodisches Spiel auf der E-Gitarre. Emotionaler Gesang steigt ein. Nach etwa 3 Minuten folgt dann eine melancholische und ruhigere Passage. Dann nimmt das Ganze zum Ende noch einmal Fahrt auf. Das nächste Stück haben wir jetzt direkt als Video für euch. Also Film ab…

Dann geht es weiter mit „Generation fail“. Dieser Track ist mal – zumindest streckenweise – heftiger ausgefallen. Bezüglich dieses Aspektes sticht er etwas hervor. Mit dem achten Song wird es etwas bedächtiger und wieder melodisch. Aber dennoch rockt das Ganze vernünftig. Weiter geht es mit „The great escape“. Irgendwie hat die Nummer etwas Bombastisches. Melodische E-Gitarren. Treibende Drums. Progressiv, mit Melodie. Passt. Wieder einen Schlag härter geht es beim letzten regulären Track des Albums zu. Gute fünfeinhalb Minuten Spielzeit mit Heavyness, packenden Vocals, Emotionen und einer etwas chaotischen Grundstimmung. Dann ist Schluss. Aber die CD-Version wartet ja noch mit einem Bonustrack auf. Der Sechsminüter startet recht bedächtig. Nach gut 50 Sekunden wird dann das Gaspedal teils gut durchgetreten. Doublebass-Attacken. Düsterer Gesang. Aber auch sentimentale Momente. Ein Wechselbad der Gefühle.  

LOCH VOSTOK „Opus ferox – the great escape“ (VÖ: 30.07.2021)

LOCH VOSTOK - Albumcover Opus ferox - the great escape

Das Fazit zum LOCH VOSTOK-Album bei metal-heads.de

Was bleibt also als Fazit, wenn man sich die zehn Tracks des aktuellen Albums (plus den Bonustrack der CD „Black neon manifesto“) ausführlich zu Gemüte führt? Insgesamt (ohne den Vergleich zu den Vorgängerscheiben ziehen zu können) sollen LOCH VOSTOK einen frischeren Wind mit ihrem neuen Line up verbreiten. Neben dem Neuzugang am Gesangsmikro (der gute Mann hatte schon zuvor in einer JUDAS PRIEST-Tribute-Band für Aufsehen gesorgt) ist auch Patrik Janson am Tieftöner ein alternativ besetzter Posten. Insgesamt gibt es einige Songs, die Freude bringen mit ordentlicher Progressivität und melodischem Schwerpunkt bei dennoch genügend Wumms dahinter. Manche Stücke sind mir zu unruhig. Alles in allem ist das Album ein Antesten auf jeden Fall wert.

Soweit zur Einschätzung des Doc. Aber was denken andere Redakteure zum Release? Meistens nimmt sich ja in der Redaktion von metal-heads.de nur eine Person ein Album intensiver zur Brust, um dazu eine ausführliche CD-Kritik zu verfassen. In diesem Fall machen wir eine Ausnahme und so könnt ihr schon Übermorgen die Meinung unseres Metalhead zum Release von LOCH VOSTOK lesen. Seid gespannt, wie er das neue Material beurteilt…

Mehr zur Band findet ihr auf der Homepage.

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Bildquellen

  • LOCH VOSTOK – Albumcover Opus ferox – the great escape: www.amazon.de
  • LOCH VOSTOK – Albumcover Opus ferox – the great escape – Beitragsbild: www.amazon.de

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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