Marillion – Marbles in the Park – DVD Review

Marillion Marbles in the Park

Gerade liegt die DVD „Marbles in the Park“ von Marillion auf meinem Tisch, welche ihr ab dem 20.01.17 kaufen könnt. Ob sich das für euch lohnt, könnt ihr nach Lesen der Review selbst entscheiden.

Da ich schon lange nichts mehr von Marillion in meinen Musikplayern hatte, freue ich mich besonders dieses Video zur Rezension zu haben. Die Aufnahme stammt vom Marillion-Weekend 2015 in Port Zelande in den Niederlanden. 3000 Marillionfans aus 52 Ländern nahmen teil.

Der Auftritt umfasst die komplette „Marbles“ CD, natürlich die Doppel-CD Variante, nicht die durch die Plattenfirma damals eingedampfte Single-CD Version. Als Draufgabe wird dann noch „Out Of This World“, „King“ und „Sounds That Can’t Be Made“ vom gleichnamigen Album aus 2015 gespielt.

Marbles – Marillion

Zum 2004er „Marbles“ gibt es musikalisch Einiges zu sagen. Die einen lieben das Album, während andere wiederum damit nicht viel anfangen können. Es geht mit „The invisible man„, einem 14 Minuten Stück, ziemlich progressiv und ruhig los. Wie so oft bei Marillion ist die Atmosphäre sehr melancholisch. Zum Ende hin kommt aber noch ein bisschen Hektik auf. Die Stücke werden immer wieder von kleinen Zwischenspielen, den „Marbles“ aufgelockert, haben immer ein ähnliches Thema und Steve singt von Murmeln.

Mit „You’re gone“ gibt es auch einen Top-Ten-Hit auf der Platte, allerdings nur in England. Die rockigere Seite von Marillion kommt auf dem Album leider ein wenig kurz, was ich persönlich etwas schade finde. Anderen wiederum ist das wohl der Grund, das Album als langweilig zu bezeichnen. Jedoch ist „Marbles“ im gewissen Rahmen sehr abwechselungsreich, wobei aber die ruhige Seite überwiegt. Im letzten Song „Neverland“ vereinen sich dann doch alle Trademarks, für die die Band bekannt ist.

Nicht umsonst ist Marillion eine Progrockband der ersten Stunde, die in den Anfängen in einem Atemzug mit Genesis genannt wurde, über 30 Jahre sehr erfolgreich im Geschäft. Durch die Komplexität der Songs muss man sich zum Anhören schon etwas mehr Zeit nehmen, zum Nebenbeihören während der Hausarbeit sind Marillion in der Form eher ungeeignet. Auch ein mehrmaliges Rotieren im Player hilft, die Songs gewinnen dann ungemein.

Zum Visuellen

Live. Das ist ja immer eine ganz andere Sache als ein Studioalbum. Stücke werden von der Band oft ein wenig anders interpretiert oder gewinnen an Härte. Auch der Klang im Gegensatz zu einer Studioaufnahme kann eine andere Atmosphäre erzeugen. Die DVD hat eine 5.1 DTS und eine PCM Stereo Tonspur. Der Klang ist perfekt. Alle Instrumente sind einzeln rauszuhören und die DVD klingt wie aus einem Guß.

Die Bühne und die Lightshow sind überwältigend. Es gibt eine Menge Laser und Strahler, die eine tolle Atmosphäre erzeugen. Die Rückseite der Bühne, wo sonst das Backdrop der Band hängt, ist eine riesengroße Videoleinwand, ebenso neben und über der Bühne. In der ersten Strophe von „The invisible man“ sieht man nur Sänger Steve Hogarths Kopf auf der Leinwand. Erst danach betritt er die Bühne. Durch Gestik und Mimik unterstreicht er über den ganzen Auftritt hinweg die Inhalte der Songs, während die anderen Bandmitglieder einen Bewegungsradius eines Bierdeckels haben. Bewegt wird sich nicht gerade viel. Das macht die komplette Bühnen- und Lightshow aber locker wieder wett.

Runde Sache

Jeder Song wird des Weiteren noch durch kleine Filmchen auf der Videoleinwand unterstützt.  Das macht die Sache rund. Ansagen gibt es sehr wenige, dadurch wird das Konzept von „Marbles“ auch nicht unnötig unterbrochen. Es gibt lediglich eine Bandvorstellung, in der alle Mitglieder von den Zuschauern abgefeiert werden. Und eine etwas längere lustige Anekdote zu dem etwas schrägen „Drilling Holes“. Besonders gut kommt „Neverland“. Alles was man als Fan an Marillion mag, gibt es in diesem Song. Die Bühnenshow kommt hier auch zum Höhepunkt. Der Lichtmann hat ne Menge zu tun.

Mir gefällt die DVD noch um einiges besser als die CD. Der visuelle Teil wertet das Ganze noch um mindestens einen Level auf. Man kann zuhause auf der Couch richtig in die Stimmung eintauchen. Das hier keine hektischen Kameraschnitte gezeigt werden, ist für mich auch ein riesen Pluspunkt. Oft genug ruht die Kamera auf einem Instrument, so dass man dem jeweiligen Musiker auf die Hände schauen kann.

Fazit

Am Ende der DVD habe ich gar nicht gemerkt, dass schon über zwei Stunden vergangen sind. Ich kann „Marbles in the Park“ nur jedem Fan von gut gemachter Rockmusik ans Herz legen.

Am gleichen Wochenende sind in Holland insgesamt drei Konzerte von Marillion gespielt worden. Dieses hier, eins mit der kompletten „Anoraknophobia“ und eins mit nahezu allen Singles der Band. Auf der Homepage der Band kann man die kompletten Konzerte als Box bestellen. Da mich „Marbles in the Park“ so begeistert hat, habe ich direkt im Anschluss mal die Box bestellt. Ich hoffe euch gefällt das Konzert genauso gut wie mir.

Damit ihr wisst worüber ich rede, zeigen wir euch hier den Trailer zur DVD. Viel Spaß.

Tracks
1. The Invisible Man
2. Marbles I
3. Genie
4. Fantastic Place
5. The Only Unforgivable Thing
6. Marbles II
7. Ocean Cloud
8. Marbles III
9. The Damage
10. Don’t Hurt Yourself
11. You’re Gone
12. Angelina
13. Drilling Holes
14. Marbles IV
15. Neverland
16. Out of This World
17. King
18. Sounds That Can’t Be Made

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Bildquellen

  • Marillion Marbles in the Park: amazon.de
Chipsy

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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