Morbid Angel – Kingdom Disdained (bereits veröffentlicht)

Morbid Angel - Kingdoms-Front-Cover

Morbid Angel – Kingdom Disdained – Album Review

Bereits am 8.12.2017 habe ich mich HIER zu einem Review Teaser hinreißen lassen…und hab mir nichts Böses dabei gedacht. Das ist jetzt schonmal 5 Wochen her. Seitdem hab ich die CD wieder und wieder gehört, mich durch die veröffentlichten Meinungen von Freunden via Facebook gewühlt, in verschiedensten Foren nachgelesen, was die Leute denn so von der CD halten, mir die Altars of Madness nochmal reingezogen, um mich selbst zu hinterfragen. Schließlich war ich einst von Morbid Angel wirklich fasziniert und habe ein von ihnen inspiriertes Tattoo auf dem Arm…  und mich entschieden mir mit dem Review Zeit zu lassen, da der geschätzte Jens Basten die CD noch liebevoll mit „schwer zugänglich“ umschrieb.

Ich hab sie dann erstmal im Auto angehört…

…und kurz gedacht meine Anlage sei kaputt. Schlagzeug ohne Ende, Bass ohne Ende, tiefe Growls, kaum hörbare Gitarren. Alles sehr tief, Schlagzeug und Gesang absolut im Vordergrund. Das kann natürlich sehr gut sein… ist es aber nicht!

Das Schlagzeugspiel ist qualitativ von einem Laien wie mir nicht zu beanstanden, hat aber wirklich nichts, von dem ich sagen könnte, dass es einen WOW-Effekt oder irgendeine Art von Coolness entdecken ließe. Es legt natürlich, wie in dem Genre üblich, einen „Soundteppich“… der ist aber MEGA – langweilig und wird eigentlich nur noch vom monotonen Gesang Steven Tuckers übertroffen. 

Da könnte ja der Gitarrist und Bandgründer Trey Azagthoth mit dem zweiten Gitarristen Dan Vadim Von brutal gegen arbeiten. Aber ganz ehrlich? Ich frag mich, wofür die zwei Gitarristen da sind. Hört man sich die CD nochmal auf einer vernünftigen Anlage an, dann kann man klar einen besseren Sound rausarbeiten, als mein Auto ihn zu bieten hat… und die Gitarren besser hören… aber es lohnt sich überhaupt nicht.

Monotonie und Einfallslosigkeit

Die Gitarristen begleiten meines Erachtens das Schlagzeug und den Sänger in unfassbarer Monotonie und Einfallslosigkeit.

Bei den insgesamt elf Songs ist kaum ein Höhepunkt auszumachen. Die Jungs langweilen mich von der ersten Sekunde des Titeltracks „Piles of little Arms“, lassen mich verzweifelt nach hörenswertem Lauschen und bei „Garden of Disdain“ gibt es mit dem ersten Break und einer langsameren Spielweise ein paar Sekunden Hoffnung auf Coolness und Abwechslung… die aber bitter enttäuscht wird. Der Song driftet einfach in langsame Langeweile ab. Macht es auch nicht besser *lach*. Ach, ich will hier gar nicht auf einzelne Songs eingehen. Die Platte ist einfach die größte Enttäuschung für mich.

Wie man auf die Idee kommt, den Sound auf diese Art und Weise abzumischen, kann ich nicht nachvollziehen. Wie man sich nicht zu Tode langweilen kann, wenn man so monoton stundenlang gefühlt das Gleiche spielt, wie man den Leuten sowas verkaufen kann…

Ach, Moment mal! Da fällt mir ein, wie das funktionieren könnte:

Man nehme den Namen einer ehemaligen Death Metal Ikone und ein einziges (wenn ich mich nicht täusche), verbliebenes Gründungsmitglied und nenne das Ganze dann „kompromisslos“, „apokalyptisch“, „wider den Versuch sich anzubiedern“, etc. Kann man machen!

Und dann gibt es jede Menge Leute, die dem folgend mit allem was sie haben versuchen, die guten Seiten einer solchen Veröffentlichung zu finden. Das mag funktionieren (wir können uns gerne mal über die Machwerke von Metallica unterhalten!!!), ist  aber unfassbar unfair gegenüber all den Leuten, die wirklich gute Musik machen und selbst so ein limitiertes Genre wie Death Metal am Leben halten… MORBID ANGEL tun das nicht.

Ich hab auch lange mit mir gerungen, ob ich die CD so verreißen soll… aber sie hat es echt nicht besser verdient. Ich hab mich noch nicht mal über die unsagbar schlechten Gitarrensoli ausgelassen und bin froh, das Ding jetzt einfach nicht nochmal hören zu müssen. Grotte!

Da ich mich entschlossen habe, ab sofort (für die Metal – Heads unübliche) Punkte zu vergeben (1-10) gebe ich der CD für das professionelle Artwork und Drumherum aber gerne 2 fette Punkte (2/10). Das es nicht ein Punkt mehr geworden ist, kann am Solo von Declaring New Law liegen, dass gerade läuft…

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Bildquellen

  • MA-Kingdoms-Front-Cover: Amazon
Yioni Rage

Yioni Rage

In der Jugend passionierter Stagediver. Musik gehört zu allen Situationen im Leben, so geht von Fredrik Vahle über Macklemore bis Satyricon eigentlich Alles!

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